Instagram Insights

Instagram Insights richtig verstehen und nutzen

Hast du dich schon öfter gefragt, was richtig erfolgreiche Unternehmen (und Influencer) machen, um so gut anzukommen. Einer der wichtigsten Faktoren ist die Auswertung der Posts und Stories.

Du erstellst tollen Content und trotzdem klappt nichts? Dann finde jetzt heraus wieso. Ich zeige dir, wie du mithilfe der Instagram Insights Inhalte erstellst, die deine Community umhauen.

Ziele setzen als Grundlage

Über das Thema „Ziele auf Instagram“ könnte ich einen eigenen Blogpost schreiben (werde ich auch sicher noch). Deshalb gehe ich hier nur kurz um die Basics ein.

Wenn du wissen willst, wie erfolgreich du bist, musst du erst einmal festlegen, was „Erfolg“ für dich bedeutet. Während du als Influencer vielleicht möglichst viele Follower um dich scharren willst, steht als Unternehmer meist vor allem die Kundenakquise im Vordergrund.

Es gibt aber ganz verschiedene Ziele, von denen keins schlechter oder weniger wert ist als die anderen. Ich geb dir mal ein paar Beispiele:

  • Bekanntheit steigern
  • Image aufbauen
  • Community aufbauen
  • Expertenstatus etablieren
  • Kunden akquirieren
  • Produkte verkaufen
  • und so weiter…

Bevor du also in deine Zahlen guckst, sollest du dich erst einmal hinsetzen und deine Ziele formulieren. Allgemeine Tipps dazu findest du in meinem Blogpost zur Zieldefinition.


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Was können die Instagram Insights?

Wenn du dir einen Business Account bei Instagram eingerichtet hast, bekommst du Zugriff auf deine Zahlen und Daten. Die verraten dir vieles über deinen Content und deine Zielgruppe. Du findest alles hier:

Insights Instagram
Die Instagram Insights findest du direkt im Account

Auf den ersten Blick bekommst du einen Überblick über deinen Content, aber den wollen wir uns erst gleich im Detail anschauen.

Die Insights sind in Inhalte, Aktivität und Zielgruppe eingeteilt

Gehen wir also direkt einen Schritt weiter zu „Aktivität“. Hier siehst du wie aktiv deine Community war – alles bezogen auf eine Woche. Das bedeutet konkret:

  • Wie oft dein Profil angeschaut wurde
  • Wie oft auf deinen Link geklickt wurde
  • Wie oft dir jemand eine E-Mail geschickt hat (oder es zumindest wollte)
  • Wie oft eine Route zu dir geplant wurde (wenn du eine Adresse hinterlegt hast)

Du erfährst außerdem wie viele Menschen dein Content erreicht hat. Instagram unterscheidet zwischen zwei Metriken.

  1. Reichweite: Die Anzahl an (individuellen) Personen, die deinen Content gesehen haben – und wie sich das über die einzelnen Wochentage verteilt
  2. Impressionen: Wie oft dein Content insgesamt gesehen wurde.

Hat sich eine Person fünf Posts von dir angeschaut, wäre deine Reichweite also 1 und die Impressionen 5.

Wenn wir jetzt noch einen Schritt weitergehen, landen wir bei „Zielgruppe“. Gerade wenn du noch am Anfang stehst, weißt du wahrscheinlich noch gar nicht genau, wer deine Wunschkunden auf Instagram sind. Die Zielgruppen-Insights geben dir da wichtige Hinweise.

Du kannst sehen, wo deine Follower (geografisch) herkommen, wie alt sie sind und welches Geschlecht sie haben.

Wenn du schon genau weißt, wenn du erreichen willst, kannst du hier den Test machen: Erreichst du wirklich die richtigen Leute? Möchtest du eigentlich junge Frauen zwischen 18 und 24 erreichen, deine Instagram-Follower sind aber Männer ab 30, solltest du deinen Content nochmal überdenken.

Außerdem bekommst du Antworten auf die Frage nach dem perfekten Postingzeitpunkt, denn die Zahlen sagen wir schwarz auf weiß wann deine Follower online sind – an welchen Tagen und zu welchen Zeiten.

Posts im Feed analysieren

Wenn wir wieder zurück zu „Inhalte“ gehen, siehst du, wie viele Beiträge (= Feed + Story) du in den letzten 7 Tagen gepostet hast. Du kannst dir sowohl für Feed als auch für Stories Kennzahlen wie Reichweite, Interaktionen & Co. anschauen.

Besonders interessant ist, welche Beiträge wie erfolgreich waren. Dafür musst du die einzelnen Posts durchgehen. Also ab in den Feed. Dort kannst du direkt unter den Beiträgen auf „Insights ansehen“ klicken. Damit öffnet sich ein kleines Fenster mit folgenden Infos:

  • Likes
  • Kommentare
  • In Stories geteilt
  • Gespeichert
  • Profilaufrufe
  • Reichweite

Wenn du dieses Fenster hochziehst, wird es sogar noch detaillierter. Du erfährst wie viele Nutzer sich aufgrund deines Posts dazu entschlossen haben dir zu folgen und wie deine Zuschauer auf deinen Post aufmerksam geworden sind.

