Um Pinterest Analytics hast du bisher einen großen Bogen gemacht? Ich zeige dir, wie du selbst als Mathe-Niete die Zahlen ganz einfach nutzt.

Wie du mit den Pinterest Analytics deine Pins optimierst

Stell dir mal vor, du wärst Konditor/in und würdest im Akkord Kuchen und Torten backen. Würdest du sie dann einfach aus dem Ofen holen und in den Verkauf geben ohne zu prüfen, ob sie auch wirklich gar sind?

Ne, oder? Warum nutzt du dann also deine Pinterest Analytics noch nicht?

Ich weiß schon: Das ist dir alles zu kompliziert und Mathe war eh noch nie deine Stärke.

Dann habe ich eine tolle Nachricht für dich: Analytics sind gar nicht schwer – und ein Mathe-Genie musst du schonmal gar nicht sein.

Wenn du dich aber weiterhin dagegen sträubst den Zahlen wenigstens eine Chance zu geben, verschenkst du wertvolles Potential. Klickrate, Impressionen & Co. geben dir wertvolle Hinweise, um deine Content-Strategie zur Perfektion zu bringen.

Das bedeutet im Klartext: Wenn du die Analytics nutzt, bekommst du mehr Reichweite, Repins und Klicks – und damit (wenn der Rest passt) mehr Kunden und mehr Umsatz.

Na, wie klingt das? Bereit dem Ganzen doch mal eine Chance zu geben? Dann los. Ich gehe mit dir jetzt alles durch und erkläre all die bösen Fachbegriffe. Und wer weiß – vielleicht werden du und die Zahlen ja noch dicke Freunde.

Wo finde ich die Pinterest Analytics?

Starten wir mal ganz einfach. Damit du die Pinterest Analytics nutzen kannst, musst du sie erst einmal finden. Das klappt nur, wenn du ein Business-Profil hast. Falls du das noch nicht hast und Pinterest dein Business (und damit meine ich auch Blogs und Herzensprojekte) pushen soll, solltest du am besten wechseln.

Deine Analytics findest du in der Desktop-Version oben links im Tab „Analytics“.

Pinterest Analytics

Die Analytics unterteilen sich in drei Bereiche: Übersicht – Audience Insights – Conversion Insights (Beta) Videos Trends (Beta – bisher nur für USA).

Auch in der App kannst du einen Blick in die Analytics werfen. Dafür gehst du auf dein Profil und klickst oben auf der „Balken“-Symbol und wählst da „Analytics“.

Was sehe ich in den Analytics?

Fangen wir mal mit dem ersten Bereich „Übersicht“ an. Hier landest du direkt im Dashboard und siehst alle Daten auf einen Blick. Das kann auf den ersten Blick ein bisschen erschlagen, ist aber gut für einen ersten Überblick.

In den Pinterest Analytics siehst so genau, welche Pins funktionieren und welche nicht

Das große Ganze bringt dir aber noch nicht so viel. Deshalb filterst du die Daten am besten, um noch bessere Einblicke zu bekommen. Dafür stehen dir sechs Filter zur Verfügungen.

  • Datumsbereich: Wenn du regelmäßig in deine Analytics guckst, willst du meist nur einen bestimmten Zeitpunkt angucken. Pinterest schlägt dir schon ein paar Zeiträume vor. Du kannst aber auch deinen eigenen Zeitpunkt wählen. Ich stelle hier meistens 7 oder 30 Tage ein.
  • Inhaltstyp: Dieser Filter ist nur interessant, wenn du Anzeigen auf Pinterest schaltest. Du kannst hier zwischen organischen und Promoted Pins wählen.
  • Verifiziertes Konto: Wenn du neben deiner Website noch Instagram, YouTube und/oder Etsy verknüpft hast, kannst du die Performance für die einzelnen Kanäle sehen.
  • Gerät: Was glaubst du: Werden deine Pins mehr mobil oder am Desktop gesehen? Diese Info kannst du hier sehen. Wenn du siehst, dass du viele Zugriffe über mobil hast, ist das für dich ein Indiz, dass deine Website unbedingt mobil optimiert sein sollte.
  • Quelle: Dieser Filter ist besonders wichtig, denn du kannst hier zwischen deinen eigenen und fremden Pins unterscheiden.
  • Format: Pinterest bietet mittlerweile viele verschiedene Formate an, die du nutzen solltest. Hier kannst du sehen, welche davon am besten ankommen.
  • Daten: Hier kannst du auswählen, ob von dir gemerkte, fremde Pins mit in die Analyse mit einbezogen werden sollen.

