6 Tipps mit denen du es schaffst regelmäßig zu bloggen

“Wie schaffst du es regelmäßig zu bloggen? Ich bekomme das niemals hin!”

Wenn du bei diesem Blogartikel gelandet bist, hast du dir diese Frage wahrscheinlich schon mehr als einmal gestellt und dabei ein bisschen neidisch auf die vermeintlichen Über-BloggerInnen geschielt, die es ernsthaft schaffen immer wieder neuen Content zu veröffentlichen.

Diese Gedanken kommen dir auch bekannt vor, oder?

  • Ich habe einfach keine Zeit zum Bloggen.
  • Blogartikel schreiben kostet sooo viel Zeit.
  • Ich würde gerne viel öfter Blogartikel veröffentlichen.

Atme mal tief durch. So geht es nicht nur dir. Die gute Nachricht ist: Auch du kannst es schaffen regelmäßig zu bloggen.

Ich verrate dir heute sechs Tipps mit denen du alle Herausforderungen (und um ganz ehrlich zu sein auch Ausreden) wegfegst.

Wie oft sollte ich bloggen?

Ja, was bedeutet eigentlich dieses “regelmäßig”? Die eine richtige Antwort darauf gibt es nicht. Die perfekte Frequenz hängt vor allem davon ab, wie oft du hochwertige (!) Blogartikel veröffentlichen kannst. (P.S.: Du wirst gleich noch sehen, dass das viel mehr sein können als du jetzt noch denkst)

In der Recherche zu diesem Artikel habe ich viele, viele Empfehlungen gelesen. Da ist oft die Rede von mehreren Blogartikeln pro Woche (falls es dich interessiert, guck mal hier oder hier). Wenn du das schaffst: Mega! So viel muss es aber gar nicht sein.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass du auch mit 1-2 Artikeln pro Monat gute Erfolge sehen kannst. Ich habe lange Zeit alle zwei Wochen Blogartikeln veröffentlicht und bin mittlerweile auf einen Artikel pro Monat umgestiegen (ohne Traffic-Einbußen).

Gerade am Anfang kann es sinnvoll sein eine höhere Frequenz anzupeilen, weil du so deinen Blog schneller füllst und so die Wahrscheinlich erhöhst von deinen NutzerInnen gefunden zu werden.

Wenn du dir aber eins aus diesem Blogpost mitnehmen, dann das die Qualität viel wichtiger ist als die Frequenz. “Klasse statt Masse” wie es so schön heißt. Ein schlecht optimierter Blogartikel bringt dir gar nichts. Im Gegenteil: Er verschlechtert die Performance deines Blogs. Und das willst du definitiv nicht.

Egal für welche Regelmäßigkeit du dich entscheidest,wichtig ist, dass du sie durchziehen kannst. So können sich deine NutzerInnen darauf einstellen, wann sie wieder tollen Content von dir erwarten können.

So schaffst du es regelmäßig zu bloggen

Du hast jetzt sicherlich eine Frequenz im Kopf. Perfekt – damit können wir weiterarbeiten. Den einfachen Teil hast du geschafft, jetzt kommt der herausfordernde Part: Die Umsetzung.

Bestimmt hast du dir schon einige Male vorgenommen es “jetzt” richtig anzugehen und voll durchzuziehen. Doch dann kam wieder was dazwischen: der Alltag. Plötzlich sind da wieder diese vielen To-Dos, die alle nach deiner Aufmerksamkeit schreien und schon gerät dein guter Vorsatz regelmäßig zu bloggen wieder in Vergessenheit.

SCHULDIG! AUCH ICH KENNE DAS NUR ZU GUT.

Mittlerweile habe ich Strategien entwickelt meinen Blog – komme, was wolle – regelmäßig zu bespielen. Bist du bereit? Nachdem du die nächsten Absätze gelesen hast, gibt es nämlich keine Ausreden mehr.

#1: Lege dir das richtige Blogging-Mindset zu

Wie bei so vielem legst du auch beim regelmäßigen Bloggen den Grundstein für deinen Erfolg im Kopf.

Was ist dein Warum?

Jetzt mal ganz ehrlich: Warum willst du bloggen? Was ist dein Ziel?

Wenn du deinen Blog “nur” als Hobby betreiben und deine Lust am Schreiben ausleben möchte, kannst du diesen Punkt (zumindest teilweise) ignorieren. Dein Blog soll einem größeren bzw. strategischeren Zweck dienen? Dann brauchst du mindestens ein Ziel.

Ziele helfen dir den Fokus zu behalten und auch in anstrengenderen Zeiten immer zu wissen, warum du das alles tust.

