Content-Marketing ist DIE Lösung für mehr Sichtbarkeit – auch für deinen Onlineshop. Erfahre hier, warum du deine Artikel mit einem Blog unterstützen solltest.

5 Gründe, warum dein Onlineshop einen Blog braucht

Content Markting in Form vom Blogs, Podcast & Co. boomt gerade wie nie zuvor und wird oft als DER Garant für mehr Sichtbarkeit gefeiert. Warum das so ist und ob du jetzt auch sofort mit deinem eigenen Blog startest solltest, verrate ich dir jetzt.

Was dir ein Blog für deinen Onlineshop bringt

Das wichtigste zuerst: Ein Blog kann ein mega Booster für deinen Onlineshop sein. Wenn du also eine Leidenschaft für das Schreiben hast, die immer schon ausgelebt werden wollte, ist ein Blog zu deinem Onlineshop der nächste logische Schritt. Aber auch, wenn dir die Spielerei mit Worten nicht so liegt, brauchst du jetzt nicht abschalten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Podcast? Natürlich kannst du das Content Marketing aber auch an eine Texterin oder Virtuelle Assistentin abgeben. Die Pluspunkte eines Blogs nimmst du dann genauso mit.

Jetzt aber mal Butter bei die Fische: Was sind die Vorteile von einem Blog?

#1 Du wirst bei Google (und anderen Suchmaschinen) sichtbarer

In einem klassischen Shop sind die Möglichkeiten Keywörter zu platzieren begrenzt. Wenn du also nicht gerade in einem Bereich unterwegs bist, wo dein Kunde glasklar weiß, was er braucht (Beispiel: ein Hobby-Handwerker, der einfach mal wieder seine Standard-Schrauben nachkaufen möchte), ist es schwierig von deinem Kunden gefunden zu werden.

Wenn dein Kunde jetzt also nach „Schrauben Gipskarton“ googelt, wird er vielleicht nie auf dich aufmerksam.

Was du natürlich hast sind deine Kategorie- und Produkttexte. Hier solltest du darauf achten, die richtigen Keywords zu platzieren.

Leider artet das oft in unleserlichen Texten aus, in die auch noch das 20. Keywords gestopft werden muss. Mit angenehmen Lesefluss hat das nichts mehr zu – und übrigens auch nicht mit der Befriedigung einer Nutzerintention. Denn wenn ich – wie im Beispiel – nach den richtigen Schrauben suche, möchte ich nicht auf einer Kategorieseite landen, auf der zufällig ganz unten das Keyword steht, sondern ich möchte beraten werden.

Diese Beratung kannst du super in Blogartikeln umsetzen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Beitrag zu: So findest du die passenden Schrauben für dein Heimwerker-Projekt.

In diesem Blogartikel kannst du eine Vielzahl von Keywords ganz natürlich unterbringen und so gleichzeitig für mehrere Begriffe bei Google ranken. Die Wahrscheinlichkeit darüber gefunden zu werden – und dann auch noch einen Kunden glücklich zu machen, ist um ein Vielfaches höher.

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#2 Du erreichst deine Kunden auf der ganzen Customer Journey

Wenn du dir etwas Neues kaufen möchtest, startet der Kauf in der Regel nicht direkt auf den Produktseiten des Onlineshops (es denn, du kaufst etwas zum hundertsten Mal). Bis du auf den Bestellen-Button klickst, hast du meistens schon einiges an Recherche erledigt. Je teuer das Produkt ist, desto länger lässt du dir die Entscheidung durch den Kopf gehen.

Es geht deshalb darum mit deinen Blogartikeln den gesamten Entscheidungsprozess deiner Kunden vom ersten Interesse bis zum Kauf von Folgeprodukten zu begleiten.

Wie das konkret entlang der Customer Journey aussehen kann, zeige ich dir gleich noch an einem Beispiel.

Hab also immer im Hinterkopf, dass ein Kauf das perfekte Zusammenspiel aus Beratung & Vertrauen ist.

#3 Du positionierst dich als Expertin & schaffst Vertrauen

Apropos Vertrauen. Wo würdest du lieber kaufen: Bei jemandem, der dir nur sein nacktes Produkt präsentiert oder bei jemanden, der dir zu dem Produkt noch Erklärungen, Anleitungen & Co. gibt?

Ich tippe mal zweiteres.

Je teurer und / oder erklärungsbedürftiger ein Produkt ist, desto mehr wollen sich deine Kunden bei dir gut aufgehoben fühlen. Sie wollen sehen, dass du nicht nur ein dahergelaufener Scharlatan bist, sondern wirklich Ahnung von der Materie hast. Was du offline in Gesprächen zeigen kannst, braucht online eine andere Plattform: deinen Blog.