Sobald du an einem Filter etwas verstellst, ändert sich auch der Graph auf der rechten Seite. Das ist der Bereich, wo die Magie passiert und wo du deine Daten siehst.

Was sagen mir die Zahlen?

Jetzt geht es ans Eingemachte, an die Zahlen. Wir gehen die einzelnen Kennzahlen Schritt für Schritt durch. Sicher sind nicht alle relevant für dich, aber du solltest sie kennen, um darüber entscheiden zu können.

In den Pinterest Analytics kannst du verschiedene Kennzahlen wie Impressionen, Klicks auf Links und ausgehende Klicks für deine eigenen und fremden Pins analysieren.

Fragst du dich jetzt, wie du da überhaupt irgendwas entscheiden kannst?

Bevor du in die Zahlenwelt so richtig einsteigst, musst du erst einmal wissen, was dein Ziel ist. Also was du mit Pinterest erreichen willst. Typischerweise ist das entweder Website-Traffic oder Bekanntheit. Denke das vor dem Start mal komplett durch: Was soll nach dem Klick auf deinen Pin passieren?

Ein Beispiel wäre der Klick auf einen Blogpost und von dort die Anmeldung zum Newsletter.

Monatliche Aufrufe

Bevor du in den Analytics gelandet bist, bist du sicher schon über eine Kennzahl gestolpert: die monatlichen Aufrufe. Sie wird oft in den Vordergrund gestellt, weil man sie immer so schön im Profil sieht. Sie zeigt dir an, wie viele Nutzer:innen deine Pins potentiell gesehen haben (z.B. in Suchergebnissen) – und sie kann als einzige Kennzahl auch von deinen Mitbewerber:innen & Co. gesehen werden.

Lange war diese Zahl sehr wenig aussagekräftig, weil hier auch fremde Pins mit einbezogen wurden (hieß dann damals noch monatliche Betrachter). Mittlerweile dreht es sich hier nur noch um deine eigenen Pins. Die Zahl gibt also einen guten ersten Eindruck wie gut dein Pinterest Marketing funktioniert.

Impressionen

Impressionen geben an wie oft deine Pins von anderen Nutzer:innen gesehen wurden. Eine Impression entspricht einem View bzw. einer Ansicht.

Die User können gleich an mehreren Stellen mit deinen Pins in Berührung kommen:

  • Im Homefeed
  • Im Today-Feed (wenn du da gefeatured wirst)
  • In den Suchergebnissen
  • Auf deinen Pinnwänden
  • Auf den Pinnwänden anderer

Viele Impressionen bedeuten viel Reichweite. Allerdings heißt das auch nicht automatisch viele Klicks oder Repins. Sie sind aber ein Indiz dafür, dass du die richtigen Keywords in deinen Pin-Beschreibungen hast – sonst würden deine Pins nicht so oft angezeigt werden.

Interaktionen

Interaktionen ist der Sammelbegriff für alle Aktionen, die andere Nutzer:innen mit deinen Pins machen können: Klicks auf Pins, ausgehende Klicks und „Merken“-Aktionen. Diese Kennzahl gibt dir Hinweise darauf, wie interessant deine Pins sind. Eine hohe Interaktion bedeutet, dass dein Pin Design und / oder der Text auf deinem Pin (das sogenannte Text-Overlay) deine Nutzer:innen sehr ansprechen.

Die Interaktionen lassen sich aber noch genauer analysieren.

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Interaktionen

Interaktionen ist der Sammelbegriff für alle Aktionen, die andere Nutzer:innen mit deinen Pins machen können: Klicks auf Pins, ausgehende Klicks und „Merken“-Aktionen. Diese Kennzahl gibt dir Hinweise darauf, wie interessant deine Pins sind. Eine hohe Interaktion bedeutet, dass dein Pin Design und / oder der Text auf deinem Pin (das sogenannte Text-Overlay) deine Nutzer:innen sehr ansprechen.

Die Interaktionen lassen sich aber noch genauer analysieren.

Klicks auf Pins

Wenn deine Nutzer:innen auf deine Pins klicken, möchten sie sie sich genauer angucken. Du hast ihre Aufmerksamkeit auf deine Pin-Grafik gezogen und er/sie will mehr wissen.

Viele Klicks auf Pins zeigen dir, dass deine Visuals für deine Zielgruppe gut funktionieren.