Typische Ziele beim Bloggen sind:

  • mehr Website-Besucher
  • mehr Sichtbarkeit (z.B. in Suchmaschinen)
  • neue Kunden gewinnen
  • mehr Newsletter-AbonnentInnen
  • (digitale) Produkte verkaufen

Ganz wichtig ist dabei, dass deine Ziele messbar sind. So kannst du ganz klar sagen, wann deine Blogartikel erfolgreich sind. Und ich verspreche dir: Erfolge sind die allerbeste Motivation, um weiterzubloggen.

Sag Tschüss zum Perfektionismus

Hand auf’s Herz: Wie oft saßst du schon vor deinem Blogartikel und hast nach der monster-guten Formulierung gesucht? Lass es. Das, was dir in deinem Schreib-Flow in den Sinn kommt, klingt doch auch schon echt gut, oder nicht? Im Zweifel kannst du hier später immer noch was ändern. Es geht beim Bloggen nicht darum einen Schönheitspreis zu gewinnen, sondern deinen Mehrwert an deine WunschkundInnen weiterzugeben und Vertrauen aufzubauen. Jeden Satz zur Perfektion zu treiben ist dafür überflüssig.

Aber die 1.500 Wörter müssen es doch schon sein! Wer sagt das? Natürlich liest man immer wieder, dass lange Blogartikel besser sind. Das stimmt aber nicht grundsätzlich. Ein guter Blogartikel bringt die Themen knackig auf den Punkt. Wenn du in 1.000 alles sinnvoll erklären kannst, brauchst du deinen Text nicht künstlich aufplustern.

Wo wir schon gerade dabei sind, was andere sagen: Lass dich nicht davon unter Druck setzen, dass andere öfter Posts veröffentlichen als du. 1 Mal pro Monat einen Blogartikel zu schreiben ist immer noch viel besser als gar nicht. Wenn du später merkst, dass du noch Kapazität hast, kannst du immer noch mehr schreiben.

Hab Spaß am Bloggen

Der wohl wichtigste Tipp, den ich dir geben kann. Lass deine Blogartikel nicht zu einem nervigen Must-Do werden. Wie du das schaffst? Schreibe über Themen, über die du wirklich gerne schreiben willst.

Und wenn das mal kein Artikel ist, der perfekt für SEO optimiert ist? Sche*** drauf. Dein Blog – deine Entscheidung. Konzentriere dich auf dich und deinen hilfreichen Content. Schaue nicht ständig nach rechts und links, um dich mit anderen zu vergleichen. Wenn es sich für dich richtig anfühlt, ist es auch richtig.

Kleine Anmerkung: Natürlich solltest du nicht an jeden Blogartikel mit dieser Einstellung gehen.

#2: Erstelle einen Redaktionsplan (und halte dich dran)

Okay, okay, diesen Tipp hörst du wahrscheinlich nicht zum ersten Mal. Und das hat einen Grund: Er funktioniert. Wenn du jede Woche wieder überlegen musst, worüber du jetzt schreiben möchtest (und was deine Zielgruppe interessiert) ist die Hemmschwelle ins Tun zu kommen ganz schön hoch.

Stell dir aber mal vor, du musst nur noch kurz schauen, welches Thema als nächstes dran ist und kannst direkt anfangen.

Ein Redaktionsplan hilft dir Struktur in deinen Content zu bringen. So hast du nicht nur immer Input für den nächsten Blogartikel parat, sondern kannst auch sicherstellen, dass sich ein roter Faden durch deinen Blog zieht. Du möchtest ja zum Beispiel nicht (aus Versehen) erst erklären wie man einen Apfel anbaut bevor du erklärst wie man ihn erntet.

Ein Redaktionsplan hilft dir Struktur in deinen Blog zu bringen.

Mein Tipp:

Setze dich Anfang des Jahres schon einmal hin und deine Artikel grob zu planen: Gibt es besondere Anlässe (z.B. Launches) oder saisonale Themen, die du gerne aufgreifen möchtest? Dann kannst du die direkt entsprechend einplanen.

Um dich an deinen Redaktionsplan zu halten, gibt es nur zwei Geheimrezepte: Dranbleiben (mit dem richtigen Mindset) und eine Routine entwickeln (dazu kommen wir gleich noch).

#3: Speichere alle Content-Ideen für deinen Blog in einer Ideensammlung ab

Die besten Ideen kommen einem doch immer in den ungewöhnlichsten Momenten. Mir geht es zumindest ständig so. Damit ich diese Einfälle nicht wieder vergesse und meinen Redaktionsplan mit Leichtigkeit füllen kann, schreibe ich mir alles auf.