Du zeigst mit deinem Blog aber nicht nur, dass du Expertin bist, sondern auch, dass du weißt, was deine Kunden brauchen. Wenn deine Blogartikel genau die Herausforderungen deiner Leser lösen, machst du sie in Nullkommanichts zu treuen Kunden.

Ich gebe dir mal ein paar Beispiele, um das noch glasklarer zu machen:

DIY – Du lieferst nicht nur das Produkt, sondern auch die passende Deko-Inspiration & natürlich die Anleitung.

Papeterie – Statt nur ein Journal zu verkaufen, schreibst du Tutorials wie deine Kunden ihre Bullet Journals für sich nutzen und gestalten können.

Rund um’s Baby – Angehende Mütter brauchen nicht nur Produkte, sondern auch Tipps rund um Kliniktasche, Baby-Alltag & Co.

Agrar-/Gartenprodukte – Welche Bäume muss ich wann schneiden? Wie bekomme ich das Moos vom Dach? Welches Mittel hilft gegen Ungeziefer? Hilf deinen Kunden durch ihren Alltag zu kommen.

#4 Du bindest deine Kunden an dich

Wenn dein Kunde nur bei dir kauft, um zu kaufen, ist er wahrscheinlich nach dem ersten Kauf wieder weg, weil er bei einem anderen Shop ein besseres Angebot gesehen, deinen Namen vergessen hat oder whatever.

Okay, wenn er bei dir sehr zufrieden war mit Service & Co. wird er wohl zurückkommen. Fair enough. Wie wäre es aber, wenn du die Wahrscheinlichkeit für einen Wieder-, Wieder- und Wiederkauf steigern könntest?

Durch deinen Blog liegt der Fokus nicht mehr nur auf dem Kaufen, sondern auch auf dem Mehrwert (also deinem beratenden Content). Wenn dein Kunde bei dir die Lösung für Problem A gefunden hat und jetzt Problem B angehen will (das Problem A ähnlich ist), wird er wieder bei dir landen.

Mit einem Newsletter kannst du deine Kunden und Interessenten sogar regelmäßig über deine neuen Blogartikel informieren und sie damit auf Probleme aufmerksam machen, von denen sie noch gar wussten, dass sie sie haben.

#5 Du musst nicht (mehr) mit den billigsten Preisen überzeugen

Hast du dich schon mal gefragt, warum Marken wie Gucci, Prada & Co. Preise nehmen können, bei denen einem nur so die Ohren schlackern, obwohl die Qualität wahrscheinlich gar nicht besser ist bei anderen Marken?

Weil sie sich ein Image aufgebaut haben. Und das kannst du auch.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass deine Qualität stimmt. Wenn das passt, kannst du deinen Produkten den entsprechenden Mehrwert verpassen – indem du mehr darüber verrätst, was sie einzigartig macht und eine richtige gute Beratung auf deinem Blog lieferst.

Nehmen wir mal an du verkaufst nachhaltige Seife, die in Südostasien nach traditionellen Formeln hergestellt wird. Auf deinem Blog gibst du Einblicke in den Herstellungsprozess, zeigst wie dadurch Ressourcen geschützt und Arbeitsplätze gesichert werden. Du zeigst, dass deine Versprechen nicht nur leere Floskeln, sondern gelebte Praxis sind.

Um ihren Beitrag zu so einem tollen Produkt zu leisten, werden deine Kunden gerne bereit sein ein paar Euro mehr zu zahlen.

Genauso können deine Kunden so begeistert von deinen Anleitungen, Ratgebern & Co. sein, dass sie gar nicht mehr auf die Idee kommen woanders zu gucken.

Über welche Themen du schreiben kannst

Einfach gesagt kannst du über alles schreiben, was deine Kunden interessiert. Hier ist aber oft auch schon der Casus knacksus: Auf deinem Blog geht es nicht darum, was DU schreiben willst, sondern darum, was deinen Kunden weiterhilft. Nur, weil du es total spannend findest, wie dein Hundespielzeug produziert wirst, gilt das nicht unbedingt auch für deine Kunden.

Bevor du drauf los schreibst, solltest du deshalb erst einmal überlegen, was die größten Pain Points – also Herausforderungen – deiner Kunden sind. Wenn dir dazu gar nichts einfällt, hast du drei Optionen:

  1. Du denkst dich noch einmal intensiv in deine Zielgruppe ein.
  2. Du fragst deine Zielgruppe direkt (z.B. in Social Media).
  3. Du sammelst Fragen, die immer wieder zu deinen Produkten kommen.

