Social Media Planungstools

Social Media vorplanen – so geht’s automatisch

Endlich Urlaub! Gott, hast du lange darauf gewartet. Zwei Wochen Thailand [füge hier alternativ den Ort deines Traumurlaubs ein] nur für dich. Weit weg von Deutschland – und schon fünf Stunden weiter. Es sei dir gegönnt.

Was ist aber mit deinen Social Media Profilen? Zwei Wochen nicht zu posten kann deine Reichweite ziemlich in den Keller drücken. Bam. Bei dem Gedanken sitzt du kerzengerade auf deiner Sonnenliege. Das „P“ für Panik ist deutlich in deinen Augen lesbar.

Internet gibt es in Thailand natürlich überall, sodass du theoretisch posten könntest. Aber willst du das? Oder willst du lieber deinen Cocktail am Strand schlürfen? Ich tippe auf letzteres.

Hier kommt dein Rettungsanker: Plane deine Social Media Beiträge doch einfach vor.

Warum solltest du deine Posts vorplanen?

Selbst, wenn du nicht im Urlaub bist, ist immer mal wieder was: Hier ein Meeting, da ein Kundentermin und ach, da war auch noch dieses Netzwerk-Event. Ein freier Abend wäre auch mal wieder schön. Warum muss dieser verdammte optimale Postingzeitpunkt immer genau zu diesen Zeiten sein?

Aktualität ist ein wichtiger Rankingfaktor für die meisten Social Media Algorithmen, weshalb du die Zeit, in der deine Community online ist, voll nutzen solltest.

Das kann morgens um 07:30 Uhr sein, während du noch im Bett liegst. Mittags um 12 Uhr, wenn du gerade alle deine Kundengespräche abarbeitest. Oder abends um 20 Uhr, wenn du es dir auf dem Sofa bequem gemacht hast.

Ganz schön anstrengend.

Dank Planungstools bleibt dir das erspart.

Das ist aber noch nicht alles: Du sparst auch Zeit. Wenn du dich einmal die Woche hinsetzt und alle Posts am Stück vorbereitest, machst du viele Handgriffe eben auch nur einmal: deine Kamera zücken, deine Bilder bearbeiten, Texten, und so weiter. Klingt als würde man nur Sekunden sparen? Tatsächlich bringt es viel mehr, denn du kannst den Flow ausnutzen und dich auf eine Sache nach der anderen konzentrieren.

Außerdem behältst du durch das Scheduling leichter den roten Faden. Social Media verleiten – trotz Redaktionsplan – immer wieder zu Schnellschüssen. Ist dein Feed aber schon komplett durchgeplant, überlegst du dir dreimal, ob du daran wirklich nochmal etwas änderst. Schließlich soll z.B. bei Instagram dein Feed Design ja schön einheitlich bleiben.

Zwei weitere Vorteile sind, dass du alles am Laptop machen kannst statt auf deinem kleinen Smartphone-Display und dass du ohne Zeitdruck alles in Ruhe Korrektur lesen kannst.

Wie funktioniert Scheduling?

Scheduling Tools, also Tools zum Vorplanen deiner Social Media Posts gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Während du bei Facebook im Kanal selbst deine Beiträge einstellen und terminieren kannst, brauchst du bei allen anderen Plattformen Extra-Tools. Meine Empfehlung verrate ich dir natürlich auch noch.

Zunächst einmal unterscheiden wir zwischen zwei Arten von Scheduling Tools:

  • Die, die vollautomatisiert zu einem bestimmten Zeitpunkt posten
  • Die, die dir eine Push-Benachrichtigung auf’s Handy schicken, wenn dein Post fällig ist.

Praktischer ist natürlich die erste Variante, wobei du da – zumindest für Instagram – oft eine Verknüpfung zu deiner Facebook-Seite (die wiederum mit Instagram verknüpft sein musst) brauchst.

Das Prinzip ist aber bei beiden dasselbe: Du erstellst deinen Post an einem Tag und er wird an einem anderen, vorher festgelegten ausgespielt.


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Instagram-Planung mit Later

Meine Hauptplattform in den sozialen Medien ist Instagram. Am Anfang habe ich hier täglich gepostet, mittlerweile habe ich auf 3-5 Mal pro Woche reduziert. Mein optimaler Postingzeitpunkt liegt aber zu einer Zeit, in der ich nicht posten könnte. Deshalb plane ich alles mit Later vor.

