Pinterest Ads einrichten

So richtest du dein erfolgreiches Pinterest Anzeigenkonto ein

Lange haben Pinterest Benutzer darauf gewartet; seit einiger Zeit sind sie endlich da: Promoted Pins oder auch Pinterest Ads bzw. Werbeanzeigen. Mit diesem Roll-Out können wir unsere organische Reichweite (die zuletzt vielleicht etwas schwächelt) zu pushen. Das Ergebnis davon: Mehr Kunden bzw. Leser über Pinterest gewinnen.

Erfolgreiche Pinterest Anzeigen fallen allerdings nicht einfach vom Himmel. Ähnlich wie bei Facebook oder Instagram gibt es einiges zu beachten. Damit deine erste Anzeige nicht in Frust endet, zeige ich dir Schritt für Schritt wie du sie richtig erstellst.

Um dich nicht mit Infos zu überfluten, gucken wir uns heute im ersten Teil der kleinen Ads-Serie an, wofür du Promoted Pins nutzen kannst und wie du dein Anzeigenkonto einrichtest. Bevor du das nicht erledigt hast, kannst du keine Promoted Pins schalten.

Nächste Woche folgt im zweiten Teil dann die Anleitung für die Ad-Erstellung.

Newsletter-Anmeldung

Was kann ich mit Promoted Pins bewerben?

Pinterest Ads eignen sich – ähnlich wie normale Pins – eher für Evergreen, also langlebigen, zeitlosen, Content. Für die Bewerbung deines Online Workshops in drei Wochen sind sie deshalb weniger geeignet. Dafür sind sie perfekt, um mehr Reichweite für deine Freebies, Blogartikel und Shop-Artikel zu bekommen.

Warum ist das so? Promoted Pins werden wie normale Pins in den Suchen ausgespielt und können von anderen Nutzern gemerkt werden. Vielleicht erinnerst du dich, dass Pins eine Lebensdauer von 4 Monaten haben. In 4 Monaten willst du aber ja keine Werbung mehr für dein dann schon abgelaufenes Online-Event machen.

Deinem Langzeit-Content kannst du mit Promoted Pins super pushen. Ich selber habe sie natürlich auch schon getestet und war sehr zufrieden. Mit wenig Geld lässt sich einiges erreichen.

Bevor du dich jetzt aber auf Anzeigen stürzt statt deine Pinterest-Hausaufgaben zu machen, geh lieber nochmal einen Schritt zurück. Ads ersetzen nicht eine gute (organische) Pinterest Strategie, sondern unterstützen sie.

Du willst deine ersten Pinterest Ads schalten, hast aber dein Anzeigenkonto noch nicht eingerichtet? Hier ist deine Anleitung für Pinterest Tag & Co.

Wie richte ich den Ads Manager ein?

Bevor du deinen ersten Promoted Pin erstellen kannst, gibt es ein wichtiges To-Do: den Ads Manager bzw. dein Anzeigenprofil einrichten. Am besten machst du das jetzt direkt schon einmal – auch, wenn du deine Anzeige erst in ein paar Wochen erstellst.

Um Ads schalten zu können brauchst du einen Business Account. Falls du den noch nicht haben solltest, kannst du dein Profil in den Einstellungen ruckzuck (kostenlos) umstellen. Ich empfehle dir das sowieso, weil du damit Zugriff auf deine Analytics hast.

Wenn du das erledigt hast, kann es richtig losgehen. Klicke auf den Punkt „Anzeigen“ in deiner Menüleiste oder gehe auf https://ads.pinterest.com und wähle dein Land aus.

Im Pinterest Ads Manager richtest du alles für deine Promoted Pins ein

Das Wichtigste ist damit erledigt und dein Anzeigenkonto aktiviert. Damit du aber tatsächlich Anzeigen schalten kannst, solltest du dich als nächstes um die Abrechnung deiner Kampagnen kümmern. Wenn keine Zahlungsdaten hinterlegt sind, wird auch keine deiner Anzeigen ausgespielt werden. Logisch, oder?

Klicke deshalb auf den Punkt Abrechnung (im Anzeigen-Menü)

Für das Schalten von Ads müssen die Zahlungsdaten hinterlegt werden

Gib hier jetzt die Unternehmensinformationen ein und klicke auf „Speichern“. Damit öffnen sich unten weitere Felder, in denen du deine Rechnungsadresse angeben musst (du kannst die Daten von oben übernehmen) und deine Zahlungsart festlegst. Du kannst aktuell zwischen Kreditkarte und Online-Überweisung wählen.

Deine Pinterest Ads kannst du mit verschiedenen Zahlungsmitteln bezahlen

Fertig? Perfekt. Dann könntest du jetzt mit deiner ersten Anzeige starten. Aber halt. Vorher empfehle ich dir noch den Pinterest Tag einzurichten.

Wie richte ich den Pinterest Tag ein?

Der Pinterest Tag ist der Conversion-Tracker der Pinterest Ads. Er misst also zum Beispiel wie viele Nutzer sich nach Klick auf deine Anzeige für deinen Newsletter angemeldet haben. Das ist super praktisch, um später den Erfolg deiner Promoted Pins zu messen (dazu kommen wir noch). Außerdem kannst du dank des Tags Retargeting-Kampagnen erstellen.

