Social Media Dos and Donts

30 Do‘s and Dont‘s für dein Social Media Marketing

Social Media Marketing ist mehr als nur dein Essen oder dein neustes Outfit auf Facebook, Instagram & Co. zu teilen. Wie der Name schon sagt, ist es vor allem eins: Marketing.

Die Kanäle als Hobby zu bespielen kann dich wertvolles Potential oder auch bares Geld kosten. Richtig eingesetzt aber können die sozialen Medien ein echter Umsatz-Booster sein.

Dabei gibt es einiges zu beachten. Was genau das ist? Sieh selbst.

Do’s

Fangen wir mit den Dingen an, die du auf jeden Fall tun solltest. Viele davon sind Basic, aber trotzdem vergisst man sie gerne mal.

1. Eine Strategie verfolgen

Social Media mal eben so nebenbei machen? Einfach loslegen? Keine gute Idee! Damit Facebook, Instagram & Co. für dich arbeiten, musst du erst einmal deine Hausaufgaben machen:

  • Was sind deine Ziele?
  • Wer ist deine Zielgruppe und wo ist sie?
  • Welche Plattformen sind wirklich die richtigen?
  • Was interessiert deine potentiellen Fans?
  • Wie machst du Follower zu Kunden?

Wenn du diese Fragen beantwortet hast, steht das Grundgerüst für dein Social Media Marketing. So fällt es dir einfacher Themen zu finden und aufeinander abzustimmen. Als besonderes Extra hilft dieser rote Faden auch deinen Followern, denn sie wissen, was sie erwartet.

2. Erst denken, dann posten

Überlege dir vor jedem Post, ob du mit dem Inhalt Menschen verletzen oder deinem Ruf schaden könntest. Stark polarisierende Themen wie Religion, Politik & Co. solltest du meiden, wenn das nicht gerade deine dein Kernthema ist.

Das bedeutet nicht, dass du mit deiner Meinung hinter’m Berg halten sollst. Ganz im Gegenteil. Eine klare Haltung ist gut.

3. Du selbst sein

Gerade (aber nicht nur) bei Personenmarken ist die Persönlichkeit dein Alleinstellungsmerkmal. Den Content, den du lieferst, findet deine Zielgruppe auch bei zig anderen Accounts. Deshalb geht es nicht nur darum, was du sagst, sondern auch WIE du es sagst.

Zeig, wer sich hinter deinem Logo versteckt: Bist es nur du oder gibt es da ein Team? Hast du deinen tierischen Kollegen oder arbeitest du gerne im Co-Working Space?

Nimm deine Follower mit hinter die Kulissen.

Kommst du ohne Kaffee nicht aus dem Bett? Das macht die sympathisch. Gerade das Menschliche schafft Vertrauen und lässt deine Follower eine Verbindung zu dir aufbauen. Zeigst du immer nur deine perfekte Social Media Fassade, würgst du diese Verbindung ab.

4. Privatleben und Business trennen

Persönlichkeit zeigen? Ja. Einen Schnappschuss aus dem letzten Mallorca-Urlaub posten? Nicht unbedingt! Auch bei persönlichen Posts solltest du darauf achten, dass du ein gewisses Maß an Professionalität nicht unterschreitest.

Du hast einen über den Durst getrunken? Kann lustig sein – aber auf deinem privaten Profil.

Lege dir deshalb unbedingt neben deinem Business Account noch ein privates Konto an, wenn du mit Freunden in Kontakt bleiben und dein Leben teilen willst.

5. Für deine Follower schreiben

Du hast sicher einen krassen Fachjargon drauf – wie eine Art Geheimsprache unter Eingeweihten. Aber das ist das Problem: Deine Follower sind vielleicht (noch) nicht eingeweiht, sondern blutige Anfänger in dem Thema. Deshalb folgen sie dir ja.

Schreibe deshalb so einfach wie möglich – ohne deine Follower für dumm zu verkaufen.

6. Originell und kreativ sein

„Same procedure as every year, Miss Sophie“. Was jedes Silvester Millionen vor den Fernseher sieht, kann in den sozialen Medien tödlich sein: Routinen.

Wenn du immer alles nach deiner eigenen vordefinierten Art machst, wissen deine Follower zwar, was auf sie zukommt, besonders spannend ist es aber nicht. Sorge deshalb für Abwechslung und denk dir immer wieder was Neues aus. Dabei musst du das Rad nicht neu erfinden, kannst verschiedene Elemente aber neu kombinieren.

Falls eine Idee dann doch mal nicht so super war, werden deine Follower es dir schon verzeihen, denn andere werden dafür umso besser sein.

