Grauer Hintergrund mit Flatlay und Text: Bloggen für Anfänger - Warum du keinen Blog brauchst

3,5 Gründe, warum du niemals einen Blog starten solltest

Ist der Blog das Allheilmittel für dein Business?

Auch, wenn ich leicht voreingenommen bin, kann ich dir sagen: Nein.

Musst du einen Blog haben?

Nein!

Empfehle ich dir einen Blog zu haben?

In 97,3% der Fälle schon.

Wenn du das hier liest, überlegst du vermutlich einen Blog zu starten. Oder du hast schon angefangen und es läuft nicht so richtig. Egal, welcher dieser beiden Typen du bist, heute gibt es Klartext von mir.

Denn für mich gibt es genau drei Gründe KEINEN Blog zu starten. Und welche das sind, verrate ich dir heute.

Aber Achtung ⚠️ : Wenn deiner nicht dabei ist, hast du in ein paar Minuten keine Ausrede mehr, dein Blog-Projekt nicht weiter voranzutreiben.

Grund #1: Deine Produkte sind sehr einfach & günstig

Wenn deine Kunden schon genau wissen, was sie brauchen, wenn sie ein Problem erkennen und dein Produkt auch nicht viel Erklärung braucht, kannst du ruhigen Gewissens auf einen Blog verzichten.

Aber puh, ich bin gerade echt am struggeln mir ein Beispiel zu überlegen. Denn heutzutage gibt es kaum noch Produkte, die so völlig ohne Nachdenken eingekauft werden.

Beispiel 1 FÜR einen Blog: Onlineshops

Du wirst bald zum ersten Mal Mama. Wow, aufregend. Auf keinen Fall möchtest du irgendetwas falsch machen. Also saugst du in den letzten Wochen vor der Geburt (trotz Schwangerschaftsdemenz) so viel Wissen auf wie es nur geht:

  • Was muss in die Kliniktasche?
  • Wie stille ich richtig? Und was, wenn ich nicht stillen kann?
  • Wie werden die ersten Tage mit Baby aussehen?

Und du kümmerst dich um die Erstausstattung: Klamotten, Feuchttücher – und natürlich Windeln.

An einen der Blogs, die du nur so verschlingst ist ein Onlineshop für Windeln angebunden. Du hast dich auf diesem Blog so wohl gefühlt und so viele tolle Tipps bekommen. Du vertraust denen. Da zögerst du doch nicht mehr lange auch da deine Windeln zu bestellen? Die können ja nur gut sein!

Ok, ok, ich weiß: Dein Business hat nicht annähernd was mit Windeln zu tun. Du bist Coach, Berater, Trainer, Dienstleister.

Dann lass ich mal die Bombe platzen: Für dich kannst du diesen Grund komplett streichen. Denn in der direkten Zusammenarbeit mit Kunden bist DU das Produkt. Und ich vermute mal, du bist weder einfach, noch günstig.

Beispiel 2 FÜR einen Blog: Coaches & Co.

Ich gebe dir mal ein Beispiel von mir selbst: Anfang 2021 habe ich (endlich, wuhuu) beschlossen meine Finanzen so richtig in die Hand zu nehmen und das, was am Ende des Monats über bleibt nicht einfach auf meinem Konto versauern zu lassen.

Aber Hilfe! Wo fang ich nur an? Ich hatte ungefähr so viel Ahnung von Finanzen wie von Pflanzenpflege und mir gehen regelmäßig Kakteen ein. Just saying.

Ich fing also an auf Blogs zu lesen, Expertinnen auf Instagram zu folgen und auch, wenn mein Kopf vor Infos fast platzte, verstand ich langsam, worum es ging. Mir wurde aber auch klar: Hier muss eine Expertin ran! ich wollte das nicht alleine machen.

Mit den Finanzen ist das aber ja so eine Sache:

  • Ich möchte vertrauliche Informationen wie meine Ersparnisse nicht mit jedem teilen.
  • Die Branche ist nicht gerade berühmt für ihre weißen Schafe. Ich hatte Angst an ein schwarzes Schaf zu geraten.

An wen habe ich mich also gewandt? Genau! An eine der Expertinnen, die mich schon seit ein paar Wochen mit hilfreichen Einsteiger-Tipps versorgt hat. Ich buchte ein erstes Kennenlernen und sagte die Zusammenarbeit zu. Hätte diese Frau mich nicht vorher schon mit ihrem Content abgeholt, wäre ich nie bei ihr gelandet.

