Pinterest Story Pins richtig nutzen

So nutzt du Story Pins richtig – Anleitung, Ideen & Best Practices

UPDATE JUNI 2020: Ab dem 22.06.2020 sind Story Pins in Deutschland pausiert. Die Gründe dafür hat Pinterest nicht mitgeteilt. Ob und wie es weitergeht, bleibt abzuwarten. Abonniere jetzt meinen Newsletter, wenn du über die aktuellen Entwicklungen informiert werden möchtest.

„Und wenn sie nicht gestorben sind…“ ist der Inbegriff des Storytellings, also des Geschichtenerzählens. Wir Menschen – egal, ob jung oder alt – lieben Geschichten und lassen uns nur zu gerne in ihren Bann ziehen.

Auf Pinterest Geschichten zu erzählen war lange schwierig – bis zu dem Tag, an dem die Story Pins vorgestellt wurden. Wie der Name schon sagt, erzählen diese Pins echte Geschichten.

Wie genau das aussieht und wie du das neue (reichweitenstarke) Format nutzen kannst, schauen wir uns jetzt mal an.

Was sind Story Pins?

Story Pins sind das neuste Format in der Pinterest-Familie und bringen dir eine tolle Möglichkeit deine Ideen abseits von Standard und Video Pins zu teilen.

Statt wie bisher mit einem Bild bzw. einer Grafik überzeugen zu wollen, hast du bei Story Pins bis zu 20 Seiten Platz um deiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Du kannst Bilder, Grafiken und sogar Videos mischen und so ein multimediales Erlebnis deiner Produkte, Blogartikel & Co. bieten.

Jede einzelne Seite bekommt dabei ihren eigenen Titel, eine eigene Beschreibung und – wenn du möchtest – auch einen eigenen Link. Du bist also sehr flexibel und kannst viele Keywords platzieren.

Auch, wenn sich das Format im Feed kaum von Standard Pins unterscheidet, sehen Story Pins auf den zweiten Blick anders aus. Statt zu klicken, können wir hier swipen. Das sind wir von Instagram gewohnt, nicht aber von Pinterest. Das kann manchmal dazu führen, dass deine Nutzer die Pins nicht klicken. Frei nach dem Motto: Was ein Bauer nicht kennt, frisst er nicht.

Auch wenn die Bezeichnung ähnlich klingt, solltest du Story Pins nicht mit Instagram oder Facebook Stories verwechseln bzw. vermischen. Es geht hier nicht darum persönliche Einblicke zu geben, sondern längere Geschichten mit deinen Pins zu erzählen.

Pinterest Story Pins

Wofür sind Story Pins gut?

Story Pins haben zwei große Vorteile:

  1. Sie machen es dir einfacher komplexere Themen anzuteasern
  2. Du kannst gleich mehrere Links in einem Story Pin unterbringen

Du kannst Story Pins also wie eine Art Mini-Blog sehen – nur eben mit Fokus auf Bildern bzw. Grafiken. Das heißt für dich natürlich auch, dass du noch mehr Mehrwert bieten kannst.

Damit kannst du deinen Nutzern die Umsetzung deiner Ideen erleichtern. Schließlich wollen sie nicht nur deine Pin sammeln, sondern sie auch ausprobieren. Dabei nimmst du deine Nutzer mit Story Pins an die Hand und zeigst ihnen jeden (noch so komplizierten) Schritt.

Story Pins helfen aber nicht nur deinen Nutzern, sondern auch dir. Dadurch, dass du auf jeder Seite deines Pins einen eigenen Link hinterlegen kannst, hast du die Möglichkeit auf mehrere deiner Webseiten zu verlinken und so deinen Traffic zu steigern.

Übertreibe es hier aber nicht – sonst könnte dein Pin schnell als Spam gewertet werden.

Klingt noch sehr theoretisch? Schauen wir uns doch mal an, wie das dann „in echt“ aussehen kann.

