Ähnlich wie beim Schach braucht auch dein Online Marketing eine Strategie

4 Schritte zur perfekten Online Marketing Strategie

Du bist dir mittlerweile sicher: Online Marketing ist das richtige für dich und dein Unternehmen. Also los…

…aber halt! Willst du einfach so drauf losgaloppieren?

Wo willst du denn überhaupt anfangen? Die digitale Welt bietet heute schier endlose Möglichkeiten. Bevor du dich also voller Tatendrang auf Website, Social Media & Co. stürzt, halte noch einmal kurz inne und überlege dir ein grundlegendes Konzept bzw. eine Strategie. Ja, ich weiß – klingt total langweilig. Ist es aber nicht! Denn du bist der Detektiv, der auf Spurensuche geht, um einen der größten Fälle des Jahrhunderts zu lösen.

Was ist eine Strategie?

Als Detektiv überlegst du dir zunächst einmal, wie du vorgehen willst. Du stehst ja schließlich ganz am Anfang des Falls. Zu Beginn nutzt du erst einmal die Informationen, die es schon gibt. Die kombinierst du dann so geschickt, dass glasklar vor dir geschrieben wird, wie der Fall gelöst werden kann. Voilà, Sherlock, deine Strategie steht!

Der Begriff Strategie stammt ursprünglich aus dem militärischen Bereich und beschrieb wie eine Schlacht gewonnen werden sollte. Kriegerische Schlachten gibt es bei uns heute Gott sei Dank nicht mehr.

Strategien werden heute in fast allen Unternehmensbereichen genutzt. Eine Strategie legt nur eben nicht mehr fest, wie der Krieg am besten gewonnen wird, sondern wie du dein Ziel möglichst schnell und effizient erreichst. Sie beinhaltet daher alle Maßnahmen, die zur Erreichung deiner Ziele notwendig sind. Mit einer gut formulierten Strategie verlierst du nie die Orientierung bei der Gestaltung deines Unternehmens bzw. der Bewerbung deiner Produkte. Sie ist der rote Faden, der dir immer sagt ob du Idee A umsetzen solltest oder nicht.

Auch im Online Marketing bist du ohne ein klares Konzept verloren. Wahlloses Posten und Bewerben wird dir keine Kunden bescheren und dein Angebot unattraktiv machen.

Wo fange ich mit meiner Online Marketing Strategie an?

Na, Sherlock, was sagst du? Am besten fängt man mit den Informationen an, die man schon hat, oder nicht?

Bevor du richtig mit deinem Online Marketing durchstartest, solltest du dir ein paar (oder besser ein paar mehr) Gedanken zur grundsätzlichen Ausrichtung deines Unternehmens machen und dein Angebot kritisch betrachten. Mit kritisch meine ich natürlich nicht, dass du dein Angebot in Frage stellst, sondern, dass du mal einen unvoreingenommenen und objektiven Blick auf deine Produkte und Dienstleistungen wirfst.

Du bist natürlich von deinem Angebot überzeugt – sonst würdest du es nicht auf den Markt bringen. Hol dir deshalb ruhig jemanden dazu, der noch nicht Feuer und Flamme dafür ist und dir eine andere Sichtweise erlaubt.

Wenn du dir schon im Vorfeld Gedanken dazu machst, was du erreichen willst und wie du das schaffen kannst, hast du später viele Vorteile. Deine Strategie ist der rote Faden für dein Business, deine Online Marketing Strategie dein Wegweiser für die digitale Welt. Mit dieser Vision im Hinterkopf fällt es dir viel leichter deine Online Marketing Maßnahmen richtig einzusetzen und so Erfolg zu erzielen.

Eine Strategie erstellen…das klingt ganz schön kompliziert. Muss es aber nicht sein! Ich zeige dir wie du in vier Schritten den Grundstein für deinen Erfolg legst. Wenn du auf die einzelnen Schritte klickst, zeige ich dir alles, was du wissen musst.

4 Schritte zur perfekten Strategie

  1. Zieldefinition: Ziele brauchst du um aus der Vielzahl von Möglichkeiten im Online Marketing deine richtigen Kanäle und Maßnahmen zu finden. Wenn du Ziele definiert hast, kannst du auch überprüfen, wie gut deine Maßnahmen schon funktionieren und wo du noch etwas verbessern musst.
  2. Zielgruppe: Für wen machst du das alles eigentlich? Richtig, für deinen (potentiellen) Kunden. Der Kunde sollte daher bei allen Maßnahmen im Vordergrund stehen. Um die richtigen Inhalte auf Website, Social Media & Co. zur Verfügung zu stellen, musst du genau wissen, wer dein Angebot nutzen wird und wie du diese Personen am besten erreichst.
  3. Positionierung und Wettbewerb: Was kann dein Produkt oder deine Dienstleistung besser als das von deinem Wettbewerber? Und warum sollte ich genau bei dir kaufen? Diese Fragen musst du auf jeden Fall beantworten können. Ein kurzer Blick rüber zur Konkurrenz kann aber oft auch nicht schaden, um sich Anregungen zu holen.
  4. Identifikation der Online Marketing Kanäle: Wenn du weißt, was du erreichen willst, musst du über das WIE entscheiden. Wenn du deine Zielgruppe und dein Alleinstellungsmerkmal kennst, findest du schnell die für dich relevanten Kanäle.