Later ist in der Basisversion kostenlos. Du kannst damit 30 Posts / Monat planen, allerdings keine Videos und Galerien (das geht erst in der kostenpflichtigen Version – ab $ 7,50 / Monat). Um dir etwas Zeit zu sparen, kannst du Hashtags direkt in Later speichern und immer wieder schnell einfügen – gerade, wenn dein Content immer wieder ähnlich ist, ist das superpraktisch.

Was ich an Later besonders mag ist die Möglichkeit sowohl über den Laptop als auch über eine App zu planen. So hab ich meine Posts jederzeit griffbereit und kann noch etwas ändern. Die meisten meiner Fotos mache ich mit meinem Smartphone. Die bearbeite ich am Smartphone, lade sie in der App hoch und erstelle die Posts dann am Laptop. Für mich ist das der ideale Workflow. In der Pro-Version kannst du sogar deine Storys vorplanen.

Einfach registrieren und loslegen. Aber halt. Bevor du deine ersten Posts einplanst, solltest du noch dafür sorgen, dass du automatisch posten kannst. Das geht bei Later so:

  • Gehe am Desktop (wichtig!) in deinen Later Account.
  • Klicke auf „Settings“ und „Social Profiles and Groups“.
  • Gehe in die Gruppe, in der dein Instagram-Profil ist (wahrscheinlich hast du auch nur eine).
  • Klicke neben deinem Instagram-Profil auf „Connect Business Profile“.
  • Du wirst zu Facebook weitergeleitet und musst der Verknüpfung von Later mit Facebook zustimmen.

Um die Auto Publishing Funktion nutzen zu können, muss dein Instagram-Account mit einer Facebook Fanpage verknüpft sein, bei der du (mit derselben Mail-Adresse) Admin bist.

Schritt 1: Fotos, Grafiken und Videos hochladen

Nach der Anmeldung landest du direkt in deiner Medienbibliothek. Hier findest du alle Dateien, die du jemals hochgeladen hast.

Willst du weitere hinzufügen, kannst du sie ganz einfach per Drag & Drop in den Browser ziehen. So lädst du ruckzuck auch viele Bilder hoch.

Medien hochladen Later
Deine Medien kannst du ganz einfach per Drag & Drop hochladen

Übrigens: Wenn du noch auf der Suche nach einem richtig guten Grafik-Tool bist, lies dir auf jeden Fall meinen Blogpost zu Canva durch.

Schritt 2: Post erstellen

Sind alle Bilder hochgeladen und verarbeitet (das kann manchmal einen Moment dauern), kannst du mit dem eigentlichen Post anfangen. Klicke einfach auf das entsprechende Bild und dann auf „Create Post“.

Medienbibliothek Later
In der Medienbibliothek siehst du alle Medien auf einen Blick

Es öffnet sich eine Maske, in der du alle Funktionen hast, die es auch bei Instagram selbst gibt:

  • Du kannst einen Location Tag setzen
  • Du kannst andere Accounts markieren
  • Du kannst Emojis einfügen (das geht bei vielen anderen Tools nur bedeutend komplizierter)
  • Du kannst bei Videos das Titelbild aussuchen (nur in der Pro-Version)

Da es keine Rechtschreibprüfung gibt, schreibe ich meistens in Word vor und füge den Text hier nur ein. Auch meine Hashtags verwalte ich nicht direkt in Later, sondern schreib sie schon vorher mit in den Text. Weil man dabei aber schnell mal den Überblick verlieren kann, hilft Later dir: Wenn du zu viele Wörter und/oder zu viele Hashtags verwendet hast, gibt es eine Warnmeldung und du kannst den Post nicht mehr einplanen.

Posts erstellen in Later
In der Bearbeitungsmaske erstellst du deinen Instagram-Post

Du kannst in deiner Posting-Maske deine Bilder sogar noch bearbeiten und z.B. auf die richtige Größe zuschneiden. Ich empfehle dir aber, deine Bilder und Grafiken schon so hochzuladen, wie du sie auch posten möchtest.

Schritt 3: Veröffentlichungszeitpunkt wählen

Die gefällt dein Post? Dann kannst du ihn fest einplanen. Sind dein Instagram-Account und dein Later-Account mit Facebook verbunden, kannst du automatisiert posten lassen. Wenn nicht (und bei Galerie-Posts), bekommst du eine Push-Benachrichtigung aufs Handy.

Am besten wählst du einen Zeitpunkt, an dem viele deiner Follower aktiv sind. Wann das ist, erfährst du in deinen Instagram Insights.