Ausgehende Klicks

Klicks sind die Königsdisziplin: Der Pin war so interessant, dass der Nutzer darauf geklickt hat und die Pin-Beschreibung hat ihn endgültig davon überzeugt auf den Link zu klicken. Wenn es richtig gut läuft, weckst du sogar schon auf der Übersichtsseite so viel Interesse, dass der Nutzer direkt von da auf deinen Link klickt.

Viele Klicks bedeuten viel Traffic und viel Traffic bedeutet in der Regel viel Umsatz oder viele Kund:innen (es sei denn, du machst auf deiner Website zu viel falsch). Deshalb ist diese Kennzahl ganz besonders wichtig.

„Merken“-Aktionen

Wenn deine Pins gemerkt werden, hast du ziemlich viel richtig gemacht. Ich würde diese Kennzahl auf Platz 2 stellen, was die Wichtigkeit angeht.

Repins zeigen, dass deine Pins (be)merkenswert und besonders interessant sind. Je öfter dein Pin gemerkt wird, desto mehr Nutzer:innen sehen ihnen. Mit steigender Repins steigt also auch deine Reichweite.

Nicht jede Content-Art ist aber gleich teilenswert. So werden Infografiken oder Inspirations-Pin viel öfter geteilt als Content-Pins (z.B. zum Blogpost). Letztere sorgen eher für Klicks.

Relative Kennzahlen

Bei all diesen Kennzahlen bekommst du absolute Zahlen. Wenn ich dich jetzt frage, ob 10 Repins gut oder schlecht sind, was würdest du antworten?

Meine Antwort wäre: „Das kommt drauf an“. 10 Repins bei 30 Impressionen wären Bombe, 10 Repins bei 500.000 Impressionen dagegen unterirdisch. Deshalb gibt es alle absoluten Kennzahlen auch nochmal als Raten, bei denen die absoluten Zahlen durch die Impressionen geteilt werden:

  • Rate der Klicks auf Pins
  • Rate der ausgehenden Klicks
  • Rate der „Merken“-Aktionen

Besonders wichtig ist hier die Klickrate. Eine gute CTR (Click-Through-Rate oder einfach Klickrate) liegt bei 2-4 %. Unter 1% CTR zeigt dir, dass hier etwas ganz und gar nicht gelaufen ist.

Schmeiß jetzt aber nicht direkt alle Pins raus, die eine schlechte Klickrate haben. Wenn deinen Pin z.B. nur 10 Leute gesehen haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die CTR nicht so hoch ist. Gedanken solltest du dir erst ab 1.000 Impressionen machen.

Ob du lieber auf absolute oder relative Zahlen setzen solltest, hängt davon ab, was du sehen möchtest. Um dein Wachstum zu sehen sind meist absolute Werte besser, um beurteilen zu können wie gut deine Pins performen, helfen dir die Raten.

Zielgruppe

Neben den ganzen Zahlen zu deinen Pins findest du auch noch Daten zu deiner Zielgruppe, um zum Beispiel deren Entwicklung nachvollziehen zu können. Dafür hast du vier Parameter:

  • Gesamte Zielgruppe
  • Interagierende Zielgruppe
  • Gesamte Zielgruppe pro Monat
  • Monatlich engagierte Zielgruppe

Für alle diese Kennzahlen kannst du dir über „Teilung nach“ auch für die verschiedenen Filter aufspalten lassen. So kannst du zum Beispiel auf einen Blick sehen, ob deine Impressions von deinen eigenen Pins oder von fremden kommen.

Um deine Daten in den Pinterest Analytics genauer zu analysieren kannst du sie mit verschiedenen Filtern noch weiter analysieren.

Gerade wenn eine deine eigenen Pins nicht so gut laufen, solltest du einen intensiveren Blick auf die fremden Pins werfen – denn die scheinen irgendwas anders bzw. besser zu machen. Versuche also auch ruhig mal bei deinen Mitbewerbern Erfolgsmuster zu suchen und übernehme deine Erkenntnisse dann für deine eigenen Pins.

Top Pins

Die Top Pins sind – wie der Name schon sagt – deine besten Pins im gewählten Zeitraum. Diese Übersicht ist super, um Erfolgsmuster zu suchen. Dabei kannst du dir deine Top Pins nach verschiedenen Metriken sortieren:

  • Impressions
  • Interaktionen
  • Klick auf Links
  • Ausgehende Klicks
  • „Merken“-Aktionen

Ist dein Ziel viel Traffic auf deine Website zu bekommen, solltest du vor allem bei Klick auf Links gucken.