7. Snackable Content kreieren

„Snackable“ bedeutet einfach und schnell zu konsumieren. Deine Follower sitzen vermutlich gerade in der Bahn oder scrollen in der Mittagspause kurz durch die sozialen Medien. Statt schwerer Kost wollen sie da leichten Content. Das können kurze Videos, Infografiken oder Spruchbilder sein. Oft steht hier auch die Unterhaltung über der Wissensvermittlung.

Deshalb sollte dein Content aber auch nicht nur aus diesen Häppchen bestehen. Die Mischung macht’s.

8. Wiedererkennungswert schaffen

Deine Marke ist einzigartig. Deshalb sollen deine Follower im Optimalfall direkt erkennen, welche Posts zu dir gehören. Das gilt sowohl innerhalb einer Plattform als auch übergreifend. Es ist wichtig mit einer Stimme zu sprechen.

Dabei solltest du aber nicht nur auf die Message (das, was du sagst) achten, sondern auf darauf, wie du deine Inhalte verpackst. Individuelle Branding-Elemente und Farben helfen bei der Wiedererkennung.

9. Auf Fragen, Kommentare & Co. reagieren

Wenn deine Follower sich schon die Zeit nehmen, mit deinen Inhalt zu interagieren, solltest du dich dafür bedanken und ihnen deine Wertschätzung zeigen.

Das bringt dir mindestens ein paar Sympathiepunkte ein.

Auch, wenn du nicht immer innerhalb von Sekunden antworten kannst, solltest du zeitnah reagieren. Oder wie findest du es, wenn man deine Kommentare einfach ignoriert? Hab deshalb immer wieder ein Auge auf die Aktivität deiner Follower.

10. Fragen an deine Community stellen

Fragen zu stellen in Posts & Stories bedeutet vor allem ein: Deine Meinung ist mir wichtig. Social Media sind interaktiv, aber damit deine Follower aktiv werden, musst du sie dazu auffordern.

Gerade in Storys hast du mit den verschiedenen Frage-Stickern beste Möglichkeiten deine Follower ganz einfach zum Antworten zu Motivieren. Aber auch in deinen Feed Posts kannst du immer wieder Fragen einbinden.

11. Regelmäßig posten

Wenn du in Social Media sichtbar werden willst, musst du am Ball bleiben. Vergehen zwischen zwei Posts gleich Wochen, leidet deine Seriosität: Ist das hier wirklich dein Business oder nur ein Hobby?

Wie viele Posts genug sind, hängt von der Plattform ab. Bei Instagram kann dreimal pro Woche reichen. Bei Twitter darf es schon dreimal am Tag sein.

12. Vernetzen statt konkurrieren

Soziale Medien sind vor allem ein: sozial. Deshalb sollte eins deiner Hauptziele der Aufbau einer Community, einer Gemeinschaft, sein. Ellenbogenmentalität und Konkurrenzgehabe sind hier absolut fehl am Platz.

Du hast die fast einmalige Chance dich nicht nur mit deinen potentiellen Kunden, sondern auch mit deinen Mitbewerbern zu vernetzen.  So könnt ihr gegenseitig von eurem Wissen profitieren.

Scheue dich deshalb nicht davor, guten Content deiner Berufskollegen zu teilen. Es ist genug Kuchen für alle da.

13. Insights nutzen

Egal, ob du blutiger Anfänger oder schon ein alter Hase bist, du musst immer testen, testen, testen. Du kannst viel Neues ausprobieren. Wenn du aber nicht weißt, wie es ankommt, hast du davon nichts.

Wirf deshalb regelmäßig einen Blick in deine Zahlen (auch wenn du nicht dein Leben darauf ausrichten solltest). So lernst du deine Zielgruppe noch besser kennen und kannst deinen Content immer weiter optimieren.

14. Profil vollständig und aktuell halten

Dein Profil ist dein Aushängeschild. Beantworte hier die Fragen:

  • Wer bist du?
  • Was machst du?
  • Wie kann man dich kontaktieren?

Hinterlege so viele Kontaktmöglichkeiten wie möglich und sorge dafür, dass sie immer aktuell sind. Außerdem solltest du mit der Profilbeschreibung Lust auf mehr machen und uns einen Grund geben dir zu folgen.

Ein halbherzig ausgefülltes Profil erweckt schnell den Eindruck, dass du das Ganze nicht ernst nimmst oder einfach grundsätzlich nicht so professionell und kompetent bist.

15. Deine Profile untereinander verlinken

Oft bist du auf mehr als einer Plattform unterwegs. Da ist es (auch für Google) gar nicht so leicht den Überblick zu behalten. Zeige deshalb ganz klar, welche Profile zu dir gehören – und welche vielleicht sogar Fake sind.

