Individualität ist dein stärkstes Verkaufsargument

7 Gründe, warum dein Online-Marketing individuell sein muss

Marketing ist individuell – war es schon immer und wird es auch immer sein. Auch in Zeiten von künstlicher Intelligenz und Automatisierung bleibt die Individualität. Um sich abzuheben. Um herauszustechen. Um unverwechselbar zu sein.

Aber wie sieht die Realität aus?

Da gibt es Anbieter, die mit Homepage-Baukästen Websites von der Stange verkaufen.

Man muss schließlich eine Website haben. Und übrigens auch auf Instagram aktiv sein. Und nicht zu vergessen: E-Mail-Marketing (Ist das jetzt eigentlich tot oder nicht??). Und die Texte…Marketingsprech vom Feinsten! Ob das jetzt Unternehmen 1, 2 oder 3 ist? Keine Ahnung! Es würde gar nicht auffallen, wenn man die Namen austauschen würde.

Individualitätslevel gleich null. Oder noch darunter. Manchmal habe ich das Gefühl ein riesiges Monster namens Einheitsbrei verschlingt nach und nach alles und jeden. Weil jeder eben das macht, was alle machen.

Zur Krönung des Ganzen bietet manch eine(r) jetzt sogar schon komplett vorgefertigte Funnel an – vom ersten Kennenlernen bis zum Kauf dieselben Texte bei hunderten Unternehmen. Glaubst du, dass du damit erfolgreich wirst?

Ich sage NEIN! Du musst du sein. Und das auch zeigen. Mit den Mitteln arbeiten, die du hast – ohne Überforderung.

Warum?

Ich zeige es dir.

1. Du hast eine eigene Persönlichkeit

Lass uns ganz ehrlich sein: Du wirst nicht die einzige sein, die dein Produkt oder deine Dienstleistung verkauft. Die anderen sind vielleicht auch schon viel länger im Geschäft und total erfolgreich. Wie willst du dich dagegen behaupten?

Mit deiner Persönlichkeit.

Du hast deine eigene Geschichte, deine Art zu schreiben, zu beraten oder zu verkaufen. Das macht dich aus. Deshalb musst du genau das auch deinen (potentiellen) Kunden zeigen.

Gib deinen Kunden die Chance dich kennenzulernen und sich mit dir auf einer emotionalen Ebene zu verbinden. Oder kaufst du lieber von Fremden als von Freunden?

Als kleinen „Beweis“: Ich habe schon Anfragen bekommen, weil jemand meine Über-Mich-Seite gelesen hat und sich selber darin wiedergefunden hat.

„Verliere ich damit nicht potentielle Kunden?“

Ja, wahrscheinlich, denn Persönlichkeit ist etwas sehr Individuelles. Wenn dich das beunruhigt, stell dir aber drei Fragen:

  • Willst du wirklich Kunden haben, die mit deiner Persönlichkeit nicht klarkommen?
  • Wenn du „alle“ ansprechen willst, sprichst du dann überhaupt jemanden an?
  • Entscheidet bei dir nicht auch das Gefühl beim Kaufen mit?

Ziemlich eindeutig, oder?

2. Du musst dich mit deinem Online-Marketing wohlfühlen

Klar kannst dir eine Website erstellen, ein Pinterest-Profil, ein Instagram-Profil, usw. Aber fühlt sich das für dich richtig an?

Bist du bereit auf Instagram immer wieder dein Gesicht zu zeigen und Storys zu machen? Gefällt dir der Gedanke bei Pinterest 30 Pins am Tag posten zu müssen? Oder ist dir eine Website vielleicht einfach zu statisch?

Jeder Kanal hat seine eigenen Besonderheiten. Das ist gut so, weil wir so viele Facetten unserer Unternehmen zeigen können. Aber es ist okay, wenn du entscheidest, dass manche Kanäle einfach nichts für dich sind. Damit solltest du dich auseinandersetzen BEVOR du anfängst.

Auch ich kann hier auf meinem Blog nur Empfehlungen geben und dir zeigen, welche Möglichkeiten du im Online-Marketing hast. Deine Aufgabe ist es dann in dich hineinzuhorchen und herauszufinden, ob das zu deinem Unternehmen und zu dir passt. Denn wenn du dich nicht wohlfühlst, werden deine Nutzer das spüren – und damit sammelst du keine Pluspunkte.

Kleine Anmerkung: Bitte versteh das jetzt nicht falsch und nutze die Wohlfühl-Thematik, um dich in deinem Schneckenhaus zu verkriechen. Dieser Punkt ist kein Freifahrtsschein einfach gar nichts mehr zu machen. Du musst nur nicht ALLES machen.

