Sommerloch auf Pinterest

Sommerloch auf Pinterest – Was du jetzt tun kannst

Die Sonne scheint. Die Temperaturen steigen. Die großen Ferien beginnen. Es ist ganz eindeutig Sommer – und da wartet es schon um die Ecke: das gefürchtete Sommerloch.

Statt stundenlang durch Pinterest zu scrollen und sich die neusten Trends, Tipps & Co. zu holen, genießen die meisten Menschen das gute Wetter und lassen das Smartphone links liegen.

Das Ergebnis: Deine Pinterest-Reichweite sinkt. Ist das jetzt für dich der Moment, um im Panik zu verfallen und schreiend im Kreis zu laufen?

Nein (auch, wenn die Vorstellung witzig ist). Dass im Sommer die Reichweite ein wenig zurückgeht, ist ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung. Statt dich verrückt zu machen, darfst du dich zurücklehnen, abwarten und Tee trinken.

Oder du nutzt die Zeit, um deinen Account mal wieder so richtig auf Vordermann zu bringen.

Ich habe heute 8 Tipps, was du während des Sommerlochs für dein Pinterest Marketing tun kannst.

Tipp #1: Gönn dir ein Eis

Kein Spaß. Du hast die letzten Wochen und Monate hart gearbeitet. Da darfst du es jetzt ein bisschen ruhiger angehen lassen. Nimm dir Zeit für deine Lieben, mach all die Dinge, die immer zu kurz kommen, sammle Energie für den Rest des Jahres.

Wir (und damit schließe ich mich ein) vergessen bei all der Leidenschaft für unser Business oder unseren Blog oft Pause zu machen. Unter dem Motto „höher, schneller, weiter“ geben wir ständig Vollgas.

Auf Dauer kann das schädlich sein (der Burn-Out lässt grüßen). Genau jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um ein bisschen Abstand von Pinterest zu gewinnen. Gerade als Coach, Berater & Co. wird es zwischen Sommerurlauben und Kinderbetreuung oft eh schwer deine Zielgruppe zu erreichen.

Auf Pinterest selbst gibt es übrigens viele tolle Rezepte zum Eis selber machen – falls die Eisdiele zu weit weg ist.

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Tipp #2: Räume deinen Pinterest Account auf

Na, den großen Frühjahrsputz mal wieder verpasst und dein Pinterest Account sieht immer noch aus wie Kraut und Rüben?

Im normalen Alltag bleibt so einiges liegen. Da legt man eine neue Pinnwand an und vergisst doch glatt die Pinnwand-Beschreibung zu schreiben. Das kennt wohl jeder.

Jetzt, wo es ein bisschen ruhiger ist, kannst du die Zeit nutzen, dein Profil in Ruhe aufzuräumen und neu zu sortieren:

  • Welche Pinnwände bringen keine Reichweite oder passen nicht mehr zum Business?
  • Sind die Schaufenster-Pinnwände noch aktuell?
  • Stimmen E-Mail Adresse & Co. noch?
  • Erkennt man dich auf dem Profilbild noch?
  • Passt die Kurzinfo?
  • Passen deine Pin-Zeitpunkte im Smart Schedule noch?

Du weißt gar nicht, wo du anfangen sollst? Keine Sorge. In meinem Blogartikel zum Pinterest Frühjahrsputz erfährst du Schritt für Schritt, was du tun kannst, um dein Profil wieder auf Vordermann zu bringen.

Tipp #3: Entdecke neue Accounts

Im Pinterest-Alltag fehlt oft die Zeit mal nach rechts und links zu gucken und sich mit neuen, spannenden Accounts zu vernetzen. Ja, auch, wenn Pinterest keine Social Media Plattform ist, gibt es soziale Elemente (wie Follower) – und diese Option sollten wir nutzen.

Bevor du jetzt aber halb Pinterest folgst, solltest du bei jedem Account abwägen, ob er dir wirklich etwas bringt oder nur deinen „Ich folge“-Feed vollspamt.

Relevant ist ein Account immer dann, wenn er…

  • Content kreiert, der für deine Zielgruppe relevant ist
  • dir hilft, in dem was du machst, noch besser zu werden
  • dir super Inspiration für deine Strategie gibt (z.B. tolle Pin Designs)

Ein guter Startpunkt, um neue Accounts zu finden ist immer ein Blick zu deinen Mitbewerbern. Welchen Account folgen sie bzw. von welchen Accounts teilen sie spannende Pins?  Wenn du damit durch bist, kannst du auch die Suche nutzen. Wusstest du, dass du da neben Pins auch andere Nutzer finden kannst? Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Benutzernamen auf Keywords optimiert sind.