Beispiel 1: DIY-Anleitung

Du hast auf deinem Blog eine super Anleitung für den Mega-Trend Makramees geschrieben. Statt Standard Pins erstellst du daraus heute einen Story Pin. Das Coverbild zeigt das fertige Makramee mit einem überzeugenden Text-Overlay à la „In 6 einfachen Schritten zu deinem ersten Makramee“. Auf den folgenden Seiten zeigst du jeden einzelnen Schritt und beschreibst, was hier jeweils zu tun ist. Um noch besser zu zeigen, was du wie machst, kannst du auch Videos einbinden (die sich so ganz nebenbei) dann auch super zu einem Video Pin machen).

Deine Nutzer können sich Schritt für Schritt durcharbeiten. Wenn sie mehr Details oder Infos zu Produkten brauchen, klicken sie einfach auf den Link, den du in der Beschreibung hinterlegt hast.

Genauso gut lassen sich übrigens auch Rezepte als Story Pins darstellen. Die Vorgehensweise ist dieselbe.

Beispiel 2: Reisetipps

Du bist Reiseblogger? Dann sind Story Pins genau das richtige für dich. Du kannst hier nämlich aus den Vollen schöpfen und hast verschiedene Optionen:

Option 1: Du hast 6 super Tipps für Rom? Dann erstelle für jeden Tipp eine Seite in deinem Story Pin und verlinke für mehr Informationen auf den Blogartikel.

Option 2: Nur Tipps zu teilen ist dir noch nicht kreativ genug? Wie wäre es dann, wenn du aus deinem Blogartikel einen echten Reiseplan machst? So könntest du z.B. eine genaue Reiseroute für einen Tag in Rom zusammenstellen (sogar mit Zeiten).

Option 3: Okay, okay. Du bist Italien-Fan und hast nicht nur Blogartikel zu Rom, sondern auch zu Mailand, Parma, Florenz & Co.? Dann erstelle doch einen Story Pin „6 Ziele, die du in Italien gesehen haben musst“. Auf jeder Pin-Seite stellst du ein Ziel vor und verlinkst zu dem entsprechenden Blogartikel.

Mit diesen drei Optionen machst du deine Reiseberichte auf Pinterest gleich um einiges  spannender.

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Beispiel 3: Einrichtungsideen

Pastellfarben sind DER neue Einrichtungstrend und du zeigst auf deinem Blog schon mehrere Möglichkeiten das im eigenen Zuhause umzusetzen? Dann nutze die Bilder für einen Story Pin. Wie wäre es mit: „5 Ideen wie du Pastell in deinem Zuhause einsetzt“. Hier geht es nicht darum tatsächlich zu zeigen wie du ein Sofa kaufst oder eine Wand streichst, sondern um zu inspirieren (was ja zufällig das Hauptziel auf Pinterest ist).

Durch die verschiedenen Beispiele bekommen deine Nutzer ein besseres Gefühl für den Trend und eine Idee wie sie ihn bei sich zuhause umsetzen können. Für mehr Informationen zu den Möbelstücken & Co. verlinkst du auf deinen Blogartikel.

Beispiel 4: Produktvielfalt darstellen

Du verkaufst in deinem Onlineshop handgemachte Möbel, die jedes Zimmer aufpeppen? Wie gemacht für einen Story Pin! Zeige z.B. verschiedene Regale, die du anbietest und zu welchem Stil sie besonders gut passen. Oder mache es andersrum: Zeige alle Produkte aus deinem Shop, die zum Skandi-Stil passen.

Den Link nutzt du jeweils, um auf die Produktdetailseite zu verweisen.

Für diese Story Pins brauchst du das Rad nicht neu erfinden. Nutze einfach die Bilder, die du eh schon auf deiner Website hast und baue daraus eine Geschichte, eine Anleitung oder eine Übersicht.

Genau deshalb sind Story Pins auch super um deinen Content zu recyclen (wenn du z.B. gerade keine Zeit hast neue Blogartikel zu schreiben). Überlege, welche deiner vorhandenen Blogartikel du zusammenfassen könntest oder zu welcher du eine kleine Geschichte erzählen kannst (perfekt bei Anleitungen).

