Du willst Pinterest für dein Unternehmen oder deinen Blog nutzen? Hier ist deine komplette Schritt-für-Schritt Anleitung für Anfänger.

Wie funktioniert Pinterest? – eine einfache Anleitung für Anfänger

Pinterest ist das (neue) Buzzword in der Social Media Szene und mausert sich immer mehr zu dem Must-Have für Selbstständige. Ob als Traffic- oder Umsatz-Booster oder als Inspirationsquelle – am Pinterest geht kaum noch ein Weg vorbei.

Schauen wir uns den Spuk also heute mal an: Ist das alles nur Hokuspokus oder solltest auch du jetzt auf Pinterest setzen?

Kleiner Spoiler: Ich habe hier ein kleines Tipp-Feuerwerk gezündet und der Blogartikel ist in fast 5.000 Wörter explodiert. Mach’s dir also am besten gemütlich und tauche voll ein.

Was ist Pinterest eigentlich?

Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine. Es geht darum sich interessante Inhalte zu merken – wie der Begriff “Pinterest” schon verrät: “pin” (engl. Stecknadel) + “interest” (engl. Interesse) = Interessantes anheften.

Dachtest du bisher Pinterest wäre ein klassischer Social Media Kanal? Das ist leider nicht ganz richtig.

Streng genommen gehört Pinterest nämlich gar nicht zu den sozialen Medien – auch wenn es den ein oder anderen sozialen Aspekt hat. Wenn du also mit Expertenwissen glänzen willst, sagst du zu Pinterest ab heute lieber Bildersuchmaschine oder visuelle Suchmaschine.

Auf Pinterest geht es um Inspiration und Ideenfindung – besonders, wenn es um Lifestyle-Themen und DIY geht. Kein Wunder also, dass Bereiche wie Nähen, Basteln, Fashion, aber auch Hochzeit oder Reisen auf diese Plattform setzen.

Mittlerweile ist Pinterest aber mehr als nur Lifestyle und du kannst mit fast jedem Thema Erfolg haben.

Hier sind zum Beispiel drei Accounts von Beraterinnen bzw. Dienstleisterinnen, die auch bombastisch auf Pinterest performen:

Pinterest Account Beispiel - Laura Malina Seiler

Laura Malina Seiler gibt Tipps zum Thema Achtsamkeit

Pinterest Accout Beispiel - Still u. Stark

Bei Melina und Timon gibt es viel Input für introvertierte Menschen.

Pinterest Account Beispiel - Diller Yourself

Stefanie Diller nimmt ihre NutzerInnen mit in die Welt der Stilberatung.

Du bist immer noch nicht von Pinterest überzeugt? Dann habe ich 10 unschlagbare Gründe dafür jetzt sofort mit Pinterest zu starten.

Was ist der Unterschied zwischen Pinterest und Instagram?

“Wenn Google und Instagram ein Baby hätten, wäre es Pinterest” – der Spruch bringt es perfekt auf den Punkt. Pinterest funktioniert als Suchmaschine eben ganz anders als Instagram. Schauen wir uns die wichtigsten Unterschiede einmal an:

PinterestInstagram
Suchmaschine:
Pinterest folgt einem ähnlichen Prinzip wie Google oder YouTube. Um die Inhalte gut zu platzieren sind vor allem Keywords bzw. SEO wichtig.
Social Media Kanal:
Wie der Name schon sagt geht es auf Social Media um’s Soziale, also die Beziehung zwischen Menschen. Inhalte werden deshalb vom Algorithmus auf Basis von Interaktionen ausgespielt.
Traffic:
Pinterest ist ein echter Trafficbooster. Dadurch, dass alle Pins auf Websites verlinken, landen die Nutzer mit einem Klick auf z.B. deinem Blog, Podcast oder Onlineshop.
Branding / Community Aufbau:
Auf Instagram kannst du in deiner Bio genau einen Link hinterlegen. Die einzelnen Posts sind nicht klickbar, sodass du mit Instagram kaum Traffic auf deine Website lenkst. Hier stehst du mit deinem Content im Vordergrund. Du kannst dich mit den verschiedenen Formaten zeigen und eine persönliche Bindung zu deinen Followern auf. Du kannst dir hier deine Community aufbauen, mit der du dich regelmäßig austauschst.
Evergreen Content (langfristig):
Die Lebenszeit eines Pins kann locker mehrere Monate bis Jahre sein. Es geht darum Content zu kreieren, der den Nutzern immer wieder (und damit langfristig) hilft.
Kurzlebiger Content:
Auf Instagram passiert alles in Echtzeit: Likes, Kommentare & Co. passieren meist in den ersten Minuten nach dem Posten. Die Lebenszeit beschränkt sich oft auf wenige Stunden.
Inspiration:
Pinterest-Nutzer sind auf der Suche nach Ideen, die ihr aktuelles Problem lösen. Wer genau diese Lösung bietet, ist zweitrangig. Das sieht man auch daran, dass fast alle Suchen ohne Markenbezug sind.
Persönliche Beziehungen:
Auf Pinterest folgen deine Follower dir, weil sie dich als Person gut finden. Durch persönliche Einblicke machst du dich nahbar und gibst deinem Unternehmen oder Blog ein Gesicht. Das ist super, um Vertrauen aufzubauen (eine super Voraussetzung, um dann auch zu verkaufen).