3. Du bist (noch) nicht wie die ganz Großen

Das ist gar nichts Negatives – sondern einfach ein Fakt. Vielleicht möchtest du auch gar nicht so groß werden. Weil es dir wichtiger ist deine ganze Kraft und Energie für deine erlesenen Kunden zu nutzen. Dir in deiner Community einen guten Ruf aufbauen. Und damit gutes Geld zu verdienen. Das ist ein tolles Ziel und weder ambitionslos, noch feige.

Die, die heute ganz groß sind, haben meist schon sehr früh angefangen und gehörten zu den Pionieren der ersten Stunde. Sie haben sehr, sehr viel Aufbauarbeit geleistet und sind mehr als einmal auf die Schnauze gefallen. Dank ihnen wissen wir heute so gut, was im Online-Marketing funktioniert und was nicht. Sie verdienen deshalb auch ihre besondere Stellung.

Das verschafft ihnen aber auch einige Vorteile:

  • Ihre Bekanntheit ist schon sehr groß
  • Sie kennen sich mit den einzelnen Kanälen unglaublich gut aus
  • Sie haben ein großes Online-Marketing Netzwerk
  • Sie haben entsprechende Budgets, um auch mal ein bisschen auszuprobieren

Damit stehen sie an einer ganz anderen Stelle als du.

Hol dir deshalb Inspiration bei ihnen: schau Videos, höre Podcasts oder lies Blogartikel. Übernimm dann aber nicht alles stumpf, sondern überlege, ob die Ideen zu dir uns deinem Unternehmen passen bzw. wie du sie für dich abwandeln kannst.

4. Du hast deine ganz individuelle Zielgruppe…

Für viele Unternehmer funktioniert Instagram. Für dich aber vielleicht nicht. Wenn deine Zielgruppe den Kanal nämlich nicht nutzt, bringt dir das tollste Profil nichts – denn es wird sich niemand anschauen. Zumindest niemand, der potentiell dein Kunde wird.

Es ist wichtig, dass du so viel wie möglich über deine Zielgruppe erfährst:

  • Auf welchen Kanälen ist sie aktiv?
  • Wie möchte sie angesprochen werden?
  • Welche Probleme haben sie, die du lösen kannst?
  • Was hat sie für Motivationen?

Wenn du weißt, mit wem du es zu tun hast, kannst du darauf deine Kanäle und Inhalte aufbauen. Am besten arbeitest du hier mit User Personas. Wenn man sich einen Wunschkunden bildlich vorstellt, fällt es oft leider zu entscheiden, was passt und was nicht.

5. … und deine persönlichen Ziele

Jeder Mensch hat andere Ziele, einen anderen Ansporn. Das ist gut, wirkt sich aber auch auf dein Online-Marketing aus.

Denn ob du jetzt 1.000 Kunden haben möchtest oder nur fünf macht einen großen Unterschied. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung und haben natürlich auch viel mit der Preisgestaltung deines Produkts oder deiner Dienstleistung zu tun.

Vielleicht braucht dein Kunde dich auch nur einmal im Leben. Da funktionieren andere Maßnahmen als wenn du deine Kunden möglichst lebenslang halten willst (Stichwort Community-Aufbau).

Definiere also, wenn du es noch nicht gemacht hast, deine Ziele. Also das, was du erreichen möchtest. Daraus leitest du dann Maßnahmen, die auf dieses Ziel einzahlen.

6. Dein Tag hat auch nur 24 Stunden

Marketing ist wahrscheinlich nicht deine einzige Tätigkeit, sondern nur Mittel zum Zweck, um deine eigenen Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Vielleicht kannst du in der Woche nur zwei Stunden für die Online-Marketing freiräumen. Vielleicht auch vier. Oder mehr.

Um Klartext zu reden: In zwei oder vier Stunden wirst du nicht Blogpost, Podcast, Instagram und Pinterest erledigen können – zumindest nicht so, dass es dir wirklich was bringt.

Und auch, wenn man es immer wieder hört: Social Media macht sich nicht so nebenbei. Instagram fordert regelmäßige Posts (mind. drei pro Woche), Pinterest schenkt dir ohne Regelmäßigkeit keine Reichweite (hier sind es sogar mind. 10 Pins pro Tag). Und gerade auf Facebook musst du dir wirklich was einfallen lassen, um da noch richtig was zu reißen.