So wissen deine Fans & Follower genau, wo sie dich finden und auch Google weiß, welche Profile es z.B. für dein Ranking beachten soll.

Außerdem wirkt die Verlinkung untereinander und mit der Website für viele Plattformen wie eine Art „Echtheitszertifikat“.


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Dont’s

Kommen wir jetzt zu dem, was du NICHT tun solltest. Hier geht es viel darum, deine Professionalität nicht zu gefährden und so ein gutes Bild abzugeben.

1. Allen zeigen, wie geil du bist

In den sozialen Medien geht es nicht darum zu protzen: mein Auto, meine Yacht, mein Haus. Und guck mal, was ich alles kann. Mann, bin ich ein geiler Hengst! Yihaa!

Ein absolutes No-Go! Was haben deine Follower davon?

2. Follower mit ihren Problemen langweilen

Du bist ein Problemlöser. Oder nicht? Dann beweis das auch in den sozialen Medien. Poste nicht nur, um zu posten und laber nicht lange um den heißen Brei. So verschwendest du nur die kostbare Zeit deiner Follower.

Biete stattdessen echten Mehrwert. Dein Wunschkunde weiß nicht, wie er sein Zeitmanagement in den Griff kriegen soll? Zeig ihm verschiedene Methoden und wie er sie konkret umsetzen kann.

3. Social Media nicht ernst nehmen

Komm schon, jetzt mal im Ernst. Social Media ist doch mehr Hobby als alles andere! Hier ein paar Fotos von deinem Essen teilen, da ein tolles Foto aus dem Urlaub. Los Google, spuck noch ein cooles Zitat aus – fertig ist der Post.

Wenn du mit der Einstellung an die Sache rangehst, kannst du es auch gleich lassen. Die sozialen Medien sind keine Freizeitbeschäftigung, sondern ein waschechter Marketingkanal – wenn du sie dafür nutzen willst. Wenn nicht, bleib einfach bei deinen privaten Accounts.

4. Fabel-Umsätze nur mit Social Media erwarten

Social Media alleine kann keine Wunder bewirken. Auch wenn du mittlerweile Facebook, Instagram & Co. zur Produktpräsentation nutzen kannst, steckt trotzdem noch mehr hinter deinem Erfolg als nur ein paar Social Media Kanäle: Dein Kundenservice muss stimmen. Ebenso dein Content und deine Website.

Setze dir also auch für die sozialen Medien realistische Ziele.

5. Überall sein statt da sein

Du tanzt im World Wide Web auf fünf Hochzeiten? Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat und Pinterest (ja, streng genommen ist das kein Social Media), wow! Aber ganz ehrlich: So wirst du keiner der Plattformen gerecht.

Konzentriere dich deshalb lieber auf wenige Plattformen, nämlich die, die dein Business weiterbringen. Um herauszufinden, welche das sind, musst du dich vor allem fragen, wo deine Zielgruppe aktiv ist.

6. Posten ohne Korrekturlesen

Flüchtigkeitsfehler können immer mal passieren. Nobody’s perfect. Trieft dein Text aber nur so vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern und/oder Tippfehlern leidet deine Professionalität. Oder würdest du jemandem dein Business (dein Herzensprojekt) anvertrauen, der schon auf seinen eigenen Kanälen schlampig arbeitet?

Lass im Zweifel lieber eine zweite Person Korrektur lesen und lies dir selbst den Text auch nach der Veröffentlichung nochmal durch.

7. Konkurrenz runtermachen

„Boah, die Jessi, die ist richtig doof. Und ihre Arbeit ist unter aller Kanone. Komm lieber zu mir, ich mach dir das 100 Mal besser!“ Pfui! Aus! Ganz, ganz schlechte Manieren. Was du über deine Konkurrenz bzw. deine Mitbewerber denkst, ist deine Sache – und das sollte sie auch bleiben.

Wenn du dich über andere lustig machst oder ihre Fähigkeiten öffentlich in Frage stellst, fällt das auch auf dich zurück. Professionell ist definitiv etwas anderes.

8. Dich von der Konkurrenz runterziehen lassen

Alle, einfach ALLE sind besser als ich: Die haben tollere Themen, bessere Bilder, mehr Follower. Stopp! Die sozialen Medien verleiten dazu uns ständig mit anderen zu vergleichen – und das kann einen ziemlich runterziehen. Aber weißt du was? Bei allen anderen stecken mindestens genauso harte Arbeit dahinter. Du siehst immer nur das Ergebnis, aber nicht das, was im stillen Kämmerlein in Stunden von Arbeit passiert.