Ist eine der Plattformen jetzt besser oder schlechter? Nein. Welche für dich die richtige ist, hängt von deinen Zielen, deiner Brache, etc. ab.

Pinterest und Instagram sind keine Entweder-oder-Entscheidung, sondern die perfekte Kombi, um dein Business so richtig erfolgreich zu machen.

Die wichtigsten Pinterest Fachbegriffe

Wie jede Plattform hat auch Pinterest eine ganz eigene Sprache. Damit du richtig verstehst, was du wie zu tun hast, musst du also erst einmal wissen, wovon ich spreche.

Pin

Pins sind die Posts von Pinterest. Es sind Bilder oder Grafiken, die von anderen Nutzern (oder dir) geteilt werden. Meistens sind es Inspirationen, Anleitungen oder Produkte aus Onlineshops, die dann auf Websites verlinken.

Wenn dir ein Pin gefällt und du denkst, dass der auch für deine Zielgruppe hilfreich ist, kannst du ihn „Merken“. Damit landet er auf der von dir ausgewählten Pinnwand.

Repin

Als Repin bezeichnet man die Pins, die von anderen gemerkt wurden. Wenn du also einen Pin veröffentlichst und ich den so toll finde, dass ich ihn auf einer meiner Pinnwände merke, ist das auf meinen Pinnwänden ein Repin.

Rich Pin

Rich Pins sind Pins, die mit zusätzlichen Informationen direkt von deiner Website ergänzt werden. Damit das funktioniert, musst du Rich Pins aktivieren (mehr dazu später). Es gibt drei verschiedene Arten: Artikel Rich Pin, Rezepte Rich Pin und Produkt Rich Pin.

Promoted Pin

Promoted Pins sind die Pins, die du zu bezahlten Anzeigen machst und sie so noch extra pusht.

Keyword

Keywords sind Suchbegriffe, die Pinterest-User nutzen. Da Pinterest kein klassisches soziales Netzwerk, sondern eine Suchmaschine ist, sind Keywords sehr wichtig.

Pinnwand / Board

Pinnwände sind die „Sammelstellen“ für deine Pins. Du findest hier alle Pins, die du dir gemerkt hast. Damit du alles schnell wiederfindest, legst du dir mehrere Pinnwände zu verschiedenen Themen an. Es gibt dabei keine Regeln: Du kannst deine Pins so ordnen wie du magst.

Geheime Pinnwand

Eine geheime Pinnwand kannst nur du sehen. Deshalb kannst du auf diesen Pinnwänden alles sammeln, was andere (noch) nicht sehen sollen.

Gruppenpinnwand

Bei Gruppenboards kommt der soziale Charakter von Pinterest durch: Hier pinnen mehrere Nutzer auf eine gemeinsame Pinnwand. Gruppenboards waren lange DER Tipp für mehr Reichweite. Nach vielen Pinterest-Updates haben sie aber ein wenig an Bedeutung verloren.

Profil

Das Profil ist das Herzstück deines Pinterest Accounts. Hier findest du alle Pinnwände und Pins und siehst wer dir folgt und wem du folgst. Nutzer, die auf dein Profil kommen, bekommen damit schnell einen Überblick, wer du bist und was du machst. Mit einer sympathischen Profilbeschreibung überzeugst du sie ruckzuck dir zu folgen.

