1 Jahr Bloggen - meine Erfahrungen

1 Jahr Bloggen – Was habe ich gelernt?

Heute wird es persönlich. Bisher habe ich ja nur meine Tipps & Tricks mit dir geteilt, heute möchte ich dir ein bisschen zeigen wie es hinter den Kulissen aussieht. Hast du Lust?

Wie kam ich zum bloggen?

Ich hol mal kurz ein bisschen aus: Schreiben war schon immer meine Leidenschaft. Meine Deutsch- und Englischklausuren waren regelmäßig die längsten im Kurs. Ich schrieb Doppelbogen über Doppelbogen über Doppelbogen (übrigens: musstet ihr auch immer den Rand wegknicken?). Auch im Studium gingen mir Hausarbeiten & Co. schnell von der Hand, aber ehrlich gesagt machte Schreiben immer weniger Spaß. Der akademische Slang war nichts für mich.

Viel lieber wollte ich kreativ schreiben. So wie ich möchte. Ohne strenge Regeln und hochtrabenden Jargon. Kein Fachbegriffe-Bashing mehr. Kurzum: Ich wollte meinen eigenen Blog.

Aber mir fehlte das Thema. Fashion Blogger waren gerade voll en vogue und ja, ich interessiere mich für Mode, aber nein, ich hatte keinen Insta-Husband und auch wenig Lust jeden Tag ein Foto von meinem Outfit of the day zu posten. Also ruhten meine Ambitionen.

Bis ich eine Eingebung hatte: Wie wäre es mit einem Blog über Online-Marketing? Klar, die gab es auch schon, aber ich hatte noch keinen gefunden, der mich umgehauen hatte. Das war doch meine Chance, oder?

Erstmal kam mein innerer Kritiker raus: Du kannst das doch gar nicht. Du hast viel zu wenig Erfahrung. Wer will deine Texte schon lesen?! Irgendwann brachte ich ihn zum Schweigen und startete mein Projekt.

Und dann war er da: der 28.08. – der Tag, an dem ich mit Kribbeln im Bauch und zittrigem Finger das erste Mal auf „Veröffentlichen“ klickte.

Was hat sich seitdem getan?

Die Schnellversion: So einiges.

Für die Langversion habe ich mir ein bisschen mehr Zeit genommen. Du stehst gerade wahrscheinlich auch noch ziemlich am Anfang deiner Online-Business-Karriere und ich freu mich, wenn du von meinen Erfahrungen profitieren kannst.

Gehen wir also meine Learnings zusammen durch.

Die Blog-Technik ist händelbar

Ich bin weiß Gott keine Technik-Expertin. Ich hatte zwar Erfahrung darin WordPress zu bespielen, aber es neu aufsetzen? Keine Ahnung!

YouTube wurde zu meiner neuen Wissensplattform und das, obwohl ich kein Video-Fan bin. Ruckzuck hatte ich raus, was wie zu tun war und legte los.

Schritt 1: Hosting-Anbieter finden

Hierfür durchforstete ich viele Blogs mit Erfahrungsberichten und Empfehlungen. Besonders hilfreich fand ich Blogmojo.

Ich entschied mich für webgo, was auch im Nachhinein noch eine gute Entscheidung war. Für wenig Geld habe ich alles, was ich brauche:

  • Absolute Zuverlässigkeit
  • SSL-Zertifikat (das grüne Schloss)
  • Einfache Installation von WordPress
  • Toller und schneller Support

Schritt 2: WordPress installieren

WordPress zu installieren ist nicht einmal halb so kompliziert wie es klingt und so sah ich plötzlich eine Website vor mir, die allen Ernstes meinen Namen trug. Ich war stolz wie Bolle!

Schritt 3: Theme wählen

Mit der Themeauswahl habe ich ewig verbracht. Ich wollte direkt das perfekte Theme. Das Problem: Es gab so viele verschiedene Meinungen und Empfehlungen. Ich war absolut verwirrt. Um endlich vorwärts zu kommen, entschied ich mir für ein einfaches und kostenloses Theme.

Das hat mir bisher auch gereicht – auch, wenn die Anpassungsmöglichkeiten sich natürlich in Grenzen halten.

Mein Thema ist nicht neu

Ich erfinde auf meinem Blog das Rad nicht neu. Zu fast allen Themen hat irgendwo auf der Welt – und sogar in Deutschland – schon irgendjemand etwas veröffentlicht.

Das ist okay.

Ich versuche die Themen zu ergänzen, sie von einer anderen Seite zu beurteilen, meine persönlichen Erfahrungen mit einzubeziehen und noch bessere Beispiele zu geben.

