So steigerst du deine Interaktion auf Instagram

10+1 Tipps, um deine Interaktion auf Instagram zu steigern

Du willst es doch auch, oder? Ruhm, Ehre und eine Reichweite bis zum Mond und zurück. Das Problem mit der Reichweite auf Instagram ist, dass du sie nicht geschenkt bekommst. Der Algorithmus hat mittlerweile sehr genaue Vorstellungen davon, was deine Nutzer interessiert und was nicht. Die Interaktion mit deinen Posts ist dabei eines der wichtigsten Kriterien.

Anfang 2019 twitterte Instagram:

What shows up first in your feed is determined by what posts and accounts you engage with the most, as well as other contributing factors such as the timeliness of posts, how often you use Instagram, how many people you follow, etc.

Bedeutet im Klartext: Wenn deine Follower mit dir und deinen Posts interagieren, steigt deine Reichweite, wenn sie stumm bleiben, wird dein Content nur wenigen angezeigt.

Jetzt kennst du das von dir selbst: Du sitzt auf deinem Sofa, in der U-Bahn, im Café oder sonst wo und scrollst durch deinen Feed. Hast du Instagram geöffnet, um richtig aktiv zu sein? Wahrscheinlich nicht. Ich tippe, du hattest gerade einfach nichts Besseres zu tun.

Deinen Followern geht’s genauso. Deshalb musst du Anreize schaffen, dass sie deine Posts liken, kommentieren, speichern, usw. Schauen wir uns also genauer an, wie du deine Community aus ihrer Faulheit reißt und sie dazu bewegst mit deinem Content zu interagieren.


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Was sind Interaktionen?

Bevor wir voll in die Tipps einsteigen, sollten wir erst einmal klären, was Interaktionen eigentlich sind. Dein erster Gedanke ging wahrscheinlich zu Likes und Kommentare. Lange Zeit galten Likes neben Followern als DAS Kriterium für Erfolg auf Instagram. Kein Wunder also, dass ein großer Markt für die ausgestreckten Daumen entstand. Likes zu kaufen ist keine Kunst – allerdings auch keine erfolgsversprechende Strategie.

Heute sind Interaktionen nämlich viel mehr als nur Likes. Es gibt unglaublich viele Wege mit einem Account in Kontakt zu kommen – und darum geht es ja in den sozialen Netzwerken.

Likes und Kommentare sind nur die Spitze des Eisbergs – das, was für alle sichtbar ist.

Unter der Oberfläche sind die indirekten, unsichtbaren Interaktionen: Video-Views, persönliche Nachrichten (per Mail oder Direct Message), gespeicherte Beiträge (Saves), usw.

Interaktionen sind mehr als nur Likes und Kommentare
Interaktionen sind mehr als nur Likes und Kommentare

Interaktionen unterscheiden sich aber nicht nur in ihrer Sichtbarkeit, auch die verschiedenen Instagram-Formate bringen viele verschiedene Interaktionen mit sich.

⇨ Im Feed

  • Likes
  • Kommentare
  • Beiträge teilen (über die Story)
  • Beiträge speichern
  • Swipes (bei Galerieposts)
  • Klicks auf „mehr“
  • Verweildauer bei Videos
  • Folgen

⇨ In der Story

  • Quick Reactions
  • Nachricht senden / Direct Message
  • Story teilen
  • Reaktionen auf Sticker (Frage, Umfrage, Quiz, Chat, Countdown)
  • Klick auf Tags (Hashtags, Mentions/Erwähnungen, Location)

Was ist die Interaktionsrate?

Die Interaktionsrate, oder auch Engagement Rate ist das Verhältnis deiner Interaktionen zur Reichweite. Was erstmal super easy klingt, ist tatsächlich ziemlich kompliziert. Later hat über diese Schwierigkeit einen ganzen Blogpost geschrieben [sorry, nur in Englisch].

Die am weitesten verbreitete (und einfachste) Berechnung ist:

Engagement (Likes + Kommentare) / Reichweite

Oder müsste man es auf die Impressions beziehen? Damit würde die Engagement Rate natürlich rasant kleiner werden.

Und was ist eigentlich mit den ganzen anderen Interaktionen, über die wir gerade gesprochen haben? Wie du schon siehst, ist es schwierig. Die Interaktionsrate ist deshalb keine absolut eindeutige Kennzahl – aber trotzdem ein guter Anhaltspunkt.

Wie bekomme ich mehr Interaktionen?