Achte dabei auf deine Filtereinstellungen, denn die gelten auch für die Top-Pins. Sonst verfälschst du deine Daten.

In den Pinterest Analytics siehst du genau, welche Pinnwände am erfolgreichsten sind.

Was sind die Audience Insights?

Deine Zielgruppe ist erst einmal eine große Unbekannte. Klar hast du dir Gedanken gemacht, wen du erreichen möchtest, aber die große Frage ist: Tust du das auch? Sprichst du die richtigen Nutzer:innen an oder hast du an manche Zielgruppen vielleicht noch gar nicht gedacht?

Antworten auf diese Fragen bekommst du in den Audience Insights. Hier kannst du deine Zielgruppe besser kennenlernen.

Der Audience-Bereich gliedert sich in drei Bereiche:

  • Deine Zielgruppe
  • Deine interagierende Zielgruppe
  • Alle Pinterest-Nutzer

Damit bekommst du einen ziemlich guten Eindruck wie deine Zielgruppe – auch im Vergleich zum Rest – tickt.

Die Daten beziehen sich immer auf die letzten 30 Tage. Das heißt im Klartext: Die Audience Insights sind absolut dynamisch und ändern sich immer wieder.

Mithilfe der Zahlen kannst du dann deine Zielgruppe (und alle Pinterest-Nutzer:innen) nackig machen:

  • Wie alt sind sie?
  • Sind es eher Männer oder Frauen?
  • Woher kommen sie (allerdings nur nach Ländern sortiert)?
  • Welche Geräte nutzen sie?

Mit diesen demografischen Daten bekommst du schon viele wichtige Infos. Fast noch wichtiger ist aber, wofür sich deine Nutzer:innen interessieren, denn so kannst du dir deinen „idealen Nutzer“ noch besser vorstellen und deine User Persona vervollständigen.

Pinterest Analytics - Audience Insights

Die Audience Insights geben dir viele Infos über deine Zielgruppe

Außerdem kannst du aus den Interessen Erkenntnisse für deinen weiteren Content ziehen. Vielleicht gibt es ja Themengebiete, auf die deine Nutzer voll abfahren, an die du noch gar nicht gedacht hast. Poste jetzt aber nicht querbeet, sondern schau, was zu dir passt.

Die Conversion-Insights (Beta)

Dieser Bereich ist nur für Onlineshop interessant. Wenn du Pinterest für deinen Blog nutzt, kannst du also ganz entspannt zum nächsten Punkt weiterscrollen.

Mit den Conversion-Insights bekommst du ein noch besseres Bild davon was nach dem Klick auf einen Pin auf deiner Website passiert. Eine Grundvoraussetzung, um hier Daten zu sehen, ist deshalb, dass du deinen Pinterest Tag eingerichtet hast. Wie du das machst zeige ich dir in meinem Artikel zum Werbeanzeigenkonto.

Wenn das erledigt ist, siehst du wie erfolgreich deine Produkte auf Pinterest waren. Du hast hier eine Vielzahl von sehr praktischen Kennzahlen, die dir helfen in Zukunft noch mehr Umsatz und Kunden zu generieren.

  • Umsatz: Wie viel Umsatz hast du durch deine Pins und Anzeigen gemacht?
  • Checkouts: Wie oft wurde der Warenkorb nach Klick auf deine Pins und Anzeigen abgeschlossen?
  • Durchschnittl. Bestellwert: Für wie viel kaufen Kund:innen, die über deine Pins und Anzeigen kamen, im Durchschnitt ein?
  • Käufer: Wie viele Käufer:innen hast du über deine Pins und Anzeigen akquiriert?
  • Seitenaufrufe: Wie viele Nutzer:innen sind über deine Pinterest-Inhalte auf deine Seite gekommen?
  • In den Warenkorb legen: Wie viele Nutzer:innen haben nachdem sie mit deinen Pins interagiert haben Produkte bei dir in den Warenkorb gelegt?

Zusätzlich hast du hier auch wieder die klassischen Kennzahlen „Impressionen“, „Klicks auf Pins“ und „Merken-Aktionen“.

Mit einem Klick auf das „+“ kannst du verschiedene Parameter miteinander vergleichen.

Wenn du in den Conversion Insights weiter runterscrollst, siehst du wie sich deine Nutzer:innen durch den Funnel bewegen. Du kannst hier sehen wie viele der Seitenbesucher:innen sich Produkte in den Warenkorb legen und wie viele von denen dann auch tatsächlich den Kauf abschließen.