Damit dabei kein Ideen-Chaos entsteht und du Post-Its über deine ganze Wohnung verteilt hast, solltest du dir eine zentrale Ideensammlung anlegen. Wenn du gerne klassisch offline planst, passt dafür ein Notizbuch oder eine Pinnwand.

Der kleine Nachteil dabei ist: Du hast deine Ideen nicht immer bei dir.

Überlege deshalb deine Ideen digital zu speichern. So kannst du sie immer direkt aufschreiben – egal, ob du gerade beim Kaffee mit deiner besten Freundin oder im Zug sitzt oder auf einer Bergwanderung bist. Folgende Tools können dir dabei helfen:

  • Kanban-Tools wie Trello
  • Notizen-Apps wie Evernote
  • Google Docs

Deine gesammelten Ideen brauchst du dann nur noch auf deinen Redaktionsplan verteilen.

#4 Entwickle eine Content-Routine

Du und ich, wir sind Gewohnheitstiere. Wenn du jeden Montag zum Sport gehst, brauchst du montagsmorgens nicht lange überlegen, was du am Abend machen wirst. Ganz klar: Du gehst zum Sport. Das denkst du nicht mehr lange drüber nach. Du tust es einfach.

Das nennt sich Routine – und genau die kannst du auch für’s Bloggen aufbauen.

Aber was bedeutet das eigentlich genau? Routine?

Das sagt der Duden dazu:

durch längere Erfahrung erworbene Fähigkeit, eine bestimmte Tätigkeit sehr sicher, schnell und überlegen auszuführen

Damit du schnell, sicher und überlegen sein kannst, braucht es zwei Komponenten: ein festes Zeitfenster zum Schreiben und einen genauen Ablaufplan.

Blocke dir ein festes Zeitfenster

Mit dem Bloggen ist das so eine Sache: Du weißt, dass es dir hilft – und trotzdem ist es im Alltag meistens das erste, das hinten runterfällt. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber der Alltag ist eben der Erzfeind vom Bloggen. Quasi wie Batman und Joker. Oder …. Du weißt, was ich meine.

Blocke dir deshalb jede Woche einen Zeitraum, der einzig und allein zum Recherchieren, Schreiben & Veröffentlichen geblockt ist. In dem du keine Ablenkung hast (ja, auch das Handy weg) und in deinen Schreibflow kommen kannst. Ich nutze dafür Calendar Blocking und habe jede Woche zur gleichen Zeit die Ruhe zum Schreiben. Und mal so ganz unter uns: Mit Fokus schreibst es sich eh viel, viel schneller. https://www.youtube-nocookie.com/embed/LvZp-ogt1vw

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Arbeite mit einem Ablaufplan

Damit du nicht bei jedem Blogartikel neu überlegen musst, an was du alles denken solltest, kannst du dir einmalig einen festen Ablaufplan erstellen. An dem kannst du dich für jeden Blogartikel dann einfach langhangeln.

Ein Beispiel könnte in etwa so aussehen:

  • Erste Themenrecherche
  • Keyword-Recherche
  • Erstellung einer Struktur / eines Aufbaus
  • Verfassen von Stichpunkten
  • Ausformulierung der einzelnen Punkte
  • Korrektur und Feinschliff
  • Artikel in WordPress erstellen
    • Yoast SEO Infomationen ausfüllen
    • Beitragsbild erstellen
    • Interne Verlinkungen einfügen
  • Newsletter schreiben
  • Social Media Posts erstellen

Wie detailliert dein Ablaufplan ist, ist natürlich dir überlassen. Wenn dir auffällt, dass du Kleinigkeiten oft vergisst, nimm sie zur Sicherheit mit in deinen Plan auf.

Bei der Content-Erstellung kannst du die einzelnen Schritte dann jedes Mal abhaken.

Behalte deinen Fokus bei

Perfekt, jetzt bist du voll im Flow, mitten in deiner Routine. Und plötzlich kommt da diese mega Idee für einen Instagram Post. Du willst am liebsten direkt switchen und damit starten. Stopp. Halte dich zurück. Schreib dir die Idee kurz auf, damit sie nicht mehr in deinem Kopf rumgeistert (und damit du den Geistesblitz nicht wieder vergisst) und widme mich dann weiter deinem Blog.

#5 Recycle deinen Content

Bloggen darf leicht sein. Deshalb ist es auch erlaubt deinen Content zu recyclen – also wiederzuverwerten. Das kannst du auf ganz verschiedene Arten machen.