Kommen wir jetzt zur spannenden Frage, wie du deine Interaktion auf Instagram steigern kannst und meinen 10+1 Tipps. Der „+1“ Tipp ist ein kleiner Profi-Tipp, der für besonders viel Reichweite sorgt. Aber fangen wir erst einmal an.

1. Poste regelmäßig zur richtigen Zeit

Damit deine Posts Interaktion bekommen, müssen deine Follower sie erst einmal sehen. Das ist natürlich ein Teufelskreis:

Du brauchst Interaktionen für Reichweite und Reichweite für Interaktionen.

Instagram belohnt es, wenn du regelmäßig postest. Das muss nicht täglich sein, aber du solltest eine Frequenz haben, die du auf Dauer durchziehen kannst.

Auch der Postingzeitpunkt ist wichtig. Sind deine Follower gar nicht online oder wollen nur mal kurz durchscrollen, hast du schlechte Karten für deine Interaktionen. Finde deshalb heraus, wann deine Follower Lust haben zu interagieren. In meinem Blogpost zum perfekten Postingzeitpunkt erfährst du, wie das geht.

2. Gestalte deinen Post so, dass man interagieren kann

Damit deine Follower interagieren (können), müssen sich deinen Post erst einmal lesen und verstehen. Zum Lesen bekommst du sie durch eine knackige erste Zeile, eine vernünftige Strukturierung der Caption und ein spannendes Thema, zu dem jeder seinen Senf geben kann (und will). Auch das Foto bzw. die Grafik sollte im Feed auffallen, damit deine Follower daran beim Scrollen hängen bleiben.

Lesen ist aber nicht alles. Sie müssen auch verstehen, was du schreibst. Achte deshalb darauf, dass du möglichst einfach schreibst und Fachbegriffe so gut es geht durch leichtere Synonyme ersetzt oder du sie umschreibst.

Ein No-Go ist eine Caption, die nur aus Hashtags besteht. Da leierst du deiner Community wenn’s hoch kommt ein „Schönes Bild“ aus den Rippen.

3. Erstelle Videos für mehr Interaktion

Videos sind mittlerweile zum absoluten Must-Have auf Instagram geworden – auch im Feed. Der Instagram Engagement Report von Hubspot, dass Videos mit Abstand am meisten Likes und Kommentare bekommen.

Videos sind perfekt für mehr Instagram Interaktion
Videos bekommen mit Abstand die meisten Interaktionen

Auch Instagram liebt Videos, denn Nutzer, die sich die Bewegtbilder anschauen, verbringen automatisch mehr Zeit auf der Plattform.

Das solltest du nutzen: Nimm kleine Videosequenzen mit Tipps auf oder animiere deine Posts (z.B. mit Canva). Dadurch, dass die Videos im Feed automatisch starten, hast du direkt die Aufmerksamkeit deiner Community.

Wenn dir die richtigen Tools noch fehlen, kannst du auch einfach GIFs in deine Posts einbinden. Dafür lädst du dein Bild als Story hoch, fügst deine Lieblings-GIFs ein, lädst es dann wieder runter und schneidest es zu. Voilà, schon hast du ein Video.

Übrigens, nach Videos bringen Galerieposts (sogenannte Carousels) am meisten Kommentare und Likes. Das Durchswipen ist eine zusätzliche Interaktion, sodass diese Art von Post für hohe Reichweiten sorgt.

4. Fordere deine Community aktiv auf

Der Mensch ist grundsätzlich erst einmal faul. Damit lässt du ihn aber nicht durchkommen, denn du möchtest ja, dass er mit deinen Posts interagiert, statt nur durchzuscrollen.

Sage ihm deshalb direkt, was du von ihm möchtest: Was soll er oder sie mit dem Post machen? Liken, Kommentieren, Speichern, Teilen, usw. Wir reagieren auf solche Handlungsaufforderungen (oder auch Call-to-Actions bzw. CtAs) und machen, was uns gesagt wird.

Beispiel für einen Call-to-Action im Instagram Post
Beispiel für einen Call-to-Action im Instagram Post

Du hast keine Ideen, wozu du deine Community auffordern könntest? Wie wäre es hiermit?

  • Stelle eine Frage
  • Frage nach der Meinung deiner Follower
  • Lass deine Community mitentscheiden
  • Rege an den Beitrag für später zu speichern
  • Fordere zum Teilen auf, damit auch andere von dem Content profitieren
  • Bitte deine Community tolle Accounts zu verlinken
  • Und und und

Wichtig ist natürlich immer, dass dein Content so gestaltet ist, dass deine Follower interagieren wollen. Ein Beispiel: Zu der Frage Mayo oder Ketchup habe ich eine ziemlich eindeutige Antwort (definitiv Ketchup by the way), die ich ganz schnell eintippen kann. Bei der Frage nach der Story hinter meinem Unternehmen muss ich schon weiter ausholen und einiges eintippen. Dafür muss meine Motivation schon sehr groß sein.