Das, was meinen Blog besonders macht, bin ich. Ich bringe in jeden Post meine eigene Persönlichkeit mit ein. Meine Art zu Schreiben entspricht sicher nicht allen gängigen Texter-Regeln, dafür entspricht sie aber genau mir. Ich schreibe wie ich rede und möchte mich nicht verstellen.

Wem mein Stil nicht gefällt, der hat viele andere Blogs, Podcasts, usw., um sich zu informieren. Dass ich aber viele Leute gerade mit meiner Art anspreche, haben die vielen tollen Rückmeldungen gezeigt.

Deshalb mein Appell: Trau dich mit deinem Herzensthema und deiner Persönlichkeit rauszugehen, denn genau das, was du machst, gibt es definitiv noch nicht.

Von Plänen und Planänderungen

Ich hatte von Anfang an einen ambitionierten Plan: Jede Woche einen Blogpost. Also erstellte ich einen Redaktionsplan und schrieb im Urlaub die ersten Posts vor. So weit, so gut.

Nach den ersten Posts kam aber das Loch. Mein Job war stressig, ich zog um und Besucher verirrten sich eh kaum auf meinen Blog. Obwohl mir natürlich klar war, dass ein Blog Zeit braucht, um viel Traffic zu bekommen, war ich frustriert. Für mich kleine, ungeduldige Perfektionistin ging das alles nicht schnell genug.

Also machte ich kurz nach dem Start erstmal eine Pause. So war das eigentlich nicht geplant, aber meine Motivation war am Boden.

Erst Ende des Jahres fand ich langsam wieder Spaß am bloggen. Ich reduzierte von wöchentlichen Posts auf zweiwöchentliche und dann auf monatliche. Ich ging weg von Facebook, das eh nichts brachte und konzentrierte mich lieber auf meinen Blog, den Newsletter (zu dem wir gleich noch kommen) und Instagram. Und ich fing an über eine stärkere Spezialisierung nachzudenken.

Mit dem neuen Jahr zog ich die Zügel wieder an und schaffte es zurück zu meinem anfänglichen Plan jede Woche einen Blogpost zu veröffentlichen. Ich hatte eine neue Einstellung zu meinem Blog. Jetzt wollte ich ihn wirklich groß machen.

Der Plan stand und wurde jetzt bis ins letzte Detail durchgezogen: Kein Tag mehr ohne genaue To-Dos. Endlich machte alles wieder Spaß.

Nicht jeder Social Media Kanal passt

Mein Plan war es mal hauptsächlich Instagram und Facebook zu nutzen. Instagram für die Community, Facebook mehr für die Reichweite. Wenn du aufmerksam gelesen hast, weißt du schon, dass ich mir das ziemlich schnell nochmal anders überlegt hab.

Auf Facebook ist meine Zielgruppe nicht sonderlich aktiv – also muss ich es auch nicht sein. Ich veröffentliche pro-forma noch jeden Blogpost dort, erwarte aber keine Reichweiten. Mein Profil soll nur vollständig sein, denn ich brauche es, um bei Instagram automatisiert zu posten.

Auch in Facebook-Gruppen bin ich noch aktiv, aber eher als Privatperson.

Instagram ist aber geblieben und hat sich zu meiner Lieblingsplattform entwickelt. Ich habe schon so viele tolle Leute darüber kennengelernt und mir eine kleine, aber feine Community aufgebaut. Ich kann hier außerdem Werbung für meine Blogposts machen, sichtbarer werden und mich als Expertin positionieren.

Neu hinzugekommen ist seit Februar 2019 Pinterest. Die visuelle Suchmaschine (die streng genommen gar nicht zu den Social Media gehört) ist ein super Traffic-Lieferant und bringt mir mit Abstand die meisten Leser. Während Google und SEO Zeit brauchen, ist es auf Pinterest möglich auch relativ schnell Leute auf dich aufmerksam zu machen.

Noch dazu ist Pinterest wirklich dankbar: Ich plane einmal pro Woche meine Pins in Tailwind ein, pinne dann noch hin und wieder per Hand, aber das war’s. Der Zeitaufwand hält sich absolut in Grenzen.

Eine Newsletter-Liste baut sich nicht von alleine auf

Ich will ehrlich sein: Ich dachte, ich mach nen Newsletter und alle finden es so geil, dass sie sich direkt anmelden.

Lektion für mich: Ist nicht so.