Post Performance Instagram Insights
In den Insights bekommst du alle Daten zu jedem Post

Hast du schon das Wort „Hashtags“ entdeckt? Ich weiß, ein schwieriges Thema für viele. Hier siehst du, wie viele dich über deine Hashtags gefunden haben. Ist der Anteil nur minimal, solltest du deine Hashtag-Strategie überarbeiten.

Entdecken Instagram Insights
Du erfährst für jeden Posts, wie deine Fans auf dich aufmerksam geworden sind

Das sind dir zu viele Zahlen? Dann schau dir wenigstens eine an: Die Engagement Rate (ER) oder auch Interaktionsrate. Die musst du dir allerdings selbst berechnen: Du zählst Likes und Kommentare zusammen und teilst das Ergebnis durch deine Followerzahl. Die Gleichung – wir sind ja schließlich schon halb in der Welt der Mathematik – lautet also:

(Likes + Kommentare) / Follower

Noch exakter wird es natürlich, wenn du deine Interaktionen nicht durch deine Follower, sondern durch die Reichweite teilst.

Eine hohe Interaktionsrate ist wichtig, damit deine Posts eine höhere Reichweite bekommen.

Deine Story-Performance

Stories sind das zweite große Content-Format auf Instagram. Während es im Feed ja meist gut inszenierte Posts gibt, wird es in der Story ungeschminkter und persönlicher. Das bedeutet aber nicht, dass du hier schludrig werden darfst.

Das Schlechteste, was dir passiert kann ist, dass deine Follower direkt zur nächsten Story swipen. Das ist ein Wink mit dem Zaunpfahl für dich: Dieser Content ist nicht interessant.

Geh also direkt mal in deine Stories und swipe up. Oben links wechselst du von der Übersicht, wer es gesehen hat, zu den harten Fakten. Für ältere Stories kannst du über das Story-Archiv gehen

Story Archiv Instagram
Das Story-Archiv findest du hier

Ganz unten siehst du den Punkt „nächste Story“. Dass ein paar deine Stories weiterklicken, ist normal. Wenn du deine Stories vergleichst, zeigt sich aber, wo am meisten ausgestiegen sind. Woran könnte das gelegen haben?

Auch der Punkt „verlassen“ kann darauf hindeuten, dass deine Inhalte nicht interessant waren. Hier kann es allerdings auch sein, dass deine Follower gerade einfach keine Zeit mehr hatten Stories zu gucken.

Story Performance Instagram Insights
Besonders der Punkt „Nächste Story“ ist kritisch

Wenn du dir die Reichweiten deiner Stories anguckst, wirst du feststellen, dass die erste Story die höchste Reichweite hat. Achte deshalb darauf, dass am Anfang immer eine knackige Message steht.

Interessant sind auch beim Story-Format die Interaktionen (das ist vor allem dafür wichtig, dass deine Story deinen Followern in ihrem Account möglichst weit vorne angezeigt wird).  Interaktionen können ganz unterschiedlich sein: Antworten, Profilaufrufe und Reaktionen auf deine Umfragesticker. Jede deiner Stories sollte ein Ziel haben bzw. eine Aktion von deinen Followern fordern (klick hier, schreib mir ne Nachricht, etc.). Teste doch mal, welcher Call-to-Action am besten funktioniert.

Wie gut funktioniert dein IGTV?

IGTV wird immer wieder als „der neue heiße Scheiß“ bei Instagram promotet. Ob es sich wirklich durchsetzen wird, steht gerade noch in den Sternen – es kann aber nicht schaden, sich schon einmal an das Thema ranzutasten.

Für IGTV kannst du direkt beim Video nachvollziehen, wie oft es aufgerufen wurde, wie viele Likes es bekommen hat und wie viele Leute kommentiert haben. Besonders wichtig ist aber eine andere Kennzahl: die Zielgruppenbindung (wie Instagram selbst es nennt). Hier siehst du, ob deine Community dein Video ganz geschaut hat oder wann sie abgebrochen hat. Dadurch bekommst du Tipps wie lang dein Video sein sollte und wie du den Inhalt aufbauen solltest.

Performance IGTV Instagram Insights
Für IGTV ist die Watch Time besonders wichtig

Je länger das Video ist, desto weniger werden das Video bis zum Schluss geschaut haben. Das liegt einfach in der Natur der Sache.

Was machst du mit den Daten?

Toll, jetzt hast du einen Mount Everest an Zahlen, die du dir anguckst. Und jetzt?

Wir schlagen mal die Brücke zurück zum Anfang, denn jetzt kommt es auf deine Ziele an. Instagram bietet dir nur nackte Zahlen, den Sinn musst du ihnen geben.

Gucken wir uns mal drei Beispiele an.