Und auch, wenn es bei dir nicht um etwas so hermetisch geschütztes wie Geld geht, wollen deine Kunden erst einmal wissen, ob du wirklich Ahnung hast von deinem Metier bevor sie Geld (und im Zweifel sogar viel Geld) in dich investieren.

Ah, mir ist doch noch ein Beispiel für ein solches Produkt eingefallen: Ein Radiowecker. Klare Problemlösung, kaum Alternativen, wenig Erklärung.

Merke: Mit deinem Blog baust du Vertrauen auf. Sind deine Produkte eher No-Brainer, brauchst du diesen Extra-Content oft nicht.

Grund #2: Du willst keine neuen Kunden gewinnen

Du bist die nächsten 10 Jahre ausgebucht oder weißt gar nicht, wo du vor lauter Anfragen anfangen sollst? Wow, herzlichen Glückwunsch!! In diesem Fall kannst du dir den Blog tatsächlich schenken – es sei denn, du hast voll Lust drauf.

Falls du aber doch eher befürchtest, dass in ein paar Monaten die Kunden ausbleiben können, fang jetzt schon mal mit deinem Blog an, bau darüber Vertrauen und damit auch eine interessierte Community auf.

Spoiler-Alert: Bis dein Blog auch auf Google richtig gut funktioniert, kann es ein paar Monate dauern. Und auch, wenn du Anzeigen auf Facebook schaltest, hast du nicht von heute auf morgen hunderte Newsletter-Abonnenten. Der Moment, wenn deine Miete fällig und dein Konto leer ist, ist deshalb nicht der beste Zeitpunkt für deinen Blog-Start.

Und damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt.

Grund #3: Du willst über Nacht Erfolge sehen

Heute Blog starten, morgen 5.000 Euro Umsatz. Schön wär’s.

Bloggen ist kein Sprint. Vielleicht ein Marathon. Manche bezeichnen es sogar eher als Lebensentscheidung. So weit würde ich jetzt nicht gehen.

Doch ein Blog braucht Zeit – schon bevor du deinen ersten Artikel veröffentlichst: Strategie aufbauen, Website erstellen, Redaktionsplan schreiben und so weiter. Und dann brauchst du regelmäßig guten Content.

Guck dir zum Beispiel mal das erste Jahr bei meinem Blog an:

Die erste Zeit war mühsam und teilweise auch echt frustrierend. Es hat 6 Monate gedauert, überhaupt mal 100 Nutzer im Monat auf meine Seite zu bekommen.

Heute weiß ich natürlich einiges, was ich damals nicht wusste und habe Fehler gemacht, die mir heute nicht mehr passieren würden. Dieses Wissen hätte die Wartezeit auf die ersten Erfolge definitiv verkürzt.

Ich möchte dich mit meiner kleinen Behind-the-Scenes Story nicht abschrecken, sondern ehrlich sein. Wenn du nicht bereit bist, geduldig zu sein und dranzubleiben, ist der Blog vielleicht nicht ganz das Richtige für dich.

Denn als der Knoten dann erst einmal geplatzt war (und ich auch richtig verstanden hatte wie Bloggen funktioniert), hat sich die Arbeit doppelt und dreifach ausgezahlt.

Heute kommen die 100 Nutzer in viel weniger als einem Tag auf meine Website.

Und die Rechnung ist einfach: Mehr Nutzer auf deiner Seite = mehr potentielle Kunden.

Merke: Ein Blog steht nicht von heute auf morgen auf den ersten Plätzen bei Google (und bringt damit immer neue Kunden). Starte deshalb früh genug mit deinem Blog-Projekt.

Grund #3,5: Du hast keinen Bock dich mit deiner Zielgruppe zu beschäftigen

Damit dein Blog erfolgreich werden kann, ist es super-wichtig deine Zielgruppe zu kennen. Wer sind eigentlich deine potentiellen Kunden? Was haben sie gemeinsam? Oder anders: Mit welcher Art von Menschen möchtest du am Ende auch zusammenarbeiten?

Wenn du dich mit den Problemen, Herausforderungen, Lebenseinstellungen, etc. nicht beschäftigen möchtest, brauchst du keinen Blog. Denn er würde nicht erfolgreich werden.