Ich hatte mich auch hier eingelesen und fand es total spannend eigenen Newsletter zu erstellen. Es klang auch so als ginge das ganz easy-peasy. Ich brauch nur guten Content und n Freebie und dann habe ich von heute auf morgen 1.000 Abonnenten.

So einfach war es dann doch nicht. Ich hatte zwar ein Freebie und ich würde behaupten, mein Content ist auch gut, aber am Anfang tat sich gar nichts (außer meiner Schwester und einer Kollegin, denen ich davon erzählt hatte).

Bis heute ist meine Newsletter-Liste noch nicht so voll wie ich sie gerne hätte, aber ich arbeite daran: Ich mache mehr Werbung für mein Freebie und weise auf Instagram immer wieder auf meinen Newsletter hin. Außerdem sitze ich gerade an einem neuen Freebie, das noch besser zu meiner Zielgruppe passt.

Pssst…meld dich jetzt schonmal, wenn du es nicht verpassen willst. Als Dank gibt es außerdem dein exklusives Starter-Set Contentplanung.

 

 

 

Achja, und ich binde die Newsletter-Anmeldung mehr in meine Blogposts ein. Hättest du gar nicht gemerkt, oder?

Zeitmanagement at its best – für mehr Auszeiten

Ich habe ja schon angedeutet, dass meine Tage mittlerweile ziemlich straff durchgeplant sind. Vollzeitjob, Blogposts, Instagram, Pinterest und Newsletter macht man nicht „mal eben so“ nebenbei.

Jeden Sonntag setze ich mich hin, überlege welche To-Dos anstehen und verteil diese auf meine Feierabende. Was für manche vielleicht nach absolutem Stress klingt, ist für mich die Erfüllung. Ich setze mich gerne abends an den Laptop, um an meinem Projekt weiterzuarbeiten.

Und so kurios es klingt: Durch die gute Planung bleibt Platz für Spontaneität und Zeit für mich.

Diese Auszeiten sind absolut wichtig, um den Kopf zwischendurch wieder durchzupusten. Auch wenn es mir Spaß macht, ist es manchmal echt anstrengend. Da muss man sich selbst die Zeit gönnen, die Akkus wieder aufzuladen. Sonst landet man früher im Burn-Out als man Herzensprojekt sagen kann.

Am Anfang fiel es mir schwer zurückzuschalten und zu akzeptieren, dass in der nebenberuflichen Selbstständigkeit alles etwas langsamer läuft. Mittlerweile habe ich meinen Weg da aber ganz gut gefunden.

Alles wird einfacher

Am Anfang war alles neu: Ich hatte noch nie gebloggt, noch nie Instagram betreut oder Pinterest. Plötzlich musste ich Grafiken erstellen obwohl ich doch zwei linke Hände habe.

Ich habe mich eingearbeitet. Einen Blogbeitrag, für den ich am Anfang noch 7 oder 8 Stunden gebraucht hab, schreib ich jetzt in weniger als der Hälfte der Zeit. Ich habe meine Arbeitsweise bzw. meinen Workflow angepasst (Stichwort Batching) und erledige viele Aufgaben jetzt zeitsparender.

Wenn ich mir heute meine ersten Grafiken angucke, muss ich ein wenig lachen. Die sahen echt nicht sonderlich professionell aus und haben trotzdem superviel Zeit gekostet. Nach vielem Testen und manchen Frustrationen klappt jetzt aber alles ganz gut: Ich habe meine Tools, mein Branding und meine Idee vom Business.

Es wird Zeit für etwas Neues

Mittlerweile bin ich seit Januar 2019 nebenberuflich selbstständig. Dieser Gedanke schwirrte immer schon in meinem Kopf rum, aber ich wollte mir damit viiiel mehr Zeit lassen. Es kam anders: Die Arbeit als meine eigene Chefin und die vielen positiven Rückmeldungen und Anfragen haben mich so motiviert, dass ich aus meinem Blog mehr machen wollte.

Und so steh ich hier ein Jahr nach meinem ersten Blogpost und plane gerade meine eigenen Dienstleistungen. Ich habe innerhalb des Online-Marketings das gefunden, was mir richtig Spaß macht und mich damit sehr spitz positioniert:

Ich helfe dir die richtige Strategie für deine Social Media Kanäle zu finden und so online sichtbar zu werden.

Alles, was im letzten Jahr passiert ist, haben mich zu diesem Punkt hier gebracht. Ich hätte nie gedacht, dass ich so schnell so viel aufbauen kann. Ich darf heute einfach mal ganz selbstbewusst sagen, dass ich stolz bin auf das, was ich im letzten Jahr erreicht hab und mich total auf die nächsten Schritte freue.

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