Deshalb sind deine Zielgruppe und deine Ziele so wichtig: So kannst du Prioritäten setzen. Welche Kanäle sind wichtig und welche nicht? Auf denen, die FÜR DICH wichtig sind, bietest du deinen allerbesten Content garniert mit einer Extraportion Persönlichkeit an. Und wenn das am Anfang nur ein Kanal ist, ist das so. Lieber einen richtig als viele so halb.

Denn gerade, wenn du nur wenig Zeit hast, ist es besonders wichtig, dass du die „richtigen“ Kanäle bespielst, also die, die zu deiner Strategie passen.

7. Ein bisschen Spaß muss sein

Du musst dich nicht nur mit deinem Online-Marketing wohlfühlen, es sollte dir auch Spaß machen. Wie sang schon Roberto Blanco: „Ein bisschen Spaß muss sein, dann kommt das Glück von ganz allein“. Tausche einfach „Glück“ durch „Erfolg“ aus.

Wenn es dir einfach keinen Spaß macht Blogposts zu schreiben oder Pinterest-Pins zu erstellen, dann lass es. Denn 1. wird dein spaßbefreiter Content wahrscheinlich nicht von oberster Güte sein und 2. wirst du relativ schnell genervt sein und die Aufgaben nur noch unter (eigenem) Zwang – oder dann irgendwann gar nicht mehr – machen.

Finde also den Teil des Online-Marketings, der dir Spaß macht. Ich hab hier nochmal ein paar Ideen für dich:

  • Einen Blog schreiben
  • Podcasts aufnehmen
  • Community-Aufbau auf Instagram
  • Community-Aufbau mit Facebook (Gruppen)
  • Reichweite boosten mit Pinterest
  • Videos hochladen auf YouTube
  • In direkten Kontakt treten via Messenger (z.B. WhatsApp)
  • (Live-) Webinare halten
  • Über Influencer Werbung machen

Die Liste ist sicher noch nicht vollständig und du hast bestimmt auch schon eine Idee, was dir Spaß macht. Probier sie unbedingt einfach aus. Im schlimmsten Fall sagst du im Nachhinein „kann man machen, muss ICH aber nicht“. Lesson learned. Aber du kannst dir nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben.

Und wie schaff ich das?

Sei authentisch – ein Buzzword der heutigen Zeit. So abgedroschen es aber auch klingt: Du musst zu deinen (potentiellen) Kunden eine Verbindung aufbauen.

Wir alle wollen uns nicht mit gesichtslosen Robotern beschäftigen, sondern mit Menschen. Also lass uns ein kleines bisschen hinter deine Kulissen blicken. Der perfekte Platz dafür ist deine „Über mich“-Seite. Erzähl uns, wie du zu der Person geworden bist, die jetzt mit uns spricht. Was hattest du für Herausforderungen und was ist deine Motivation für dein Business?

Persönlichkeit zeigen geht aber nicht nur auf der Website: Erzähl im Newsletter eine kleine Anekdote (natürlich nur, wenn sie thematisch passt), gib deiner Community auf Social Media einen Einblick in deine Arbeit oder stelle dich im Podcast einfach mal vor.

Am Anfang kommen da Zweifel und Ängste: Wen interessiert das eigentlich? Ist mein Werdegang wirklich erwähnenswert? Was, wenn jemand lacht?

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Mach es einfach. Die ersten Male ist es schwierig, aber du wirst schnell sehen, dass es sich lohnt.

2 Gedanken zu „7 Gründe, warum dein Online-Marketing individuell sein muss

  1. Mir gefällt dein Artikel über Online-Marketing muss individuell sein. Ich kann vieles nur bestätigen. Es nervt, das viele Online Marketer da draußen vorfertige Sales Funnels und ganze Business Systeme zum Verkauf bieten., die Anfänger 1 zu 1 nach machen. Dann wundern sie sich, warum es nicht funktioniert. Ich wusste gleich, als ich mit meinem Business gestartet habe, dass ich mich von der Masse abheben will und ein Alleinstellungsmerkmal wichtig ist. Anfang machte es mir richtig Spaß, mehr über Online Marketing zu lernen, aber ich hatte das Gefühl, dass es den meisten wirklich nur ums Verkaufen ging. Deshalb möchte in mancher Hinsicht gar nicht wie die ganz Großen sein. Jeder individuell und muss herausfinden, was am besten für ihn passt.

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar, Cordula. Du triffst den Nagel auf den Kopf. Deine Erfahrungen machen sicher vielen anderen Mut!

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