Homefeed / Startseite

This is where the magic happens. In deinem Home Feed zeigt Pinterest dir alle Pins an, die dir gefallen können – und Pinterest kennt dich ziemlich schnell ziemlich gut. Du kannst hier neue Inspiration sammeln und viele Ideen finden, die du weiter teilen möchtest.

Tailwind

Wenn du anfängst dich mit Pinterest zu beschäftigen, wird der Begriff Tailwind immer wieder deine Bekanntschaft machen wollen. Tailwind ist eines der Must-Have Tools für dein Pinterest Marketing. Du kannst damit deine Pins vorplanen und so dein Account Management zum Teil automatisieren.

Das war es auch schon. War doch gar nicht schlimm, oder? Aber jetzt Hefte raus: Vokabeltest.

Deine ersten Schritte auf Pinterest

Nachdem du die Pinterest-Sprache jetzt verstehst, schauen wir uns an, wie du einen erfolgreichen Account anlegst. Wir gehen alles Schritt für Schritt durch.

1 | Stell dir die Frage: Kann ich auf etwas verlinken?

Eins direkt mal vorweg: Du kannst Pinterest ohne eigene Pins und auch ohne eigene Website nutzen. So kannst du beispielsweise sichtbarer werden.

Ich vermute aber, du willst mit Pinterest eher deinen Traffic steigern. Dann brauchst du Seiten, auf die du verlinken kannst. Das bedeutet konkret: Du brauchst Content. Das kann ein Blog, ein Vlog, ein Podcast oder jedes andere Content-Format sein.

2 | Erstelle ein Unternehmensprofil und fülle es komplett aus

Wenn du Pinterest wirklich für dein Business und nicht nur für private Inspiration nutzen willst, führt kein Weg an einem Unternehmensprofil vorbei.

Wenn du schon ein privates Profil hast, lässt du es am besten auch privat und legst dir ein neues Business Profil ist – komplett kostenlos natürlich.

Bevor du damit richtig durchstarten kannst, füllst du alle Felder aus – die Nutzer sollen schließlich sofort wissen, wer du bist und was du machst.

Pinterest Account - Übersicht
  • Name: Dein Name sollte deinen Unternehmensnamen widerspiegeln, damit man dich sofort erkennt. Wenn es möglich ist, bringe hier auch dein Haupt-Keyword (dazu später mehr) unter.
  • Kurzinfo: Erzähle kurz, wer du bist und worum es in deinem Business geht (Mit welchen Themen beschäftigst du dich?). Versuche deine Nutzer direkt an die Hand zu nehmen und ihnen Lust auf mehr zu machen. Auch hier kann das ein oder andere Keyword Wunder wirken, um deine Reichweite zu steigern.
  • Impressum: Ein bisschen was Rechtliches darf auch auf Pinterest nicht fehlen. Pinterest bietet dir ein extra Feld für dein Impressum. Vergiss nicht, Pinterest darin auch zu erwähnen.
  • E-Mail Adresse & Telefonnummer: Du kannst bei Pinterest direkt im Profil eine E-Mail Adresse und deine (geschäftliche) Telefonnummer angeben. Das macht es deinen Nutzern noch einfacher dich zu kontaktieren. Diese Infos sind vor allem für Coaches, Berater und Dienstleister hilfreich.

3 | Verifiziere deine Website

Pinterest möchte dir helfen zu erkennen, welche Pins wie viele Klicks auf deine Website gebracht haben. Damit es das aber kann, musst du deine Website verifizieren.

Dafür fügst du einen Meta-Tag auf deiner Website oder lädst ein HTML-Dokument hoch. Am einfachsten geht die Verifizierung, wenn du das Yoast SEO Plugin installiert hast.

Du kannst das aber natürlich auch ohne Yoast machen. Pinterest erklärt dir Schritt für Schritt, wie es funktioniert.

4 | Richte Rich Pins ein

„Reiche Pins“ – was soll das denn jetzt schon wieder sein? Rich Pins sind Pins, die noch ein paar mehr Informationen enthalten als ein normaler Pin. Pinterest zieht diese Informationen direkt von deiner Website und aktualisiert sie sogar, wenn du etwas daran änderst.

Es gibt drei verschiedene Arten von Rich Pins: Artikel Rich Pins, Rezept Rich Pins und Produkt Rich Pins.

Um diese Funktion zu aktivieren (was ganz nebenbei auch mehr Sichtbarkeit bringt), brauchst du strukturierte Daten auf deiner Website.