Blogartikel ist dabei nicht gleich Blogartikel. Deine Kunden kommen an ganz verschiedenen Stellen ihrer Customer Journey zu dir. Deshalb teile ich Themen entlang der Customer Journey nach ihren Zielen ein.

Informieren

Dein Kunde hat gerade erst gemerkt, dass er überhaupt ein Bedürfnis hat und fängt an zu recherchieren.

  • Produktvorstellungen / -neuheiten
  • Anleitungen
  • Educational Content / Ratgeber (alles, was rund um deine Produkte Probleme llöst; Bsp.: eine Packliste für die Kliniktasche für werdende Mamas)

Überzeugen

Es wird konkreter. Dein Kunde weiß jetzt in etwa, was er will bzw. braucht und jetzt auf der Suche nach dem perfekten Artikel. Er möchte sichergehen, dass er die richtige Entscheidung trifft. Gerade bei hochpreisigeren Produkten ist diese Phase besonders wichtig.

  • Produktvergleiche
  • Erfahrungsberichte

Begeistern

Um den Kunden zu begeistern, solltest du auch nach dem Kauf noch besten Service bieten. Dazu gehört auch Content zu erstellen, der weiterführende Probleme löst bzw. neue Bedürfnisse aufzeigt.

Im Prinzip startest du hier also wieder in der Phase „informieren“.

Beispiel für Blogartikel entlang der Customer Journey

Spielen wir das doch mal an einem ganz konkreten Beispiel durch:

Informieren

Anna hat sich einen Traum erfüllt: Ihr erster eigener Hund zieht bei ihr ein. Da sie gar nicht weiß, was jetzt zu tun ist, fängt sie auf Google an nach der Erstausstattung für Welpen zu suchen. Da dürfen natürlich auch die Produkte aus deinem Shop nicht fehlen. Um Anna auf deine Website zu lotsen, schreibst du einen Blogartikel:

Dein Welpe zieht ein – das brauchst du für die Erstausstattung

Darauf springt Anna natürlich sofort an. Der löst schließlich direkt ihr Problem. In dem Blogartikel beschreibst du, was ein Hund alles braucht (z.B. Spielzeug) und kannst schon erste Produkte direkt verlinken.

Überzeugen

Der Einzug von Annas Welpen rückt immer näher und damit er sich gleich wohlfühlt, will sie direkt Spielzeug da haben. Eine richtige Ahnung, was da am besten ist, hat sie nicht. Perfekt für dich, denn so kannst du sie mit deinem Content beraten & überzeugen. Hier bietet sich ein Vergleich ein:

Welpenspielzeug im Vergleich – das ist das richtige für deinen Hund

Auch hier verlinkst du natürlich wieder Produkte. Anna ist restlos überzeugt und klickt direkt in deinen Shop. Zack, hast du eine neue Kundin.

Begeistern

Nach dem Einzug des Welpen ist das Thema Hund aber noch nicht gegessen, denn der Hund wächst ja und braucht immer neue Halsbänder, Leinen, Futter, Spielzeug & Co. Für all diese Themen kannst du weitere Blogartikel erstellen und deinen Blog so zu einem umfassenden Hunde-Ratgeber anwachsen lassen.

Dadurch, dass Anna beim ersten Kauf durch die gute Beratung Vertrauen gewonnen hat, wird sie im weiteren Hundeleben eher bei dir kaufen als bei jemand anders. Damit ihr eure Verbindung zueinander nicht verliert, kannst du sie zum Beispiel mit einem Newsletter noch enger an dich binden und immer wieder mit hilfreichen Tipps versorgen.

Voilà – schon hast du eine treue Kundin.

Damit du bei all den Themen nicht den Überblick verlierst und deine Kunden von Hölzchen aufs Stöckchen schickst, legst du dir am besten einen Redaktionsplan an, in dem du deine einzelnen Artikel vorplanst und so den roten Faden behältst.

Do’s und Dont’s für deinen Blog

Wenn du bis hierhin aufmerksam gelesen hast, juckt es dir wahrscheinlich schon in den Fingern mit deinem eigenen Blog zu starten. Bevor du loslegst, möchte ich dir aber noch ein paar Do’s und Dont’s mitgeben – weil ein Blog (bei allen Vorteilen) nun einmal Zeit kostet und du deine Kapazitäten so gut wie möglich nutzen sollst.