Du kannst:

  • bei deinen erfolgreichen Blogartikeln noch tiefer ins Detail gehen und einzelne Punkte genauer erklären
  • einen Follow-Up zu einem Blogartikel schreiben, in dem du eine Frage aus den Kommentaren beantwortest
  • einen Social Media Post, der viel Interaktion bekommen hat, zu einem Blogartikel ausbauen
  • alte Blogartikel aufpolieren (z.B. Aktualisierung von Daten & Links, visuelle Anpassungen)
  • eine Podcast-Folge in einen Blogartikel “transkribieren”.

Eine ausführliche Erklärung hierzu findest du auf dem Blog von toushenne.

Mit dem Content Recycling sparst du viel Zeit, weil die Recherche meistens kleiner ist oder sogar ganz ausfällt. Du kannst dies deshalb bewusst für Zeiten einplanen, in denen es schwieriger wird Zeit zum Bloggen zu finden.

#6 Sorge für Schreib-Engpässe vor

In den Sommerferien sind die Kinder 24/7 zuhause? Da bleibt verständlicherweise nicht mehr viel Zeit, um Blogartikel zu schreiben. Damit dein Blog in dieser Zeit nicht brach liegt, kannst du rechtzeitig vorsorgen.

Schreibe Back-Up-Blogartikel

Nutze die Zeit, in dem es in deinem Business ein bisschen ruhiger zugeht, um Blogartikel vorzuschreiben, die du jederzeit veröffentlichen kannst, wenn du den eigentlich geplanten Artikel nicht fertig bekommen hast.

Oder nutze die Zeit, um spätere Artikel vorzuschreiben. Dank deinem Redaktionsplan weißt du immer genau, welches Thema wann ansteht.

Im Optimalfall pflegst du diese Posts sogar schon ins Backend deines Blogs ein, sodass ein Klick auf den “Veröffentlichen”-Button reicht.

Lasse Gast-Autor:innen für dich bloggen

Gastartikel sind eine super Möglichkeit Zeit zu überbrücken, wenn du wirklich keine Zeit hast. Aber nicht nur das: Durch andere Expert:innen kannst du deinen Blog gleichzeitig mit noch mehr Wissen bereichern und deine Reichweite steigern.

Achte bei der Auswahl deiner Gast-Schreiberlinge darauf, dass das Thema zu deiner Branche passt und einen echten Mehrwert für deine Zielgruppe bietet. Ich habe mir zum Beispiel auch zwei Blog-Expertinnen dazu geholt, weil ich weiß, dass das Thema Blog-Aufbau oft eine Herausforderung für meine Zielgruppe ist.

Bitte mach aus diesen Gastartikeln aber keine Notlösung (weil unbedingt noch irgendwas online soll). Sprich vorher genau durch, wie der Blogartikel aussehen soll und lass deinem Gegenüber genug Zeit, um guten Content zu produzieren.

Fazit

Bloggen ist ein Marathon und kein Sprint. Ich weiß, ich weiß. Diesen Satz hast du wahrscheinlich schon drölfzig-tausend Mal gehört (gerne auch in verschiedenen Varianten). Fakt ist aber: Es stimmt.

Zwei Blogartikel machen noch kein erfolgreiches Content bzw. Blog Marketing. Gute Rankings bei Google & Co. und Vertrauen bei deinen Lesern kommen erst, wenn du dranbleibst und immer wieder tollen Content erstellst.

Dann, ja dann kann dein Blog sein vollstes Potential entwickeln und dir wie von alleine neue Leser, Kunden, Vertrauen, einen Expertenstatus und so weiter aufbauen.

Ich habe dir heute sechs Tipps verraten, mit denen du es schafft regelmäßig zu bloggen. Fang direkt an dir das umzusetzen: Erledige jetzt (und damit meine ich jetzt sofort) zumindest diese vier To-Dos:

  1. Trage dir einen festen Termin fürs Bloggen ein.
  2. Überlege wie oft du ganz realistisch betrachtet Blogartikel veröffentlichen kannst.
  3. Setze einen (ersten) Redaktionsplan auf.
  4. Schreibe alle Ideen auf und sammle sie irgendwo, wo du jederzeit Zugriff darauf hast.

Und das allerwichtigste: Hab Spaß! Schreibe über Themen, die du liebst. Denke an die vielen Menschen, denen du mit deinen Anleitungen, Tipps & Co. hilfst. Dann kommt die Motivation durchzuziehen (fast) von alleine.

1 Kommentar

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] dazu wie du es schaffst regelmäßig zu bloggen, erfährst du in meinem […]

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.