Keine Sorge, das klingt relativ technisch, ist aber halb so wild. Das bekommst du mit nur wenigen Klicks hin. Eine genaue Anleitung für die verschiedensten Content-Management-Systeme findest du in meinem Blogartikel zu Rich Pins.

5 | Erstelle deine ersten Pinnwände

Jetzt geht es richtig los. Du erstellst deine ersten Pinnwände. Für den Start solltest du 10-15 Pinnwände erstellen, damit du anschließend auch genug Pinnwände hast, um regelmäßig zu pinnen. Dabei ist besonders wichtig, dass die Pinnwände für deine Zielgruppe relevant sind und zu deinem Business passen.

Du kannst deine Pinnwände ruhig relativ nischig machen (Bsp. Routinen für Selbstständige) und ein wenig über den Tellerrand hinausgucken (Bsp. Gesunde Snacks). Überlege einfach, welche Themen deine Follower interessieren – natürlich immer mit Bezug zu deinem Business.

Dabei gibt es drei Pinnwände, die auf keinen Fall fehlen dürfen. Welche das sind und wie viele Pinnwände du überhaupt brauchst, erfährst du im Blogartikel zur Pinnwand-Strategie.

6 | Eigene (& fremde) Pins merken

Die noch leeren Pinnwände wollen nun natürlich auch gefüllt werden. Grundsätzlich kannst du fremde und eigene Pins merken. Je nach Strategie macht es mehr oder weniger Sinn auch fremde Pins mit einzubinden.

Wenn du fremden Content teilen möchtest, kannst du danach ganz gezielt über die Pinterest Suche suchen oder dir relevante Pins von deiner Startseite (dem Home Feed) merken. Falls du die Pins nicht sofort teilen möchtest, kannst du sie auch mit Tailwind (dazu gleich noch mehr) vorplanen.

Fremde Pins können am Anfang sehr praktisch sein, um deinen Pinnwänden ein wenig Leben einzuhauchen. Wenn du Pinterest aber richtig (und damit meine ich professionell und erfolgreich) nutzen möchtest, führt kein Weg an eigenen Pins vorbei.

Du solltest also jetzt gleich anfangen Pins zu deinen Blogartikeln, Podcast-Episoden, YouTube-Videos oder Produkten im Onlineshop zu erstellen.

Du brauchst hier mehr Details? In meinem Blogartikel erfährst du, was einen richtig guten Pin ausmacht.

Meine top Tool-Empfehlung zur Pin-Erstellung – vor allem für Nicht-Designer (und alle, die ihre Pins schnell & einfach erstellen wollen) – ist Canva. Damit kannst du deine eigenen Pin-Vorlagen erstellen und so in deiner Account Betreuung im Handumdrehen viele, viele qualitativ hochwertige Pins erstellen.

6.1. Welche Pin-Formate gibt es?

Auf Pinterest gibt es vier verschiedene Pin-Formate: Standard Pin, Karussell Pin, VIdeo Pin und Story Pin. Jede hat seine ganz eigenen Charakteristika und verfolgt unterschiedliche Ziele.

Gucken wir uns das mal genauer an:

Standard Pin: Der Standard Pin ist die klassischste Form des Pins. Hier hast du eine statische Grafik bzw. ein Foto. Das Ziel ist hier vor allem Traffic auf deine Website.

Karussell Pin: Beim Karussell Pin kannst du bis zu 5 Bilder in einem Pin nutzen und das Bild, der Titel, die Beschreibung und der Link für jeden individuell festlegen. So hast du die Chance deinen Nutzer direkt mit vielen hilfreichen Infos zu versorgen. Auch dieses Format zielt auf Website-Klicks ab.

Video Pin: Video Pins sind dynamische Pins. Mit Videos oder Animationen bringst du deine Pins in Bewegung. Diese fallen im Feed besonders auf, da die Videos per Autoplay direkt abspielen und so ganz automatisch die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich ziehen.

Video Pins eignen sich vor allem, um Reichweite zu generieren. Am Handy sind sie nicht so leicht klickbar wie Standard Pins und sorgen so für weniger Traffic.

Story Pin: Story Pins bestehen aus mehreren Seiten und erinnern ein bisschen an Instagram Stories. Auf bis zu 20 Seiten kannst du z.B. Anleitungen zeigen – und mit zeigen meint Pinterest: dich als Person bzw. zumindest deine Stimme.