Hast du zum Beispiel sehr viele Seitenbesucher, aber kaum Nutzer:innen, die sich Artikel in den Warenkorb legen, könnte es sein, dass deine Landingpage nicht zum Kaufen anregt bzw. der „Kaufen“-Button nicht auffällig genug ist. Klar ist aber auch, dass viele deiner Nutzer:innen (zumindest erst einmal) nur gucken werden.

Welche Daten sehe ich für Videos?

Dass es einen eigenes Video-Dashboard gibt zeigt, wie wichtig Videos für Pinterest sind. Der Bereich erinnert stark an den „Übersicht“-Bereich und bietet ähnliche Filter und Kennzahlen an. Deshalb werde ich hier auch nicht so tief ins Detail gehen.

Für Video-Pins hast du zusätzlich zu den Klassikern „Impressionen“, „Ausgehende Klicks“ und „Merken-Aktionen“ folgende Kennzahlen:

  • Videoaufrufe: Wie oft wurden deine Videos angesehen?
  • Durchschn. Wiedergabezeit: Wie lange wurde ein Video im Schnitt angeschaut?
  • Gesamtwiedergabezeit (in Minuten): Wie lang waren alle Videoaufrufe zusammen?
  • Wiedergabe zu 95%: Wie viele Videos wurden fast bis zum Ende angeguckt?
  • 10-sekündige Wiedergaben: Wie viele Videos wurden länger als 10 Sekunden angesehen?

Die Gesamtzahl der Videoaufrufe sind bei den statischen Pins mit Klick auf Pins vergleichbar. Die drei Kennzahlen „Durchschnittl. Wiedergabezeit“, „Wiedergabe zu 95 %“ und „10-sekündige Wiedergaben“ helfen dir herauszufinden, ob deine Videos wirklich interessant sind.

Sind diese drei Zahlen sehr niedrig, heißt das, dass sich kaum jemand deine Videos länger angeschaut haben. Probiere es dann vielleicht einfach mal mit kürzeren Videos oder versuch die Videos mit mehr Abwechslung spannend zu halten.

Pinterest Trends Tool (Beta)

Die Pinterest Trends sind noch neu in den Analytics und bisher nur in den USA, Kanada und in UK verfügbar.

Ich hoffe, dass dieses Analyse-Tool bald auch in Deutschland ausgespielt wird, denn es ist super-praktisch für deine Planung – und vor allem für saisonalen Content.

Du kannst darin sehen, wann deine Keywords besonders stark nachgefragt werden und weißt so, wann du dich beim Pinnen auf welchen Content konzentrieren solltest.

Mit Pinterest Trends siehst du wann deine Keywords besonders nachgefragt werden

Im Beispiel habe ich die Keywords „christmas decor ideas“ und „wedding dresses“ verglichen. Bei der blauen Linie sieht man ein ganz klares Hoch im November. Nach Weihnachten wird gar nicht mehr nach Deko-Ideen gesucht. Das überrascht auch nicht, oder? Nach Hochzeitskleidern hingegen wird das ganze Jahr gesucht. Kurz nach dem Jahreswechsel steigen die Anfragen. Scheinbar gibt es zu Weihnachten / Silvester in den USA viele Heiratsanträge.

Zu den Zeiten, in denen die Suchanfragen besonders hoch sind, solltest du ordentlich Pins teilen.

Wie optimiere ich meine Pins?

Nachdem du dich durch deine Zahlen gearbeitet hast, geht es einen Schritt weiter: Du nutzt die Ergebnisse, um deine Pins noch besser zu machen.

Im ersten Schritt sammelst du dafür alle Pins, die besonders gut funktionieren. Hier solltest du vor allem nach deinen Zielen (Traffic oder Bekanntheit) gucken. Mein Tipp: Speicher dir Screenshots der Pins inkl. Pin-Beschreibung in einer PowerPoint-, Word- oder Excel-Datei oder in jedem anderen Tool, das für dich passt, ab. So hast du alle Traffic-Bringer auf einen Blick.

Wenn du dir jetzt deine guten Pins anguckst, schaltest du dein Gehirn auf Detektiv-Modus: Gibt es bestimmte Muster, die alle guten Pins gemeinsam haben?

Das kann zum Beispiel ein ähnliches Design sein oder ein bestimmtes Wording.

Diese Erkenntnisse nutzt du dann für deine zukünftigen Pins.