Was zum interagieren anregt und was nicht, hängt immer auch von deiner Zielgruppe ab. Guter Content klappt aber (fast) immer.

5. Nutze Emojis

Emojis wirken unprofessionell und gehören nicht auf einen Business-Account? Papperlapapp! Mittlerweile haben sich alle an die Gepflogenheiten der sozialen Medien gewöhnt.

Die kleinen Gesichter und Bildchen können Gefühle ausdrücken, Persönlichkeit zeigen und helfen, deine Caption ein bisschen übersichtlicher und strukturierter zu machen. Eine Studie von quintly zeigt sogar, dass Emojis das Engagement um bis zu 47% steigern können.

Höchste Zeit also Emojis auch für die Business Kommunikation in Social Media zu nutzen. Schonmal darüber nachgedacht neben Logo, Brandingfarben & Co. auch Brand Emojis festzulegen, die für dich und dein Business stehen?

6. Sei sparsam mit Hashtags & Markierungen

Hashtags sind wichtig, um deine Posts thematisch einzuordnen und ihnen mehr Reichweite zu verpassen. Du solltest es aber nicht übertreiben. Hubspot fand nämlich heraus, dass das Engagement mit jedem Hashtag sinkt. Sie empfehlen – ähnlich wie Instagram selbst – nur vier bis fünf. Diese sollten dann aber besonders relevant sein.

Mein Tipp ist allerdings selbst auszutesten, wie viele Hashtags am besten funktionieren. Poste mal mit mehr und mal mit weniger Hashtags und schau nach, bei welcher Anzahl du am meisten Reichweite und Interaktionen bekommst.

Ein weiterer beliebter Trick, um mehr Reichweite und Interaktion zu bekommen und den Instagram Algorithmus ein wenig zu überlisten und mehr Aufmerksamkeit für deine Posts zu bekommen, kannst du andere Nutzer in deinen Beiträgen markieren. Auch hier solltest du vorsichtig sein. Die Hubspot-Studie sagt, dass bei mehr als fünf Markierungen das Engagement sinkt.

Hier siehst du, dass du manchmal abwägen musst: Will ich mehr Reichweite oder mehr Interaktionen (oder die goldene Mitte)? Wichtig ist deshalb, dass du deine Ziele kennst.

7. Poste immer wieder Content, der funktioniert

Je länger du auf Instagram aktiv bist, desto mehr bekommst du ein Gefühl dafür, was deine Community triggert und was nicht. Verlasse dich hier aber nicht nur auf dein Bauchgefühl, sondern schau auch regelmäßig in deine Insights (Stichwort Engagement Rate).

Wenn du weißt, wie deine Zielgruppe tickt, weißt du auch, was für Content du erstellen musst, damit deine Community so richtig Lust hat aktiv zu werden.

8. Sei selbst aktiv

Dieser Punkt wird nur allzu oft vergessen. Kommunikation & Interaktion sind aber keine Einbahnstraße. Es gehören immer mindestens zwei dazu. Ganz wichtig ist deshalb, dass du auf Kommentare & Co. immer reagierst – und zwar so schnell wie möglich. Durch geschickte Gesprächsführung kannst du so richtig ins Gespräch kommen. Aber Achtung: Stelle nicht nur weitere Fragen, um möglichst viele Kommentare unter deinem Post zu haben. Bleib authentisch und beim Thema.

Nur zu reagieren reicht aber nicht. Werde proaktiv. Gehe also auf deine potentielle Zielgruppe zu und starte die Interaktion selbst. Konkret bedeutet das bei ihnen zu kommentieren, zu liken oder auf die Stories zu interagieren. Du wirst sehen, dass viele dann auch eher bei dir eher einen Kommentar oder Like dalassen oder einen Beitrag speichern.

9. Nutze Story-Sticker

In der Story ist es fast noch einfacher zur Interaktion anzuregen. Immer neue Sticker helfen dir dabei, richtig interaktiv und kreativ zu werden (und gleichzeitig viel über deine Community zu lernen).

Gerade die „Fragen“ und „Umfrage“ Sticker bieten dir die tolle Möglichkeit deine Follower an deinen Entscheidungen teilhaben zu lassen und deinen Account aktiv mitzugestalten. Frage sie doch einfach mal, was für Content sie sich wünschen würden oder ob sie Design A oder B besser finden.