Instagram Insights helfen dir den richtigen Zeitpunkt zu finden und helfen so beim Zeitmanagement
Insights zeigen dir, wann deine Community online ist

Jetzt noch auf „Save“ klicken und dein Post geht zu deinem perfekten Zeitpunkt (ganz) automatisch online. Later gibt dir auch immer eine kurze Rückmeldung, wenn dein Post veröffentlicht wurde – oder es Probleme gab.

Schritt 4: den Überblick behalten

Damit du jederzeit schauen kannst, wann eigentlich welcher Post online geht, zeigt Later dir alle Posts in der Wochen- und in der Monatsübersicht an.

Monatsübersicht Later
In der Monatsübersicht siehst du alle Posts auf einen Blick

Noch praktischer ist aber die Vorschau („Preview“). Hier siehst du nämlich wie dein Feed mit deinen geplanten Posts aussieht und du kannst noch einmal einen kritischen Blick darauf werfen, ob alles harmonisch ist und zueinander passt.

Posting-Übersicht Later
Unter „Preview“ siehst du die fertige Ansicht deines Feeds

Noch ein kleiner Pro-Tipp: Verbinde deinen Account auf jeden Fall mit Facebook, um vollautomatisch posten zu können. Falls du die Facebook-Seite nicht nutzen willst, kannst du sie einfach auf „unsichtbar“ setzen. Sollte das automatische Posten mal nicht mehr funktionieren, probier mal die Verknüpfung zwischen Later und Facebook zu aktualisieren.

Schritt 5: Deine Posts analysieren

Damit du weißt, welcher deiner Posts gut funktionieren und welche nicht, solltest du regelmäßig in deine Insights gucken. In Instagram ist das leider ein wenig umständlich, aber Later schafft auch hier Abhilfe.

Im Reiter „Analytics“ kannst du dir alle Kennzahlen zu deinem Account, deinen Posts und deinen Stories auf einen Blick anschauen und siehst so noch schneller, wo du dich noch verbessern kannst.

Analytics Later
Later bietet dir umfangreiche Analytics zu deinen Posts

Ein kleines Manko gibt es bei Later allerdings: Das Tool ist komplett auf Englisch. Meiner Meinung nach ist die ganze Erstellung aber sehr intuitiv, sodass du auch ohne Englisch-Studium klarkommst.

Welche weiteren Scheduling Tools gibt es?

Ich muss gestehen, dass Latedas erste Tool war, das ich getestet habe und ich bin so zufrieden, dass ich bisher noch nicht das Bedürfnis hatte, mich nach anderen umzusehen. Es gibt aber natürlich eine riesige Auswahl an Alternativen:

Für Instagram

  • Planoly
  • Preview
  • Iconosquare

Kanalübergreifend:

  • Hootsuite
  • Buffer

Und noch viiiiele mehr.

Such dir ein oder zwei aus und teste sie. Wenn du nicht zufrieden bist, kannst du – zumindest bei den kostenfreien Versionen – jederzeit easy-peasy wechseln. Aber auch kostenpflichtige Tools können meist monatlich gekündigt werden.

Wie Scheduling NICHT funktioniert

Scheduling Tools nehmen dir unglaublich viel Arbeit ab und helfen dir dabei mit deinen Social Media Account so richtig durchzustarten – ohne ständig online sein zu müssen. In den sozialen Medien ist es wichtig am Ball zu bleiben und das gelingt dank Vorplanung um einiges besser.

Planungstools sind aber nicht das Allheilmittel, das dir von heute auf morgen 50 neue Kunden beschafft. Selbst das teuerste Tool bringt dir nichts, wenn du keine oder eine schlechte Strategie hast.

Deshalb musst du erst einmal deine Hausaufgaben machen:

  • Überlege dir, wen du erreichen willst.
  • Positionier dich.
  • Lege Content-Kategorien bzw. Themen fest.
  • Erstelle einen Redaktionsplan.
  • Entwickle ein für dich passendes Feed Design.
  • Recherchiere Hashtags.

Wenn du diese Basics hast, helfen dir die Tools dabei deine Ziele zu erreichen während du nun doch endlich entspannt deinen Cocktail schlürfst.

2 Gedanken zu „Social Media vorplanen – so geht’s automatisch

  1. Hi, Carina!
    Danke vor allem für den letzten Punkt ;-). Hinzufügen möchte ich vielleicht noch, dass auch eingeplant werden sollte, zu REagieren. Denn nur posten und dann verschwinden bringt herzlich wenig. Gerade im Urlaub kann das eine Herausforderung sein … Ich habe mir im letzten Urlaub mit meinem Mann vereinbart, dass 1/2 Stunde nach dem Frühstück SocialMedia gehört. Hat gut geklappt!

    Sonnige Grüße,
    Claudia

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