So gibt es für jede Branche die Möglichkeit coole Story Pins zu erstellen.

Wie sollte ein Story Pins aussehen?

Im Feed bzw. im Profil sieht dein Story Pin nicht viel anders aus als ein Standard Pin. Es gilt also das, was auch bei Standard Pins gilt:

  • Nutze hochwertige Bilder, Grafiken & Videos
  • Schaffe Wiedererkennungswert durch Farben, Symbole & Co.
  • Teasere das Thema mit einem Text-Overlay an

Wenn du klar machen möchtest, dass dein Pin eine längere Story erzählt, kannst du z.B. einen Pfeil in dein Coverbild einfügen. So wird gleich klar, dass da noch mehr kommt.

Besonders wichtig bei den Story Pins ist der Mehrwert. Anders als beim Standard Pin (wo du „nur“ Lust auf mehr auf deinem Blog machst), gehört der Mehrwert hier direkt in den Pin hinein. Erzähle also schon direkt im Story Pin die gesamte Story – du hast ja 20 Seiten Platz. Lass also keinen Schritt und keinen Link aus.

Füge jetzt aber nicht wahllos Links ein. Das Linkziel sollte auf jeden Fall zu deinem Pin-Inhalt passen. Dann darf aber jede Seite einen eigenen Link haben. Aber Achtung: Auf dem Coverbild sind Links nicht klickbar.

Natürlich solltest du auch die „technischen“ Empfehlungen nicht vergessen. Dein Story Pin kann zwischen zwei und 20 Seiten haben. Pinterest selbst spricht davon mindestens 5 Seiten zu nutzen. Bei weniger muss die Geschichte auch schon sehr, sehr kurz sein.

Da sich dein Story Pin über den ganzen Bildschirm streckt, passt das klassische Format hier nicht. Erstelle deine Pins lieber im Verhältnis 9:16. Die Empfehlung von Pinterest liegt bei mindestens 900 x 1600 px.

Wie erstelle ich Story Pins?

Perfekt, du bist jetzt bestens vorbereitet, um deinen Story Pin zu erstellen. Das kannst du sowohl am Desktop als auch am Handy machen.

Am Desktop geht das so:

  1. Klicke das rote Plus oben rechts und wähle „Story Pin erstellen“
Story Pin erstellen
  1. Wähle dein Coverbild aus und füge einen aussagekräftigen Titel hinzu
  2. Lade deine weiteren Seiten hoch und verfasse die Titel und Beschreibungen und füge die Links ein
  3. Teile deinen Pin
Pinterest Story Pin erstellen

Am Handy funktioniert es fast genauso – mit dem einzigen Unterschied, dass du auf dem grauen Plus unten in der Mitte startest.

Experten-Tipp: Story Pins stürzen während der Bearbeitung gerne mal ab und es geht nichts mehr. Da hilft nur noch neu laden. Allerdings ist dann auch alles weg, was du bisher geschrieben hast. Schreibe deine Texte deshalb z.B. in Word oder Evernote vor, um im Zweifel nicht immer wieder bei 0 anfangen zu müssen.

Die Basics auf einen Blick:

  • Dein Story Pin sollte mindestens die Auflösung 900 x 1600 px haben – besser ist 1200 x 1800 px.
  • Die Titel deines Story Pins dürfen max. 100 Zeichen haben, die Beschreibung sogar 500.
  • Du kannst Bilder bzw. Grafiken und Videos mischen, um für mehr Spannung zu sorgen.
  • Alle Texte sind SEO-relevant. Nutze also dir richtigen Keywords.

Wenn dir nach dem Veröffentlichen auffällt, dass sich irgendwo noch der Fehlerteufel eingeschlichen hast, kannst du den Text – außer beim Coverbild – noch anpassen.

Fazit

Story Pins sind eine tolle Möglichkeit deine Reichweite und den Traffic auf deine Website zu erhöhen und deinen Content noch spannender zu recyclen.

Lass deine Kreativität sprudeln und erstelle jetzt deinen ersten Pinterest Story Pin.

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