Mit dem Chat-Sticker kannst du jetzt sogar kleine, private Q&A-Sessions machen oder dich mit deiner Community austauschen.

Dabei gilt natürlich auch: Je einfacher, desto besser.

10. Teile hochwertigen Content

Du hast deinen Themenschwerpunkt und postest viel guten Content dazu. Deine Zielgruppe interessiert aber sicher auch noch andere Themen, die du nicht abdecken kannst oder möchtest. Teile deshalb doch einfach mal Posts anderer Instagram Accounts.

Ein bisschen motivierenden Text dazu und schon hast du eine hilfreiche Story kreiert. Aber nicht nur das: Klicken deine Follower auf den Post, wird die Interaktion natürlich für dich gewertet.

Scheu dich also nicht auch fremden Content zu teilen. Vergiss dabei aber nicht auch deine eigenen Beiträge in der Story zu posten.

Und jetzt noch der Profi-Tipp: Starte Mitmach-Aktionen

Mitmach-Aktionen sind die Krönung der Interaktionen, denn solche Posts triggern fast alle Arten der Interaktion

  • Leute liken gerne und teilen den Beitrag, weil sie die Aktion cool finden
  • Deine Follower kommentieren, weil sie Teil der Community sein wollen
  • Sie klicken in der Story auf deinen Beitrag, weil „mitmachen“ meistens Spaß macht

Bei einer Mitmach-Aktion solltest du es deinen Followern möglichst einfach machen teilzunehmen. Die Aufgabe sollte also möglichst leicht und eindeutig sein. Hier kommen ein paar Beispiele:

  • Lasst uns uns gegenseitig kennenlernen: Wer bist du? Was machst du und wo kommst du her?
  • Beschreibe dein Business in 3 Emojis. Wir versuchen zu raten, was du machst
  • Like Time. Kommentiere mit “xxx“, verteile Likes bei den anderen Kommentaren und schreibe dann „erledigt“ unter die Kommentare. Wenn jemand unter deinen Kommentar erledigt schreibt, like auf seinem Account zurück.

Meine Erfahrungen sind, dass Instagram-Nutzer immer richtig viel Spaß an solchen Aktionen haben und fleißig mitmachen. Das bringt dir Interaktionen, Reichweite und Bekanntheit.

Fazit

Ob es dir gefällt oder nicht:

Engagement is king

Wenn du also auf Dauer erfolgreich sein möchtest, musst du es schaffen echte Interaktionen (und keine gekauften Likes) zu bekommen. Wer bis jetzt noch getrickst hat, wird das Nachsehen haben, denn es scheint so als würden Likes bald aus dem Sichtfeld der Nutzer verschwinden. Erste Tests laufen bereits (mehr dazu hier).

Sorge deshalb dafür, dass deine Community Lust darauf hat mit dir zu interagieren, weil du

  • tollen Content kreierst
  • sie mit einbeziehst
  • direkt zur Interaktion aufrufst
  • selbst aktiv bist

Na, schon bereit für einen regen Austausch mit deinen Followern – und denen, die es noch werden wollen?

6 Gedanken zu „10+1 Tipps, um deine Interaktion auf Instagram zu steigern

  1. Hallo Carina,
    Super toll erklärt. Ich finde es auch immer echt schwer, den Anfang zu finden. Bei Mitmachaktionen ist es auch echt schwer, wenn wirklich immer nur eine Handvoll Leute mitmachen 🙁

    Aber du hast mir echt ein paar schöne Anregungen gegeben.

    1. Vielen lieben Dank, Verena 🙂

      Bei den Mitmach-Aktionen heißt es immer dran zu bleiben. Am Anfang haben bei mir auch kaum Leute mitgemacht. Aber wenn die Community wächst, machen auch immer mehr tolle Accounts bei den Aktionen mit.

      1. Liebe Carina,

        der Artikel hat mir richtig gut gefallen. Du hast alles kurz und knackig auf den Punkt gebracht und ich finde deinen Schreibstil total ansprechend und erfrischend. Es hat einfach Spaß gemacht, den Beitrag zu lesen.

        Viele Grüße
        Carina

  2. Du hast alles super erklärt, was man machen muss, um sichtbarer zu werden. Bei mir scheitert es an der Umsetzung. Das ist der schwerste Teil für mich. Vielleicht soll ich mit kleinen Schritten beginnen? Gibt es irgendwas bei Istagram, das ein Muss ist und nicht so zeitaufwendig? Oder komme ich nicht daran vorbei?
    Liebe Grüße
    Maria

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