Gerade, wenn du dich lange nur auf dich fokussiert hast (was grundsätzlich eine gute Idee ist), wirst du dich wundern, was für tolle Unternehmerinnen in der Zwischenzeit auch das Abenteuer Pinterest gewagt haben und tollen Content pinnen.

Tipp #4: Recherchiere neue Keywords

Keywords sind das A&O, um Pinterest als Sichtbarkeits-Booster zu nutzen. Pinterest ist eine Suchmaschine und funktioniert ähnlich wie Google. Die Nutzer wollen deshalb nicht deine letzten Urlaubsschnappschüsse oder dein Mittagessen von heute sehen, sondern suchen nach Inspiration zu ganz bestimmten Themen.

Da ist es kein Wunder, dass die meisten Nutzer über die Suche auf deine Pins aufmerksam werden.

Damit das klappt und deine Pins oft gesehen (und geklickt) werden, brauchen sie die richtigen Keywords.

Gerade, wenn sich im alltäglichen Leben der Nutzer was ändert (wie z.B. zur Corona-Zeit), ändern sich auch die Suchbegriffe, nach denen sie suchen. Aber auch ohne einschneidende gesellschaftliche Erlebnisse gibt es immer wieder neue Trends & Entwicklungen.

Hand auf’s Herz: Wie lange ist deine letzte Keyword-Recherche her?

Meist richten wir uns (und da nehme ich mich nicht aus) bequem in unserer Keyword-Komfortzone ein und nutzen immer wieder dieselben Keywords. Deshalb wird es jetzt (und dabei ist ganz egal, wann du diesen Artikel liest) mal wieder Zeit zu gucken, wie sich das Suchverhalten deiner Zielgruppe verändert hat.

Keyword-Recherche ist für dich noch ein Fremdwort oder deine Skills sind schon ein bisschen eingerostet? Dann kannst du in meinem Blogartikel zu Pinterest SEO noch einmal nachlesen wie du die richtigen Keywords für dich findest.

Tipp #5: Gestalte neue Pin Designs

Pinterest ist eine visuelle Plattform. Umwerfende Pin-Grafiken sind deshalb ein Grundpfeiler für deinen Erfolg. Bestimmt hast du schon ein paar Designs angelegt, die du immer wieder mit neuen Fotos und Texten fütterst. So funktioniert das Pinnen zumindest am effizientesten.

Wenn deine Pins schon ein paar Wochen oder Monate laufen, ist ein Blick in die Analytics fällig:

  • Welche Designs funktionieren besonders gut?
  • Welche kommen gar nicht gut an?

Am Anfang fühlt sich das noch ein bisschen an als würdest du die Stecknadel im Heuhaufen suchen, aber je öfter du dich mit deinen Analytics auseinandersetzt, desto besser verstehst du, was deine Zielgruppe will.

Wenn du jetzt also in deinen Zahlen siehst, dass Pins im Design A besonders viel Interaktion (also Close-Ups, Klicks & Merken-Aktionen) bekommen, machst du damit einiges richtig. Erstelle also doch neue Grafiken, die ähnlich aussehen.

Natürlich darfst du aber auch mutiger sein und Pins erstellen, die überhaupt keine Ähnlichkeit mit deinen bestehenden haben. Ein Beispiel: Du hattest bisher immer Pins mit Bildern. Teste jetzt ein Design, das nur grafische Elemente hat. Was du dabei beachten solltest, verrate ich dir in meinem Blogartikel zum Pin Design.

Kreiere so fünf bis sechs neue Designs und teste diese wieder für ein paar Wochen. Wenn du gerade im Flow bist, kannst du auch mehr Designs erstellen. Heb dir ein paar aber vielleicht für spätere Testphasen auf.

Tipp #6: Erstelle neue Pins zu alten Blogartikeln

Deine neuen Pin Designs kannst du super nutzen, um neue Pins für deine schon vorhandenen Blogartikel zu erstellen. Aber auch, wenn du keine neuen Designs hast, wird es Zeit mal wieder ein bisschen frischen Wind in deine Pins zu bringen (statt ständig dieselben Pins zu repinnen).

Schau also doch mal durch, welche Blogposts du in den letzten Monaten ein bisschen vernachlässigt hast und welche bei deinen Nutzern richtig gut ankommen.