Wenn du schon einmal Facebook oder Instagram Anzeigen geschaltet hast, kennst du das Prinzip vom Facebook Pixel. Und wie beim Facebook Pixel gibt es auch hier DSGVO-Thematik. Wenn du dich rechtlich absichern willst, sprichst du am besten mit dem Anwalt bzw. der Anwältin deines Vertrauens.

Um den Pinterest Tag einzurichten, klickst du im Anzeigen-Menü auf den Eventmanager. Damit landest du auf der Übersichtsseite.

Mit dem Pinterest Tag kannst du deine Anzeigen noch genauer ausspielen

Mit Klick auf „Tag installieren“ wird eine individuelle ID erstellt, die mit deinem Pinterest Account verknüpft ist und anschließend auf deiner Website einbindest. Dafür hast du drei Optionen:

  1. Partnerintegration: Für die meisten führenden Content-Management und Shop-Systeme gibt es schon vorhandene Integrationen, die du ganz easy nutzen kannst.
  2. Manuell hinzufügen: Wenn du dich mit dem Backend deiner Website einigermaßen auskennst, kannst du den Tag-Code auch manuell hinzufügen. Eventuell hilft hier auch ein zusätzliches Plugin.
  3. Anweisungen an Entwickler senden: Deine Website wird von jemand Externen (technisch) betreut? Dann kannst du ihm oder ihr den Code direkt per Mail zusenden.

Wenn du dich in deinem Backend nicht so auskennst, das Tag aber trotzdem selber einrichten möchtest, bietet Pinterest dir für die gängigsten Systeme detaillierte Anleitungen.

Grundsätzlich besteht der Tag-Code aus zwei Elementen: dem Base Code und dem Eventcode. Der Base Code ist – wie der Name schon sagt – die Basis, um Conversions tracken zu können. Ich möchte hier auch gar nicht weiter in technische Details gehen. Nur noch eine Anmerkung: Pinterest empfiehlt „Enhanced Match“ zu verwenden, um noch besseres Ergebnisse zu liefern.

In der Praxis sieht der Base Code dann so aus:

Der Base Code des Pinterest Tags wird im Header der Webseite eingefügt

Mit dem Eventcode legst du fest, was genau du messen möchtest. Ohne dieses Code-Schnipsel könntest du einen Kauf später nicht von einer Newsletter-Anmeldung unterscheiden bzw. gar nicht erst definieren, was für dich eine Conversion ist.

Du kannst aus acht vordefinierten Events wählen oder dir dein Custom Event erstellen.

Der Event Code des Pinterest Tags wird immer nach dem Base Code eingefügt

Beide Codes fügst du auf allen Seiten ein, auf denen du Conversions messen möchtest, zwischen die Tags <head> und </head>. Den Event-Code aber natürlich nur so, wie du ihn brauchst (Bsp.: Newsletter-Anmeldung nur auf der Newsletter-Seite).

Wichtig ist noch, dass der Base Code immer vor dem Eventcode ausgeführt wird.

Wenn du fertig bist, kannst du mit dem Pinterest-Tag-Helper für Google Chrome überprüfen, ob alles richtig eingerichtet ist und Conversions getrackt werden.

Mit der Chrome-Erweiterung Pinterst Tag Helper kannst du überprüfen, ob du den Tag richtig eingerichtet hast

Wenn du kein Fan von Chrome bist oder die Extension nicht extra installieren willst, kannst du auch im Eventverlauf deines Tags überprüfen, wie viele Events in den letzten 24 Stunden getrackt wurden. Dafür klickst du auf Anzeigen > Conversions > Eventverlauf:

Der Eventverlauf der Conversions gibt einen Hinweis darauf, ob der Tag richtig eingerichtet ist

Jetzt bist du perfekt vorbereitet für deinen ersten Promoted Pin.

Okay fast. Wenn du „nur“ Traffic- oder Reichweiten-Kampagnen planst, kannst du direkt loslegen. Willst du aber auch Conversions (also Verkäufe, Newsletter-Anmeldungen, etc.) tracken, muss Pinterest erst ein erfolgreiches Conversion Event gemessen haben. Das sollte in der Regel aber ja nicht mehr als ein paar Stunden oder Tage dauern.

Anmerkung: Natürlich kannst du auch Anzeigen schalten ohne das der Pinterest Tag eingerichtet ist. Damit verzichtest du allerdings auf Conversion-Kampagnen, Retargeting und Performance-Optimierung.

Fazit

Perfecto, jetzt ist dein Anzeigenmanager fertig eingerichtet und du kannst mit dem eigentlichen Promoted Pin starten. Aber davon erzähle ich dir ein anderes Mal – oder eher gesagt in meiner Anleitung für Pinterest Anzeigen.

Falls du noch nicht parallel an deinem Account umgesetzt hast, solltest du dies jetzt machen, damit du das erledigt hast, wenn es ran an den Speck geht.

Deine To-Dos jetzt noch einmal im Überblick:

  • Überlegung: Wofür willst du Ads nutzen?
  • Pinterest Anzeigenkonto aktivieren
  • Abrechnungsdaten hinterlegen
  • Pinterest Tag einrichten & überprüfen

Wenn du bei der Website-Technik Unterstützung brauchst, lass dir am besten von einem Profi helfen, damit nachher alles problemlos funktioniert.

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.