  • Ein Design kam besonders gut? > Erstelle weitere ähnliche Designs.
  • Ein CtA hat besonders gut funktioniert? > Nutze den oft.
  • Ein Blogpost hat besonders viele Klicks bekommen? > Erstelle mehr Pins zu dem Beitrag.

Du kannst aber auch deine bestehenden Pins verbessern. Wen ein Pin z.B. eine hohe CTR, aber nur wenig Reichweite hast, solltest du ihn auf mehr Impressionen optimieren. Das schaffst du, indem du die Pin-Beschreibung mit den richtigen Keywords bestückst.

Dabei solltest du immer auch ein wenig deine Zielgruppe (die du jetzt ja besser kennengelernt hast) im Hinterkopf behalten. Am besten stellst du dir dafür deine User Persona (also ein typisches Beispiel deiner Zielgruppe) vor und fragst dich, ob die Pins ihm oder ihr gefallen könnten.

Die Pin-Optimierung ist hier aber nicht zu Ende. Auch deine neuen Pins wollen wieder analysiert werden, um noch weitere Potentiale aufzudecken.

Welche weiteren Analytics-Quellen gibt es?

Die Zahlen in Pinterest Analytics sind eine tolle Hilfe. Allerdings gibt es einen Satz, der ein wenig problematisch ist:

Die auf dieser Seite angegebenen Daten sind eine Schätzung.

Bedeutet im Klartext: Statt 5 Klicks kann ein Pin auch 10 bekommen haben oder nur einen. Niemand weiß genau, wo diese Schätzungen herkommen. Du solltest dich deshalb nicht auf die Zahlen versteifen und dir lieber nochmal eine zweite Meinung holen.

Das geht sehr gut über Google Analytics.

Fazit

Die Pinterest Analytics sind ein super Werkzeug, um deine Content-Strategie auf Pinterest zu optimieren und so noch erfolgreicher zu werden.

Bitte übertreibe es aber nicht: Die Analytics sollten nicht dein Fernsehprogramm ersetzen. Du brauchst weder stündlich, noch täglich reingucken. Die Performance schwankt eh immer mal ein bisschen, sodass tägliche Veränderungen nicht viel über deinen Erfolg aussagen.

Ich selbst gucke einmal pro Woche in meine Zahlen. Es reicht aber auch, es einmal pro Monat zu machen. So siehst du dann auch wirklich in welche Richtung sich das Ganze entwickelt.

Raste also nicht direkt aus, wenn deine Zahlen mal ein wenig nach unten gehen.

Falls du aber über längere Zeit eine sinkende Tendenz siehst, solltest du mal schauen, warum es gerade nicht funktioniert.

Manchmal gibt es übrigens noch eine besondere Erklärung für weniger Reichweite und Traffic: Das Sommerloch. Da schlecken die Menschen nämlich viel lieber Eis als auf Pinterest unterwegs zu sein.

7 Kommentare
  1. Jens
    Jens sagte:

    Hallo Carina,

    danke für die vielen Tipps zu Pinterest Analytics. Ich habe eine Frage:

    Ich hatte erst einen privaten Pinterest Account und habe dort schon etwas länger fleißig gepinnt. Jetzt habe ich dem privaten Profil, wie von dir beschrieben, ein Business-Konto hinzugefügt. Aber wie gehe ich jetzt weiter vor?

    Pinterest schlägt mir vor, meine Pinnwände in mein Unternehmenskonto zu kopieren. Mache ich danach mit dem Business-Profil weiter? Und was passiert dann mit den Pins und den Pinnwänden?

    Oder mache ich mit dem private Profil weiter und kann das auch mit Pinterest Analytics auswerten?

    Bin gerade ratlos, wie ich jetzt am besten weiter mache und habe Angst etwas falsch zu machen.

    Vielen Dank für dein Hilfe!

    Beste Grüße,

    Jens

    Antworten
    • Carina Hartmann
      Carina Hartmann sagte:

      Hallo Jens,

      vielen Dank für deine Nachricht. Dein weiteres Vorgehen hängt ganz davon ab, was dein Ziel ist. Sollen die bisherigen Pins mit auf dein Business Profil? Wenn ja, solltest du das private in ein Business Profil umwandeln und dir ein neues privates Profil anlegen. Die Analytics hast du nur auf dem Business Account.

      Schreib mir gerne eine Mail an info@carina-hartmann.de. Dann können wir uns dein Profil genauer anschauen.

      Antworten

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