Freu dich deshalb für deine Kolleginnen, wenn es bei ihnen gut läuft und lass dich von ihnen inspirieren. Kupfere aber niemals 1:1 bei anderen ab.

9. Bots die Arbeit machen lassen

Es kann verführerisch sein einfach ein paar Automatisierungen einzurichten und dann die Füße hochzulegen. Die Bots regeln das schon. Liken und kommentieren tun die Bots bestimmt. Eine Community baust du damit aber nicht auf – und das sollte definitiv eins deiner Hauptziele sein.

Deine Follower merken ziemlich schnell, ob hinter den Kommentaren wirklich ein Mensch steckt, der wirklich an ihnen interessiert ist. Alles andere ist einfach nur nervig.

10. Dich ständig wiederholen

Du hast es endlich geschafft deinen ersten Blogpost zu veröffentlichen? Das ist super! Das solltest du sofort deiner Community mitteilen. Aber dosiert. Nichts ist langweiliger als in bester „und täglich grüßt das Murmeltier“-Manier ständig den gleichen Content zu lesen.

Schaffe deshalb Abwechslung – sowohl in den Formaten, als auch in den Inhalten. Ein Redaktionsplan hilft dir dabei, Dopplungen zu vermeiden und sorgt so dafür, dass du immer wieder coolen, frischen Content auspackst.

11. Die Eigenheiten der Plattformen ignorieren

So, der Instagram-Post ist fertig. Jetzt einfach noch eben auch Facebook teilen. Und Twitter. Und Pinterest. Mit dieser Herangehensweise sparst du vielleicht Zeit, verschenkst aber viel Potential.

Jede Plattform hat ihre eigenen Regeln: Bildgrößen, erlaubte Anzahl an Zeichen, Hashtags, usw. Bereite deine Inhalte deshalb für jeden Kanal entsprechend auf. Die Message sollte aber natürlich überall die gleiche sein.

12. Auf Trolls und Hater eingehen

Sollte auf deine Posts irgendwann mal Kritik kommen, solltest du professionell damit umgehen: kein Gezicke, keine Beleidigungen. Gehe auf das Feedback ein, erkläre dich oder bedanke dich für den Hinweis.

Es gibt aber auch Trolls und Hater. Deren einziges Ziel ist es, schlechte Stimmung zu verbreiten und dich in eine endlose Diskussion zu verwickeln.

Trotzdem musst du auch auf solche (zum Glück sehr seltenen) Reaktionen antworten. Bleib hier aber kurz und höflich. Wenn es geht, gibt dem Hater Recht. Das nimmt ihm den Wind aus den Segeln.

13. Bilder und Posts klauen

Viele andere machen tolle Posts, von denen du dich gerne inspirieren lassen kannst. Die Bilder und Posts sind aber geistiges Eigentum des Erstellers. Nutze Fotos deshalb nur mit der Zustimmung des Erstellers (eine Ausnahme sind natürlich Stockfotos). Texte solltest du immer selbst schreiben.

Sollte der wahre Besitzer des Posts sehen, dass du seine Posts klaust, kann er das melden, wodurch du gesperrt werden könntest.

14. Impressum vergessen

Wenn du über Instagram Kunden finden und damit Gewinn machen willst, brauchst du unbedingt ein Impressum – auf jedem Kanal.

Außer bei Instagram hast du auf allen Plattformen die Möglichkeit dein Impressum einzufügen. Solltest du keine Website haben, auf die du verweisen kannst, kannst du dein Impressum als Story-Highlight hochladen. So ist es immer auf den ersten Blick verfügbar.

15. Fans oder Follower kaufen

Eine große Community ist toll. Noch besser ist aber eine aktive, denn die interagiert mit deinen Posts und sorgt so dafür, dass sie große Reichweiten bekommen. Wenn du Follower kaufst, folgen dir dann vielleicht 1.000 Leute, aber die haben null Interesse an deinen Inhalten. Also: keine Likes, keine Kommentare, keine Reichweite.

Verzichte deshalb lieber auf viele Follower und bau dir deine Community langsam, aber hochwertig auf.

Fazit

Puh, da kommt einiges zusammen – und ich möchte nicht einmal behaupten, dass diese Übersicht vollständig ist. Fakt ist: Social Media Marketing ist kein Kinderspiel und auch wenn es oft so leicht aussieht, steckt hinter dem perfekten Account viel Arbeit.

Die sozialen Medien sind aber aus dem berühmten Marketing-Mix von vielen nicht mehr wegzudenken. Und wenn du die Zeit dafür schon investierst – dann mach es auch richtig.

Und nicht vergessen: Social Media Marketing = sozial, aber eben auch Marketing.

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