Beispiel 1: Dein Hauptziel auf Instagram ist es, neue Kunden für dich zu gewinnen. Dafür sind viele Follower und eine große Reichweite zwar nice-to-have, aber nicht überlebenswichtig. Viel wichtiger ist es, dass potentielle Kunden auf deine Website klicken oder die eine E-Mail schreiben. Wenn du auf deiner Website ein Formular hast, über das Kunden Kontakt zu dir aufnehmen können, kannst du mit sogenannten URL-Parametern sogar genau nachvollziehen, wie viele Anfragen du tatsächlich über Instagram bekommen hast.

Beispiel 2: Du stehst noch ganz am Anfang und möchtest einfach erstmal sichtbar werden und auf dich aufmerksam machen. Dafür brauchst du vor allem eins: Reichweite.

Beispiel 3: Du möchtest dir eine Community aufbauen. Eine aktive Community ist bei Instagram sehr wertvoll. Um zu überprüfen, wie gut das bei dir schon klappt, solltest du vor allem auf die Interaktionsrate schauen.

Je nachdem also, was dein Ziel ist, sind unterschiedliche Metriken wichtig. Trotzdem solltest du immer auch einen Blick für das große Ganze haben.

Regelmäßige Auswertungen

Wenn du erst einmal herausgefunden hast wie cool es ist, dass du genau nachvollziehen kannst, was wie gut funktioniert, kann das zur Sucht werden. Ich spreche da durchaus aus Erfahrung. Plötzlich guckst du mindestens einmal täglich in deine Insights. Jede kleinste Verschlechterung führt zu Panik, jede Verbesserung lässt dich 5 cm höher über dem Boden schweben.

Insights können definitiv spannender als das Nachmittagsprogramm von RTL sein, aber du solltest dich darin nicht verlieren.

Nimm dir einmal pro Woche die Zeit für eine richtige Auswertung. Dafür legst du am besten eine Excel-Datei an, in der du die für dich wichtigsten Kennzahlen jede Woche einträgst. So siehst du auch genau die Entwicklung.

Sinken deine Zahlen wirklich stark ab, solltest du herausfinden, woran das liegt.

  • Bist du weniger aktiv gewesen?
  • Hast du die falschen Hashtags gewählt?
  • Welcher Beitrag hat deine Community am wenigstens angesprochen?
  • Hat es zu einem Postingzeitpunkt einfach nicht geklappt?

Denk auch einmal über folgendes Szenario nach: Was, wenn deine Community was Besseres zu tun hatte als Social Media? Gerade im Sommer sind alle viel draußen: im Freibad planschen oder genüsslich ein Eis schlecken. Da bleibt weniger Platz für Instagram & Co.

Das Beste aus deinen Daten herausholen

Selbst, wenn du eine Einbrüche in deinen Zahlen feststellst (puuh!), bringen dir die Insights was. Statt dich auf das Negative zu fokussieren, kannst du dir auch deine besten Posts angucken. Leg dir (zumindest virtuell) deine erfolgreichsten Beiträge zusammen und schau, was sie gemeinsam haben. Vielleicht sind sie alle ähnlich gestaltet oder gehen thematisch in die gleiche Richtung. Die Gemeinsamkeiten dieser Posts sind dein ganz persönliches Geheimrezept für einen richtig erfolgreichen Instagram Account.

Mach noch schnell die Gegenprobe, also schau nach, ob deinen schlechteren Posts diese Eigenschaften fehlen und erstelle dann Content, der deine Follower begeistert.

Du darfst natürlich immer wieder ausprobieren, ob auch andere Inhalte, Formate, Designs, etc. funktionieren – immer verbunden mit einem Blick in deine Insights. Gib neuen Ideen aber ein bisschen Zeit. Ein schlechter Post bedeutet nicht, dass das Format grundsätzlich nicht ankommt (Ist vielleicht ein besonders heißer Tag?).

Durch die Insights lernst du deine Community immer besser kennen und bekommst ein Gefühl dafür, was ihnen gefällt und was nicht. Nutze diese Erkenntnisse für deine eigene Marktforschung: Wenn du ihre größten Probleme kennst, kannst du genau da die Lösungen bieten und dich als Experte etablieren.

Fazit

Wenn du auf Instagram erfolgreicher werden willst, kommst du an den Insights nicht vorbei. Die Zahlen geben dir wertvolle Einblicke in deine Zielgruppe und helfen dir deinen Content zu verbessern.

Ich empfehle dir dich einmal pro Woche hinzusetzen und deine Performance zu analysieren. Dabei wirfst du einen Blick auf:

  • Reichweite & Impressionen
  • Engagement Rate
  • Likes, Kommentare, Saves
  • Storyabbrüche
  • Zielgruppe

Welche Kennzahlen wie wichtig sind, hängt dabei von deinen Zielen ab.

Noch ein kleiner Pro-Tipp: Auch wenn sich schon einiges bei den Insights verbessert hat, sind sie bei Instagram leider immer noch ein wenig unübersichtlich. Ich nutze deshalb für meine Auswertungen mein Planungstool Later. Da bekomme ich alle Daten auf einen Blick.

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