DoDont
Lerne deine Zielgruppe kennen, damit du dich richtig gut in sie hineinversetzen kannst (z.B. über Kundenservice, Social Media).Mach deinen Blog nicht zur Dauerwerbesendung. Du brauchst nicht in jedem Satz eines deiner Produkte erwähnen. Verlinke nur Artikel, die wirklich relevant sind.
Löse echte Probleme und schreibe nicht einfach über Themen die dich interessieren.Schreibe nicht einfach nur, um zu schreiben. Nur, weil dein Blog voll ist mit Beiträgen, ist er nicht unbedingt gut. Hier gilt Qualität (also Mehrwert) vor Quantität.
Schreibe für deine Kunden und nicht für irgendwelche Suchmaschinen. Lass lieber eine Wiederholung des Keywords weg, damit es sich lockerer lesen lässt.Führe deine Kunden nicht in reine Textwüsten. Mach deine Blogartikel leicht lesbar und locker sie mit Bildern, Aufzählungen & Co. auf.  
Was deine Blog-Texte außerdem zu einem Feuerwerk machen, verrate ich dir in meiner Anleitung für richtig gute Texte.
Kreiere einzigartige Inhalte und kopiere nicht einfach die Beiträge von anderen (#copycat). 
Behalte deinen Fokus. Schreibe nur über Themen, die auch was mit deinem Shop zu tun haben und schweife nicht ab. 
Gestalte ein Blogdesign, das deine Inhalte (auch mobil) ins rechte Licht rückt. Dafür muss es nicht besonders fancy sein, sondern gut strukturiert und lesbar. 
Achte auf richtige Rechtschreibung und Grammatik. Viele Fehler lassen deine Professionalität leiden. 
Veröffentliche regelmäßig neue Inhalte. 
Rühre die Werbetrommel für deine Blogartikel. Damit meine ich keine bezahlten Anzeigen, sondern Plattformen wie Instagram oder Pinterest.  
Wie du Pinterest für deinen Onlineshop nutzt, zeige ich dir in meinem Blogartikel.
 
Nutze die Kommentar-Funktion, damit deine Leser & Kunden mit dir interagieren können und antworte hier auch auf die Kommentare. 

Ein Learning, das ich dir unbedingt noch mitgeben möchte ist: Bleib geduldig. Ein Blog wird nicht über Nacht hundertausendfach geklickt werden. Gib ihm sechs bis acht Monate Zeit, um sich zu entwickeln und gehe mit deinen Artikeln in Vorleistung.

Wenn der Knoten dann erst einmal geplatzt ist, zahlt es sich aus, dass du drangeblieben bist. Ich spreche da aus Erfahrung (und ja, auch ich hatte mit meiner Geduld zu kämpfen).

Fazit

Fragst du mich, ob du für deinen Onlineshop einen Blog erstellen sollst, wird meine Antwort (fast) immer „JA“ sein. Mit dem zusätzlichen Content kannst du deine Zielgruppe auf einer völlig neuen Ebene erreichen und mit deinem Expertenwissen Vertrauen und eine treue Kundschaft aufbauen.

Dennoch ist ein Blog kein Must-Have. Gerade am Anfang deiner Onlineshop-Karriere kann ein Blog ein zusätzlicher Stressfaktor sein. Konzentriere dich also erst einmal darauf einen funktionierenden Onlineshop aufzubauen und füge den Blog dann hinzu, wenn du dich auch wirklich regelmäßig darum kümmern kannst.

4 Kommentare
  1. Webtiger
    Webtiger sagte:

    Vielen Dank besonders für die Gegenüberstellung der Do’s und Dont’s für einen Blog. Das gibt eine gute Richtlinie für die Qualität eines Blogs. Ich denke aber auch, dass wenn man sich einen Onlineshop erstellen lässt oder eine Webseite progrmmiert, es sinnvoll ist, diese in einem Blog zu vernetzen.

    Antworten
  2. SilverComp
    SilverComp sagte:

    Vielen Dank für den tollen Artikel. Ich stehe mit meinem Onlineshop noch am Anfang. Obowhl ich einen Blog von Beginn weg mit eingeplant habe fällt mir das Bloggen noch schwer, aber dein Artikel wird mir sicher helfen, damit ich in Zukunft tolle Beiträge verfassen kann.

    Liebe Grüsse Andy

    Antworten
    • Carina Hartmann
      Carina Hartmann sagte:

      Hallo Andy,
      vielen Dank für dein Feedback. Ich freu mich sehr, dass dir der Artikel weiterhilft 🙂
      Wie (fast) alles im Leben macht auch beim Bloggen Übung den Meister. Wo genau ist denn aktuell deine Herausforderung beim Bloggen?

      Viele Grüße
      Carina

      Antworten

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