Guter Content kann nämlich nur dann entstehen, wenn du deine Zielgruppe verstehst und genau weißt, womit du ihr helfen kannst – als Tipps oder Produkte / Dienstleistungen.

Und mal ganz ehrlich: Wenn du nicht bereit bist, dich mit deinen Kunden auseinanderzusetzen, weiß ich nicht, ob andere Marketingmaßnahmen jemals funktionieren werden. Oder dein Business. Deshalb werte ich diesen Grund nur halb.

Und das war’s. Mehr kommt nicht, was dich vom Bloggen abhält.

Was keine Gründe gegen einen Blog sind

Natürlich höre ich noch viele weitere Gründe, warum jemand keinen Blog schreiben kann. Hier sind meine Top-Favoriten:

1: “Ich habe keine Zeit”

2: “Ich kann nicht schreiben”

3: “Mein Thema interessiert niemanden” / “Bei meinem Thema geht das nicht”

4: “Zu meinem Thema gibt es doch schon Blogs”

Und auch, wenn ich mich damit unbeliebt mache – das sind keine echten Gründe, sondern Mindset-Blocker oder negative Glaubenssätze. Wir reden uns etwas ein, um uns selbst davon zu überzeugen, dass wir etwas nicht tun müssen. Oder wir haben in der Vergangenheit Erfahrungen gemacht, die uns etwas Bestimmtes denken lassen.

Wenn du zum Beispiel keine Zeit zum Bloggen hast, kannst du da ja leider nichts gegen tun. Dein Tag hat nun mal auch nur 24 Stunden. Tja, blöd gelaufen.

Na ja, ganz so leicht ist es dann doch nicht. Denn wie heißt es frei nach Ladilaus Boros so schön:

Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich.

Und genau so könnte ich mit jedem dieser Aussagen weitermachen. Mach ich auch – in meinem nächsten Blogartikel.

Was du aber hier schon einmal mitnehmen darfst: Du kannst viel mehr als du denkst – auch beim Thema Bloggen.

Tipp: Oft blockieren uns negative Glaubenssätze. Schau deshalb mal genau hin und schreibe dir auf, was dich bisher noch davon abhält für deinen Blog loszugehen.

Warum du eben doch einen Blog starten solltest

Ja, einen Blog zu starten ist ein großes – und manchmal auch etwas beängstigendes – Projekt. Und ich möchte auch nicht behaupten, dass es mich nicht auch schon so einige Male Nerven gekostet hat. Vor allem am Anfang. Aber es hat sich mehr als gelohnt.

Wenn du heute noch all deinen Mut zusammen nimmst und den ersten (oder nächsten) Schritt machst, kannst du in einem Jahr (oder vielleicht auch schon etwas früher) behaupten:

  • dass du deine Angst besiegt und es einfach getan hast.
  • dass du immer besser geworden bist im Schreiben und es dir jetzt sogar Spaß macht (oder dass du es ausgelagert hast)
  • dass Kunden von alleine auf dich zukommen
  • dass Kunden dir schon vor dem ersten Gespräch voll vertrauen und gerne bei dir kaufen / buchen

Fun Fact ?: Ich höre in meinen Erstgesprächen von meinen Kunden oft, dass sie das Gefühl haben mich schon zu kennen, weil sie so viele meiner Texte gelesen haben.

  • dass du dich traust dich und dein Wissen zu zeigen
  • dass du dir eine Community mit interessierten Vielleicht-bald-Kunden aufgebaut hast (ok, hierfür brauchst du noch einen Newsletter)
  • dass du langsam, aber sicher auch bei Google in den Rankings auftauchst

Stell dir das mal vor: Dein Text bei Google auf Platz 1!

  • dass du unabhängig von Social Mega Algorithmen bist
  • dass du als Koryphäe für dein Gebiet angesehen wirst und Leute dich erwähnen als “Ach, das ist doch die (setze hier deine Expertise ein)-Expertin!”

Na, klingt das nicht nach etwas, für das es sich lohnt loszugehen und die eigene Komfortzone zu verlassen?

Dann fang jetzt an. Ich weiß, dass du es schaffst.

Und um es ein bisschen leichter zu machen, habe ich etwas für dich: Damit du weißt, wo du anfangen sollst, habe ich dir meinen Blog-Fahrplan erstellt. Melde dich einfach für meinen Newsletter an und du bekommst ihn als Geschenk zugeschickt.

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