Die allgemeine Online Marketing Strategie ist das Rückgrat deiner Marketingmaßnahmen. Sie bleibt jedoch – der Natur der Sache geschuldet – bei den einzelnen Kanälen eher an der Oberfläche. Daher solltest du für deine Website, dein Facebook-Marketing und deinen Newsletter, usw. ebenfalls Strategien erstellen.

Sherlock, ich denke wir stehen kurz vor der Lösung des Falls!

Wie ist der Customer Journey meiner Kunden?

Customer what?! Ja, in etwa so habe ich auch reagiert, als ich den Begriff das erste Mal gehört habe. Wenn du deine Online Marketing Strategie erstellst, solltest du dich damit aber unbedingt befassen. Der Customer Journey beschreibt den Weg, den ein Kunde auf den Weg zum (Kauf-)Abschluss geht. Dieser wird von vielen sogenannten Touchpoints (also Berührungspunkten) beeinflusst.

Du kennst es sicher von dir selbst: Du triffst eine Kaufentscheidung nicht sofort, sondern siehst ein Produkt viele Male bevor du es dann wirklich kaufst. Diese Touchpoints mit dem Produkt können online und offline sein.

Beispiel für einen Customer Journey

Der Customer Journey ist ein wichtiger Teil der Strategiefindung
Beispiel eines Customer Journeys

Nehmen wir das Beispiel in der Abbildung. Ein potentieller Kunde, nennen wir in Alexander, sieht in einem Geschäft eine Spiegelreflexkamera. Kurz vor der Entscheidung sind die da: die beiden Seiten seines Gewissens. „Fotografiere ich überhaupt genug, dass es sich lohnt? Aber ich wollte es schon immer mal ausprobieren und vielleicht würde ich ja mehr Fotos machen, wenn ich eine gute Kamera hätte.“ Die Entscheidung wird also erst einmal vertagt. Am Abendbrottisch erzählt er seiner Frau von seinem Dilemma. Sie empfiehlt ihm, sich noch weiter über Kameras zu informieren.

Am nächsten Tag fängt er also an zu googlen. Er googelt nach „Spiegelreflexkamera“ und „Erfahrungsberichte“ und natürlich auch nach dem Modell. So viele Informationen – so viel zu bedenken! Die Entscheidung wird wieder vertagt.  Abends scrollt er sich durch seinen Instagram Newsfeed. Was ist das? Der Hersteller der Spiegelreflexkamera ist auch auf Instagram? Da lohnt sich ja vielleicht mal ein kurzer Besuch. Wow, was für tolle Bilder! Solche will Alexander auch machen. Mit der Kamera wird es auf jeden Fall klappen! Er geht auf die Website des Herstellers und meldet sich für den Newsletter an: Der verspricht eine How-to Anleitung für perfekte Fotos. Einen Rabtattcode gibt es sogar auch noch dazu! Die Entscheidung steht. Alexander bestellt die Kamera direkt im Online-Shop!

Die Touchpoints sind in diesem Fall:

  • Shop
  • Austausch mit der Familie
  • Google
  • Social Media (Instagram)
  • Unternehmenswebsite
  • Newsletter
  • Online-Shop

Super, die Musterlösung ist gefunden!

So leicht (und eintönig) ist es in Wirklichkeit leider – oder eher Gott sei Dank – nicht. Eine andere Interessentin, Maria zum Beispiel, kann einen ganz anderen Weg gehen. Und Robert braucht ein ganzes Jahr, bevor er sich endlich zum Kauf entscheiden kann.

Wichtig ist, dass du an allen Stationen präsent bist und die richtigen Infos zur Verfügung stellst. Nur so hast du eine Chance Alexander, Maria UND Robert zu deinen Kunden zu machen.

Welche Touchpoints gibt es?

Im Groben kannst du zwei Gruppen unterscheiden: Online und Offline. Hier ist eine kleine Auswahl, welche Touchpoints für dich relevant sein könnten.

Online: Website, Foren, Social Media, Blogs, Bannerwerbung, E-Mail, Service-Chat, Apps, Online-Shop

Offline: TV- und Radio-Spots, Zeitungsbeilagen, Anzeigen in Magazinen, Plakate, Handzettel, Infopost, Mundpropaganda, Service-Hotline

Die Auflistung ist nicht vollständig. Versetz dich daher in verschiedene Kunden und versuche deren Wege nachzuvollziehen. Auch Kundenbefragungen können Touchpoints hervorbringen, an die du noch gar nicht gedacht hast.

Fazit

Bevor du mit deinen Online Marketing Maßnahmen voll durchstartest, solltest du erst einmal Detektivarbeit leisten, um dein Produkt, seine Konkurrenz und die Zielgruppe genau kennenzulernen. Daraus entwickelst du dann einen roten Faden. So behältst du die Orientierung und verlierst dich nicht in den vielen Möglichkeiten des Online Marketings. Mit dem auf dein Produkt zugeschneiderten Maßnahmenbündel kannst du deine Ziele schneller erreichen und erzielst größeren Erfolg für dein Unternehmen.

Die Strategiefindung ist dabei kein Hexenwerk, sondern ein Vier-Schritte-Programm, das deine Ziele, Nutzer, Wettbewerber und Kanäle in Einklang bringt. Um in deiner Strategie nichts zu vergessen, musst du den Customer Journey und die Berührungspunkte der (potentiellen) Kunden zu deinem Angebot kennen.

2 Gedanken zu „4 Schritte zur perfekten Online Marketing Strategie

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