Diese Artikel verpackst du jetzt neu und teilst sie auf deine Pinnwände. Kreiere so viele Pins wie du magst. Alles, was du nicht sofort pinnen kannst (weil es einfach zu viel wäre), speicherst du dir für die Zeiten ab, in denen du weniger Zeit hast, um kreativ zu werden.

Tipp #7: Überarbeite deine Blogartikel

Dein Blogartikel „die 7 besten [füge hier etwas aus deiner Branche ein] für 2018“ ist dein absoluter Traffic-Booster? Dann nimm dir jetzt die Zeit zu gucken, ob dein Content wirklich noch up-to-date ist. Gerade in schnelllebigen Branchen kann sich in zwei, drei Jahren einiges tun.

Und wer möchte schon als „von gestern“ abgestempelt werden?!

Besonders vertrauenswürdig wirken veraltete Artikel nicht. Das Ergebnis: Du verschenkst potentielle Kunden.

Gehe also jetzt deine Artikel durch und überprüfe die Fakten und Tipps, die du gibst. Das bezieht sich natürlich nicht nur auf Blogposts, die eine Jahreszahl im Titel haben. Passen deine Best Practice Tipps noch? Oder gibt es mittlerweile viel bessere Methoden (die du vielleicht sogar schon selbst für dich umgesetzt hast)?

Wenn alles auf dem neusten Stand ist, kannst du deinen Beitrag auch mit einem neuen Veröffentlichungsdatum versehen oder einen Hinweis auf das letzte Update hinzufügen. So wissen deine Leser auf den ersten Blick, dass sie sich auf deine Tipps verlassen können.

Tipp #8: Schreibe neue Blogartikel (vor)

Pinterest liebt frischen Content. Im normalen Alltag bleibt aber oft kaum Zeit, um regelmäßig neue Blogartikel zu schreiben. Selbst, wenn du dir am Anfang des Jahres einen super Redaktionsplan gemacht hast, kommt es gerne mal anders als man denkt. Am Blog wird dann meistens als erstes gespart.

Aber jetzt, wo es auf Pinterest eh ruhiger ist und viele deiner Kunden die Sommerzeit für den wohlverdienten Urlaub nutzen, hast du wieder ein bisschen mehr Luft für neuen Wow-Content.

Statt immer wieder hier und da ein paar Zeilen zu schreiben, kannst du dir jetzt größere Zeitfenster blocken, um in den Schreib-Flow zu kommen. So ist der neue Blogartikel garantiert viel schneller fertig und du schaffst es gleich mehrere Artikel zu schreiben – ohne, dass du ständig von anderen To-Dos unterbrochen wirst.

Damit bist du dann für die nächsten Wochen und Monate gut ausgestattet und musst im Zweifel nicht ständig in höchster Alarmbereitschaft noch „eben schnell“ den Blogartikel schreiben, der in deinem Redaktionsplan steht.

Sobald der Alltag zurück ist, kannst du dann Blogartikel schreiben, die noch weiter in der Zukunft liegen und dich am Stichtag entspannt zurücklehnen.

Um es dir noch einfacher zu machen, kannst du deine fertigen Beiträge schon in dein Backend einspielen, sie fertig machen und zur Veröffentlichung einplanen.

Fazit

Das Sommerloch ist gar nicht so schlimm wie man oft denkt. Auch, wenn die Reichweite sinkt, heißt das nicht, dass du etwas an deinem Pinterest Marketing falsch machst.

Egal, ob du dir eine kleine Pause gönnst, um die Akkus wieder aufzuladen oder ordentlich Gas gibst, um für die zweite Jahreshälfte gewappnet zu sein – es ist okay.

Falls du die Zeit nutzen möchtest, habe ich dir 7 Tipps gegeben, was du jetzt machen kannst. Damit du sie nicht vergisst, kommen sie hier noch einmal auf einen Blick:

  • Räume deinen Pinterest Account auf
  • Entdecke neue Accounts
  • Recherchiere neue Keywords
  • Gestalte neue Pin Designs
  • Erstelle neue Pins zu alten Blogartikeln
  • Überarbeite deine Blogartikel
  • Schreibe neue Blogartikel (vor)

Viele der Aufgaben lassen sich auch wunderbar im Urlaub erledigen (wenn du da arbeiten möchtest). Ich persönlich liebe es zum Beispiel mir morgens, wenn alles noch schläft, meinen Laptop zu schnappen und auf der Terrasse oder dem Balkon kreativ zu werden.

In diesem Sinne: Hab eine wundervolle Sommerzeit.

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