Mit diesem Format kommt mehr Persönlichkeit in die Plattform. Und was ganz neu ist: Story Pins verlinken nicht auf deine Website. Sie sind aber eine super Möglichkeit deine Reichweite zu pushen.

Wie steigere ich meine Reichweite auf Pinterest?

#1 Setze dich mit Pinterest SEO auseinander

Ich habe ja am Anfang schon erwähnt:

“Pinterest ist eine Suchmaschine”

Wenn du also im Suchfeld nach „Zitate Achtsamkeit“ suchst, werden dir nur Pins (Boards & Nutzer) angezeigt, bei denen die Suchwörter vorkommen.

Daraus ergibt sich auch deine nächste Aufgabe: Finde heraus, wonach deine Zielgruppe sucht und füge diese Keywords in die Beschreibungen deiner Pins, Pinnwände und in deine Kurzbeschreibung ein.

Am einfachsten findest du Keywords, wenn du dein Thema oben in die Suchleiste bei Pinterest eingibst. Über Auto-Vervollständigung bekommst du direkt Vorschläge. Aber auch auf der Ergebnisseite deiner Suche findest du einige Ideen.

Keywords finden Pinterest

Was genau erfährst du in meinem Artikel zu Pinterest SEO.

#2 Automatisiere deine Pins, um täglich zu pinnen

Pinterest liebt Regelmäßigkeit. Deshalb solltest du mehrmals täglich zu verschiedenen Tageszeiten pinnen.

Ich tippe jetzt aber mal, dass du noch besseres zu tun hast als dich den ganzen Tag mit Pinterest zu beschäftigen (auch, wenn es megaviel Spaß macht). Deshalb solltest du relativ schnell beginnen deine Pins zu automatisieren.

In der Pinterest-Welt hat sich dafür ein Tool etabliert: Tailwind.

Darin kannst du alle eigene und fremde Pins auf alle relevanten Pinnwände vorplanen und Tailwind schlägt dir dank Smart Schedule vor, wann die Pins am besten online gehen sollten. Wenn du einmal alles drin hast, kannst du dich entspannt zurücklehnen.

#3 Nutze Gruppenboards & Tailwind Communities

Wenn du gerade mit Pinterest startest, haben deine Pins meist noch keine große Reichweite (was natürlich ganz normal ist). Damit sie schneller von anderen Pinnern gefunden werden, kannst du sie auf Gruppenboards pinnen.

Gruppenboards sind Pinnwände, an denen mehrere Nutzer zusammen pinnen. Was ursprünglich mal zum leichteren Planung von privaten Feiern & Co. gedacht war, entwickelte sich schnell zum echten Reichweiten-Booster. Warum? Weil du mit Pins auf diesen Boards die Wahrscheinlichkeit erhöhst, dass deine Pins gesehen, geklickt und gemerkt werden.

Neben zusätzlicher Reichweite sind Gruppen-Pinnwände auch super, um fremde Pins zu sammeln oder um dir Inspiration für neue Content-Themen zu holen.

Mittlerweile ist der Effekt bei Weitem nicht mehr so groß, weswegen Gruppenpinnwände nicht mehr das Nonplusultra sind (aber trotzdem in einigen Branchen noch sinnvoll sind).

Tailwind hat mit seinen Communities (ehemals Tribes) dieses Prinzip aufgegriffen. Auch hier ist der Grundgedanke “Zusammen sind wir stärker”: Mehrere Nutzer teilen gegenseitig ihre Pins zu ähnlichen Themen und steigern so gegenseitig ihre Reichweiten.

Der große Vorteil der Communities gegenüber Gruppenboards: Du kannst eigene und fremde Pins direkt in Tailwind (wo du ja eh deine Pins planst) in und aus den Communities teilen.

Tailwind Communities

#4 Teste verschiedene (und vor allem neue) Pin-Formate

“Wer rastet, der rostet” – oder wächst einfach nicht weiter. Auf Pinterest ist eine der wichtigste Zutat für das Erfolgsrezept immer up-to-date zu bleiben (zum Beispiel über meinen Newsletter) und sich mit der Plattform mitzuentwickeln.

Dazu gehören vor allem (aber nicht nur) neue Pin-Formate. Die Zeiten, in denen du als Creator oder Market einen Standard-Pin nach dem anderen erstellst hast, sind lange vorbei. Heute lebt Pinterest von Abwechslung – und davon die Nutzer auch auf der eigenen Plattform zu halten.

Neben dem klassischen Standard-Pin als Traffic-Format hat Pinterest zwei (nicht mehr ganze so neue) Reichweitenformate entwickelt: Video Pins und Story Pins.

Diese Pin-Arten werden gerade stärker in den Feeds der Pinterest-Nutzer und in den Suchen ausgespielt und bringen dir so ein ganz neues Level an Sichtbarkeit.

Du willst gleich loslegen? Dann lies das meine Blogartikel “Story Pins” und “Video Pins”.

#5 Verlinke deinen Pinterest Account

Bis jetzt existiert dein Account nur im Pinterest-Minikosmos. Er verdient aber noch so viel mehr Aufmerksamkeit. Nutze deshalb deine weiteren (Online)-Marketing Kanäle, um ihn

  • Social Media (z.B. Instagram): Erzähle in deiner Story oder einem Post von deinem Pinterest Start und verlinke deinen Link unbedingt in deiner Bio.
  • Website: Deine Website ist ein super-wichtiger Teil deines Pinterest Marketings. Passe deine Website deshalb optimal an und mache deinen Account mit “Merken”-Button, Pop-Up & Co. noch bekannter. Wie genau das funktioniert, erfährst du in meinem Blogartikel zur Website-Optimierung.
  • Newsletter / E-Mail Signatur: Füge in jede deiner Mails eine Art Footer oder Signatur ein, in dem du deine wichtigsten Kanäle (also auch Pinterest) verlinkst.

Erinnere deine Community so immer wieder daran, was sie auf Pinterest für toller Content erwartet. Wenn sie den erst einmal sehen, folgen sie dir auch da ganz von alleine.

#6 Nutze deine Analytics

Du kannst jetzt immer weiter pinnen und pinnen und pinnen. Damit bekommst du vielleicht mehr Website-Klicks – vielleicht aber auch nicht.

Nicht alles, was du gut findest, findet auch deine Zielgruppe toll. Deswegen musst du dich aber nicht traurig in die Ecke verkriechen. Im Gegenteil: Du pinnst einfach nur noch das, was deine Zielgruppe mega findet (und damit mehr merkt & klickt). Damit du weißt, was das ist, solltest du regelmäßig in die Pinterest Analytics gucken.

Hier siehst du welche Pins besonders oft angesehen und gemerkt wurden und welche Pins dir die meisten Klicks auf die Website gebracht haben. Mit den Erkenntnissen kannst du deine Pins immer besser machen.

#7 Erstelle Pinterest Ads

Du möchtest nicht warten bis dein Pinterest Account organisch auf Rekordhochs kommt (was so ganz unter uns schon 6-9 Monate dauern kann) oder deiner Reichweite nach ein paar Jahren nochmal einen Kick verpassen? Dann kannst du mit einem kleinen Investment bezahlte Anzeigen schalten.

Wie du die erstellst, erfährst du im Blogartikel zu Promoted Pins.

Häufig gestellte Fragen zu Pinterest

Fazit

Herzlichen Glückwunsch! Du weißt jetzt wie Pinterest funktioniert und kennst du wichtigsten Schritte, um mit deinem Pinterest Marketing zu starten. Fehlt nur noch eins: Deine Umsetzung.

Fange also gleich an und lege dir deinen Business Account an.

Wenn du die ersten Schritte gemeistert hast, heißt es abwarten, Tee trinken und weiterpinnen. Für Pinterest braucht es etwas Geduld und du brauchst keine Panik kriegen, wenn du nach fünfeinhalb Monaten immer noch nicht durch die Decke gegangen bist. Bleib dran und hör nicht auf zu optimieren und an deiner Reichweite zu arbeiten. Dann wird der Erfolg kommen.

3 Kommentare
  1. Dany
    Dany sagte:

    Vielen Dank für den tollen Einblick. Ich habe lange nichts mehr richtig bei Pinterest gemacht, daher war das eine sehr gute Auffrischung. Dann mal ran an den Speck

    Antworten
    • Carina Hartmann
      Carina Hartmann sagte:

      Liebe Dany,
      das freut mich sehr! Dann wünsche ich dir ganz viel Spaß und Erfolg beim Pinnen 🙂

      Viele Grüße
      Carina

      Antworten

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  1. […] muss vernünftig aufgesetzt sein. Wie das geht, habe ich dir in meinem Blogartikel zu den ersten Schritten auf Pinterest […]

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